Borussia Dortmund und die dünn besetzte Offensive: Druck auf Ole Book steigt - setzt der BVB alles auf Said El Mala?
Publiziert 24/07/2026 um 21:23 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund steht in diesem Transfersommer zunehmend unter Zugzwang. Mit Karim Adeyemi (FC Barcelona) und Julian Brandt haben gleich zwei Offensivspieler den Klub verlassen, Ersatz ist bislang allerdings kaum in Sicht. Ausgerechnet im ersten Transferfenster des neuen Sportdirektors Ole Book wächst damit der Druck auf die Schwarz-Gelben - vieles konzentriert sich inzwischen auf Saïd El Mala.
Vorbereitung statt WM: BVB-Stars schuften für Bundesliga-Start
Quelle: Perform
"Wir wollen zu allen Phasen in der Lage sein, Transfers zu tätigen." Als Ole Book im Mai seine ersten Transferpläne als neuer Sportdirektor von Borussia Dortmund erklärte, klang er selbstbewusst.
Dem Trainerteam wäre es "am liebsten", kündigte der Nachfolger von Sebastian Kehl damals an, "wenn wir bis zum Vorbereitungsstart noch ein bis zwei Transfers tätigen können".
Einige Wochen später sieht die Realität jedoch anders aus. Karim Adeyemi ist zum FC Barcelona gewechselt, Julian Brandt hat den Verein ablösefrei verlassen, Verstärkungen für die Offensive fehlen bislang. Stattdessen richtet sich beim BVB nun vieles auf einen Spieler: Kölns Top-Talent Saïd El Mala.
Wie "Sky" berichtet, hat Dortmund bereits ein erstes Angebot für den 19-Jährigen abgegeben. 26 Millionen Euro Sockelablöse sowie bis zu 16 Millionen Euro an Bonuszahlungen bot der BVB demnach dem 1. FC Köln. Die Antwort fiel jedoch deutlich aus: sofortige Ablehnung.
BVB muss alles auf die El-Mala-Karte setzen
Dabei gilt El Mala intern als idealer BVB-Kandidat. Der Flügelspieler erzielte in der vergangenen Bundesliga-Saison in 34 Einsätzen 13 Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Nach dem Verkauf von Adeyemi soll genau dieser Spielertyp künftig wieder für Tempo, Tiefgang und Torgefahr sorgen.
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Saïd El Mala und der BVB: Heißer Flirt oder kalte Dusche?
Fotocredit: Getty Images
Die Ausgangslage ist nämlich deutlich komplizierter, als sie auf den ersten Blick wirkt. Mit Adeyemi verlor Dortmund einen der torgefährlichsten Offensivspieler des Kaders. Der Nationalspieler wechselte für eine Sockelablöse von 22 Millionen Euro zum FC Barcelona, weitere Bonuszahlungen sowie eine Weiterverkaufsbeteiligung können die Ablöse noch deutlich erhöhen. Brandts Vertrag wurde nicht verlängert.
Zwei wichtige Kräfte sind damit bereits weg - und auch hinter Serhou Guirassy steht trotz ausgelaufener Ausstiegsklausel ein Fragezeichen. Intern plant der BVB zwar mit dem Torjäger, bei einem Angebot deutlich oberhalb der bisherigen Klausel würden sich die Verantwortlichen laut "Sport Bild" Gesprächen jedoch nicht verschließen.
Sollte auch Guirassy den Verein noch verlassen, würden Maxi Beier und Fabio Silva nahezu alternativlos bleiben.
Der Druck auf BVB-Sportdirektor Ole Book steigt
Gerade deshalb besitzt der Poker um El Mala deutlich mehr Bedeutung als nur die Verpflichtung eines weiteren Talents. Dortmund hat sich über Jahre den Ruf erarbeitet, die größten Nachwuchsspieler der Bundesliga früh zu verpflichten und weiterzuentwickeln. El Mala würde genau in dieses Profil passen.
Allerdings sitzt Köln am längeren Hebel. Bereits im Mai akzeptierte der FC ein Angebot von rund 50 Millionen Euro vom FC Brentford, der Youngster entschied sich jedoch gegen einen Wechsel nach England. Entsprechend machten die Rheinländer deutlich, ihren Shootingstar auch künftig nur für eine vergleichbare Summe ziehen zu lassen. Unter 50 Millionen Euro dürfte Köln daher kaum gesprächsbereit sein.
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BVB-Sportchef Ole Book muss Angreifer an Land holen
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Alternativen werden zwar gehandelt, konkrete Fortschritte gibt es bislang nur teilweise. PSG-Talent Ibrahim Mbaye soll auf der Dortmunder Liste stehen, Paris fordert für den 18-Jährigen jedoch rund 50 Millionen Euro. Zudem sollen mit RB Leipzig, Tottenham Hotspur und Aston Villa weitere finanzstarke Konkurrenten interessiert sein.
Brandt-Nachfolger: Karetsas-Transfer rückt näher
Auch Nicolò Tresoldi wird mit Dortmund in Verbindung gebracht. Zwar soll eine grundsätzliche Einigung mit dem deutschen U21-Nationalspieler bestehen, ein offizielles Angebot an Club Brügge fehlt bislang allerdings. Zudem gilt laut italienischen Medien die AS Rom derzeit als Favorit.
Bei Konstantinos Karetsas vom KRC Genk laufen die Gespräche weiter. Der erst 18 Jahre alte griechische Nationalspieler gilt intern als Wunschlösung für die Brandt-Nachfolge, eine Einigung soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge näherrücken.
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Konstantino Karetsas könnte bereits bei Dortmunds Japan-Reise dabei sein
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Für Ole Book wird die Situation damit zur ersten großen Bewährungsprobe als Dortmunder Sportdirektor. Trainer Niko Kovac schlägt indes weiter ruhige Töne an.
"Wir arbeiten an der Offensive, wir haben da zwei verloren. Wir werden aber nichts überstürzen und genau das Richtige finden", so der BVB-Coach zuletzt gegenüber "Sky".
Doch je länger der Transfersommer dauert, desto größer wird der Handlungsdruck. Scheitert auch der Vorstoß bei El Mala, droht Dortmund weiter ohne echte Verstärkung im Angriff dazustehen. Für die Westfalen geht es dabei längst nicht mehr nur um den Kauf eines Top-Talents, sondern um die Frage, ob die dringend benötigte Offensive rechtzeitig die Qualität erhält, die den eigenen Ansprüchen gerecht wird.
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Adeyemi über Barça-Wechsel: "Flick ist der Grund"
Quelle: Perform
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