FC Barcelona macht Schluss mit der Vernunft: Darum ist Barças Triple-Traum keine Illusion mehr

Dem FC Barcelona gelang im Ligaspiel bei Atlético Madrid ein kaum für möglich gehaltenes Comeback (3:2). Barça spielt in dieser Saison unter Trainer Hansi Flick wieder Barça-Fußball und greift nach den Sternen. Der totale Triumph mit drei Titeln ist keine Illusion mehr, weil die Mannschaft um Lamine Yamal und Robert Lewandowski der Konkurrenz in ganz Europa eines voraushat.

Flick lobt Mentalität: "Wir glauben an unsere Stärken"

Quelle: Perform

Vergangenen Freitag bewegte sich Lamine Yamal auf ungewohntem Terrain. Der Jungstar des FC Barcelona besuchte gemeinsam mit seinen Teamkollegen Héctor Fort und Alejandro Balde die Wrestlingshow "SmackDown", die in Barcelona Station machte.
Einer der Hauptdarsteller, WWE World Heavyweight Champion Gunther aus Österreich, begrüßte die prominenten Gäste im Publikum auf seine eigene Weise.
"Als der größte europäische Wrestler aller Zeiten habe ich nur ein Bedauern: Ich wäre heute lieber in Madrid. Hala Madrid!", brüllte Gunther und zeigte dabei mit dem Finger in Richtung Yamal.
Während der Großteil der Zuschauer darauf mit lauten Buhrufen reagierte, ließ sich Yamal nicht provozieren und zeigte stattdessen sein bekanntes Zahnspangen-Grinsen.
picture

Lamine Yamal (M.) beim Wrestling in Barcelona

Fotocredit: Getty Images

Traumtor von Robert Lewandowski

Den 17-Jährigen kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Nicht am Ringrand beim Wrestling und nicht auf dem Fußballplatz. Nicht mal dann, wenn es - wie am Sonntagabend im enorm wichtigen Spiel bei Atlético Madrid (4:2) - verdammt eng zu geht.
0:2 lag der FC Barcelona im Wanda Metropolitano nach 70 Minuten zurück. In 99 Prozent der Fälle zieht das gegen die Defensivmaschine von Atlético eine Niederlage nach sich. Nicht am Sonntag und nicht gegen das Barça der Saison 2024/25.
Robert Lewandowski (72.) mit einem genialen Treffer (Brustannahme gefolgt von Volleytor) und Ferran Torres (78.) glichen aus, ehe Yamal in der zweiten Minute der Nachspielzeit seinen großen Auftritt hatte.
Nach einem Pass von Pedri schickte er Conor Gallagher mit einer kurzen Tempoverschärfung im Eins-gegen-eins ins Kino und schoss den Ball mit links aus 20 Metern Torentfernung in den linken Giebel. Das Glück war ihm hold - die Kugel wurde unhaltbar für Atlético-Keeper Jan Oblak abgefälscht. Torres machte mit seinem Doppelpack (90.+8) den Deckel drauf.

Hansi Flick: "Großartiger Tag, fantastische Mentalität"

"Es ist ein großartiger Tag für uns", resümierte Barcelonas Trainer Hansi Flick. "Nach dem zweiten Gegentor war die Reaktion unglaublich gut. Die Mentalität meiner Mannschaft ist fantastisch, sie gibt nie auf."
Barça war auch schon vor dem unnachahmlichen Endspurt das bessere Team, vergaß aber das Toreschießen. "Wir haben uns selbst in die Bredouille gebracht, weil wir fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen sind. Das geht gegen eine Mannschaft wie Atlético normalerweise nicht gut. Aber im Moment haben wir großes Selbstvertrauen", sagte Pedri.
Nach drei Dürrejahren, in denen die Katalanen "nur" eine Meisterschaft und eine spanischen Supercopa gewannen, im europäischen Vergleich den Anschluss verloren und viele negative Schlagzeilen hinsichtlich ihres Geschäftsgebarens lieferten, greift die Flick-Truppe in dieser Saison wieder nach den Sternen.
"Schluss mit all der falschen Vorsicht und der Vernunft! Träume sind wieder erlaubt und keine Illusionen: Holen wir uns das Triple!", titelte die vereinsnahe Zeitung "Sport".

Tormaschine FC Barcelona

La Liga, Champions League, Copa Del Rey - Mitte März tanzt die Azulgrana noch auf allen drei Hochzeiten, das hat es lange nicht gegeben. Flick liefert Ergebnisse und lässt obendrein - gemäß der Barça-DNA - attraktiven Fußball spielen.
Sowohl in der Liga (75) als auch in der Königsklasse (32) hat Barcelona die mit Abstand meisten Tore geschossen. "Der Angriff sucht in Europa seinesgleichen. Barça ist in jeder Phase eines Spiels imstande, den Gegner zu killen", bilanzierte "El Mundo Deportivo".
Das Offensivquartett Yamal, Dani Olmo, Raphinha und Lewandowski hinterlässt ausgefranste Abwehrreihen und wer einen Ferran Torres als Joker bringen kann, hat in der Zusammenstellung der Mannschaft viel richtig gemacht.
Und für die ganz besonderen Momente hat man ja noch diesen 17-Jährigen. "Wir dachten alle, es würde nie wieder jemanden geben wie Lionel Messi. Aber auch Yamal ist nicht von dieser Welt", jubelte "Sport".
Die letzten 25 Minuten vom Sonntagabend waren für die Konkurrenz im Kampf um die Trophäen der perfekte Anschauungsunterricht, zu was der FC Barcelona in dieser Saison fähig ist.
picture

Ancelotti kritisiert La Liga scharf: "Das ist das letzte Mal"

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung