VfB Stuttgart dreht Duell gegen 1. FC Köln - aber Wirbel um fragwürdigen Elfmeter: "Wenn ich sage, was ich denke ..."

Der VfB Stuttgart hat auch dank eines höchst fragwürdigen Elfmeterpfiffs den dritten Saisonsieg eingefahren. Beim aufmüpfigen Aufsteiger 1. FC Köln musste der Pokalsieger einem frühen Rückstand hinterherlaufen, gewann durch den Elfmeter von Ermedin Demirovic (28.) und den späten Siegtreffer von Josha Vagnoman (81.) aber doch mit 2:1 (1:1).

Josha Vagnoman und Atakan Karazor jubeln für den VfB Stuttgart

Fotocredit: Getty Images

Jakub Kaminski hatte die Kölner vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Müngersdorfer Stadion früh in Führung gebracht (4.), ehe Demirovic nach einem Kontakt im Sechzehner nicht zu Boden ging - und dennoch den Elfmeterpfiff bekam. Stuttgart feierte binnen neun Tagen den dritten Pflichtspielsieg und zog mit neun Punkten in der Tabelle am FC (7) vorbei.
Trainer Lukas Kwasniok reichte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck kurz die Hand und eilte rasch weiter, Torhüter Marvin Schwäbe schüttelte frustriert den Kopf. Beim 1:2 (1:1) des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart hatte Jöllenbeck eine Hauptrolle übernommen, sein diskutabler Elfmeterpfiff verhalf den Gästen zu einer erfolgreichen Aufholjagd, an deren Ende der dritte Saisonsieg stand.
Vor dem verwandelten Elfmeter von Ermedin Demirovic (28.) hatte Jöllenbeck lange Zeit die Videobilder studiert. Schwäbe, der Demirovic beim Versuch, den Ball wegzuschlagen, getroffen hatte, nahm die Schuld auf sich. "Natürlich treffe ich ihn, er läuft weiter, wenn man die Bilder sieht, muss man den geben", sagte er bei "Dazn": "Wir hatten unsere Chancen, wir waren etwas zu unsauber, der Matchplan war okay, es wäre mehr drin gewesen."
Demirovic erwiderte, dass es ihm "leid" tue, "dass die Situation so aussieht, aber jeder, der mich kennt, weiß, dass es nicht mein Naturell ist, auf dem Boden zu liegen". Er müsse "lernen, solche Dinge anzunehmen und zu fallen." Josha Vagnoman (81.) sorgte für den späten Siegtreffer der Schwaben, die nach einem ganz frühen Tor von Jakub Kaminski (4.) zurückgelegen hatten und den dritten Pflichtspielsieg innerhalb von neun Tagen feierten.

"Wenn ich jetzt sage, was ich denke ..."

Einen Tag nach der Mitgliederversammlung erwischten die Gastgeber vor den Augen des neu gewählten Präsidiums um Präsident Jörn Stobbe den deutlich besseren Start. Ache bekam in der Mitte zu viel Platz, Kaminski musste den Steckpass nur noch an Nübel vorbeischieben. Ache hätte nachlegen können, seinen Heber über Nübel hinweg klärte Luca Jaquez so gerade eben vor der Linie (7.).
Erstmals gefährlich auf der anderen Seite wurde es nach einer Ecke, den artistischen Fallrückzieher von Tiago Tomás lenkte Schwäbe über die Latte (17.). Schwäbe war es auch, der sich im Spielaufbau den Ball zu weit vorlegte und Demirovic mit seiner Grätsche leicht an der Hacke traf. Der Stuttgarter Stürmer blieb jedoch auf den Beinen und spielte weiter, es gab keinerlei Proteste, Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied nach VAR-Hinweis und minutenlanger Überprüfung dennoch auf Elfmeter.
"Wenn ich jetzt sage, was ich denke, dann wird es schwierig", sagte Kölns Co-Trainer Frank Kaspari in der Pause bei "Dazn": "Wir müssen das jetzt akzeptieren."
Nach der Aufregung übernahm Stuttgart das Spielgeschehen, Köln hatte in Person von Sebastian Sebulonsen jedoch vor der Pause die beste Gelegenheit auf die erneute Führung (45.+1). Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier. Tomás scheiterte per Hacke (52.) und am Pfosten (70.), bei Köln sorgte vor allem der eingewechselte Said El Mala für viel Betrieb. Stuttgarts Mittelstädt klärte einen Kopfball auf der Linie (78.), dann schlug Vagnoman zu.
(SID)
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Quelle: Perform


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