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FC Bayern: Maria Luisa Grohs glänzt bei Rückkehr nach Tumor-OP gegen Olympique Lyon - ein fast perfektes Comeback
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Update 19/03/2025 um 11:36 GMT+1 Uhr
Maria Luisa Grohs hat sich nach ihrem Comeback im Tor des FC Bayern München trotz eines 0:2 (0:1) in der Champions League gegen Olympique Lyon zufrieden gezeigt. Die Torhüterin, die aufgrund der Behandlung einer Tumorerkrankung 120 Tage lang gefehlt hatte, glänzte mit einem gehaltenen Elfmeter und schürte nach der Partie die Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Königsklasse.
Maria Luisa Grohs feiert ihren gehaltenen Elfmeter gegen Olympique Lyon
Fotocredit: Getty Images
Maria Luisa Grohs lächelte im Interview immer wieder, ihr persönlicher Triumph überstrahlte die bittere Heimpleite. "Es ist ein ganz besonderes Gefühl", sagte die Torhüterin des FC Bayern, die Narbe an der rechten Halsseite nicht zu übersehen: "Ich bin sehr glücklich, zurück zu sein und super stolz." Rund vier Monate nach ihrer Krebsdiagnose hatte Grohs dazu auch allen Grund.
Bei ihrem beeindruckenden Comeback verhinderte die 23-Jährige gegen den abgezockten Rekordsieger Olympique Lyon eine noch größere Hypothek für das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League.
Mit einem gehaltenen Elfmeter (45.+5) und mehreren Glanzparaden beim 0:2 (0:1) kehrte die Torhüterin nach 120 Tagen so stark in Münchens erste Mannschaft zurück, als hätte es den Schock im Herbst nie gegeben.
"Direkt gegen Lyon so reingeworfen zu werden, war auf jeden Fall eine Aufgabe", sagte Grohs, deren Tumor bei einer Operation im Dezember entfernt worden war. Auch ihr Team sah die Rückkehr der Nummer eins als Lichtblick.
Bühl schwärmt von Grohs
"Dass sie so ein Spiel abliefert, ist natürlich hervorragend", meinte Klara Bühl: "Mich freut es sehr, wieder mit ihr auf dem Platz zu stehen."
Doch das Ergebnis, Bayerns erste Heimniederlage in der Königsklasse seit drei Jahren, ließ auch Grohs "enttäuscht" zurück. Sie haderte mit "kleinen Fehlern, durch die wir es nicht schaffen, die Schnelligkeit zu verteidigen". Tabitha Chawinga (35.) und Melchie Dumornay (65.) bestraften zwei solcher Patzer eiskalt, Grohs war jeweils machtlos.
Der erste Halbfinaleinzug seit vier Jahren ist für die Meisterinnen in weite Ferne gerückt, in der vergangenen Saison waren die Bayern in der Gruppenphase gescheitert.
"Wir müssen diese Spiele nutzen, um zu wachsen, und sie sind auch ein Realitätscheck für uns", sagte Trainer Alexander Straus über die Lücke zu Europas Elite.
Viele Ausfälle bei Bayern
Die zahlreichen Ausfälle - darunter Kapitänin Glodis Viggosdottir - halfen gegen den achtmaligen Titelträger wahrlich nicht. "Es tut schon sehr weh, wir haben viel in das Spiel gesteckt, viel Energie und Leidenschaft", sagte Bühl.
Auch DFB-Kapitänin Giulia Gwinn hatte es ernüchtert, wie wenig Torgefahr der Bundesliga-Spitzenreiter erzeugte: "Im Moment überwiegt der Frust."
Nur ein Schuss gelang auf das OL-Tor, für das Halbfinale braucht es fast schon ein Wunder in Lyon. "Ich traue unserer Mannschaft alles zu", betonte Gwinn, forderte im Rückspiel am kommenden Mittwoch (18:45 Uhr) aber mehr Kaltschnäuzigkeit gegen das Bollwerk um Kapitänin Wendie Renard.
Das hat in dieser Saison der Königsklasse allerdings erst ein Gegentor kassiert. Als Kämpfernatur geht Grohs auch diese Herkulesaufgabe voller Zuversicht an: "Wir müssen effektiver werden. Vollgas geben. Wir haben nichts mehr zu verlieren."
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(SID)
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Quelle: Perform
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