FC Bayern nach CL-Aus gegen Paris Saint-Germain am Boden - Giulia Gwinn: "Der Stolz ist enorm"

Trotz widriger Umstände gaben sich die Spielerinnen des FC Bayern nicht auf und kämpften sich am Mittwochabend in die Verlängerung des Viertelfinals gegen Paris Saint-Germain. Durch ein spätes Tor von Ramona Bachmann (112.) zerplatzte der Traum vom Halbfinale jäh. Doch die FCB-Damen bemühten sich im Anschluss auch um die positiven Aspekte: "Der Stolz ist enorm", erklärte Giulia Gwinn.

"Waren das bessere Kollektiv": Bayern verabschiedet sich stolz

Quelle: Perform

"Jede Einzelne hat alles reingeworfen und für die zu Hause gekämpft, die nicht mitfahren konnten", beschrieb sie den Münchner Kampf im Prinzenparkstadion.
Trotz widrigster Bedingungen, ein Dutzend Spielerinnen fehlte verletzt, gesperrt oder wegen Corona, zwangen die Münchnerinnen PSG im Viertelfinal-Rückspiel am Mittwoch bis in die Verlängerung und dominierten das Spiel klar - bis Ramona Bachmann (112.) zum 2:2 (2:1, 1:1)-Endstand traf und die bayerischen Halbfinal-Hoffnungen platzen ließ.
"Das muss man erstmal annehmen, wenn man mit so wenigen Spielerinnen nach Paris fährt", bilanzierte Gwinn:
"Momentan überwiegt trotzdem leider der Frust."

Bayern-Coach Scheuer: "Fragwürdige Entscheidung"

Ähnlich klang Bayern-Trainer Jens Scheuer. "Die Enttäuschung ist natürlich riesig", sagte er, wobei er die Entscheidung, die Bayern trotz sieben Coronafällen, vier Langzeitverletzten und einer Gelbsperre in Paris antreten zu lassen, "ein bisschen fragwürdig" fand.
Gerade einmal zwei Torhüterinnen und zwei Feldspielerinnen saßen auf der Bank. "Wir mussten das so annehmen. Und ich finde, wir haben das hervorragend gemacht. Dafür ein großes Kompliment an die Spielerinnen, wie sie es umgesetzt haben", sagte Scheuer.
Auch Vereinskollege Thomas Müller hatte aus der Ferne die Daumen gedrückt und twitterte: "Das war ein sensationeller Fight mit einem leider unglücklichen Ausgang. Kopf hoch, ihr könnt stolz auf euch sein." Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel in München eine Woche zuvor drehten die Bayern vor 27.626 Zuschauern in Paris gar einen neuerlichen 0:1-Rückstand.
"Wir sind eine Top-Mannschaft, wir halten zusammen. Das ist schon die ganze Saison so. Jeder kämpft für jeden. Da haben die Coronafälle auch nichts dran geändert", so Torhüterin Janina Leitzig.
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Janina Leitzig glänzte mehrmals mit Paraden

Fotocredit: Getty Images

Bei einer Bogenlampe von Sandy Baltimore (17.) zum 0:1 sah sie zunächst noch unglücklich aus, konnte dann aber mit mehreren tollen Paraden glänzen. "Ich finde, man hat heute auch gesehen, dass sich jeder für die ganze Mannschaft zerrissen hat." Mit diesem Team ist also noch viel möglich.

Bayerns Plan trägt Früchte

Das befand auch Scheuer, der nach seinem Amtsantritt 2019 schon im Vorjahr deutscher Meister geworden war und das Team ins Champions-League-Halbfinale geführt hatte. Dem Plan, spätestens 2023 auf internationalem Spitzenlevel zu sein, sind die Bayern seiner Ansicht nach voraus.
"Wer das Spiel heute gesehen hat, kann bestätigen, dass wir schon jetzt absolutes Top-Niveau besitzen", lobte Scheuer: "Jetzt müssen wir noch an ein, zwei Stellschrauben drehen. Dann bin ich sicher, dass wir solche Spiele wie hier in Paris dementsprechend gewinnen."
(SID)
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Quelle: Perform

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