So lief das Spiel:

La Liga
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30/08/2020 AM 12:39

Der Favorit aus Lyon übernahm wenig überraschend von Anpfiff weg die Kontrolle über die Partie und legte sich den VfL Wolfsburg mit kurzem schnellen Passspiel zurecht. Bis auf zwei gefährliche Kopfbälle von Lyon-Kapitänin Wendie Renard (7./11.) überstand Wolfsburg die Anfangsphase unbeschadet, musste sich nach 25 Minuten aber erstmals dem Druck von Olympique beugen.

Einen Schuss von Eugénie Le Sommer wehrte VfL-Torhüterin Friederike Abt unglücklich nach vorne ab, worauf die Lyon-Angreiferin am schnellsten schaltete und aus kurzer Distanz per Nachschuss flach zur Führung traf (25.).

Wolfsburg fand offensiv weiterhin kaum statt und musste kurz vor der Pause das 0:2 hinnehmen. Lyons Mittelfeldmotor Saki Kumagai fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz und baute die Führung mit einem präzisen Schuss in die rechte Ecke aus (44.).

Nach dem Seitenwechsel legten die Wölfinnen eine deutlich verbesserte Einstellung an den Tag, agierten nun viel mutiger in eigenem Ballbesitz und belohnten sich mit dem Anschlusstreffer.

Nach einer Flanke von Fridolina Rolfö von links bewies Ewa Pajor am Fünfer Handlungsschnelligkeit und flankte umgehend weiter in die Mitte. Alexandra Popp nutzte ihre Freiheiten und köpfte aus kurzer Distanz zum 1:2 ein (58.). Wolfsburg spielte in der Folge weiter druckvoll, allerdings fehlte beim letzten Pass zu oft die Präzision beim deutschen Doublesieger - nennenswerte Torchancen blieben somit bis zum Schluss Mangelware.

Stattdessen machte ausgerechnet Ex-Wölfin Sara Björk Gunnarsdóttir, die erst im Juli zu Lyon gewechselt war, den siebten Champions-League-Sieg für Olympique Lyon perfekt. Die Isländerin hielt gedankenschnell das Bein in einen Querschläger von Le Sommer und fälschte das Spielgerät aus kurzer Distanz zum 3:1-Endstand in die Maschen ab (88.).

Die Stimmen:

Stephan Lerch (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Sie ist nach dem 0:2 noch super zurückgekommen und hat mit viel Herz Fußball gespielt. Aber die Enttäuschung ist sehr groß. Wir hatten viel vor."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Schläfrige Wölfinnen

Besonders eine schläfrige, über weite Strecken mutlose erste Hälfte wurde dem VfL Wolfsburg im Endspiel zum Verhängnis. In den ersten 45 Minuten liefen die Wolfsburgerinnen der Musik hinterher und gaben keinen einzigen Schuss auf des Gegners Tor ab. Vor beiden Gegentoren schalteten die gegnerischen Lyon-Akteurinnen jeweils gedanklich einen Schritt schneller und bestraften die Wolfsburger Passivität gnadenlos.

Die Statistik: 5

Lyon stand in den vergangenen elf Jahren neun Mal im Endspiel der Königsklasse und ging sieben Mal als Sieger hervor. Der CL-Titel 2020 war der fünfte in Folge für die im Frauenfußball seit Jahren beste Vereinsmannschaft der Welt.

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