Champions League Frauen: FC Bayern trotzt Barca im Halbfinal-Hinspiel - Franziska Kett wird zur tragischen Heldin

Die Fußballerinnen des FC Bayern dürfen weiter vom Triple träumen. Rund sechs Monate nach der 1:7-Demütigung in der Ligaphase erkämpften sich die frisch gekürten Meisterinnen im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den favorisierten FC Barcelona in Unterzahl ein 1:1 (0:1) und haben vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag (16:30 Uhr) im Camp Nou weiter Chancen auf ihre erste Finalteilnahme.

Franziska Kett (FC Bayern) bejubelt ihr Tor gegen den FC Barcelona

Fotocredit: Getty Images

Bei den Umarmungen nach dem Schlusspfiff war auch Franziska Kett wieder mittendrin. Die tragische Figur des FC Bayern brauchte nach dem Halbfinal-Kraftakt gegen den FC Barcelona Trost, dann schwor sich die Nationalspielerin mit ihrem Team unter dem Applaus der Fans auf das Rückspiel nächste Woche im Camp Nou ein.
Nach dem in Unterzahl erkämpften Remis im Champions-League-Kracher dürfen die Meisterinnen weiter vom Triple träumen.
Mit ihrem Ausgleich (69.) hatte Kett daran großen Anteil. Da sie Salma Paralluelo im Laufduell aber an den Haaren zog, flog sie zehn Minuten später mit Rot vom Platz - und wird beim Wiedersehen am 3. Mai gesperrt fehlen.
"Eine knifflige Situation. Sie hat das definitiv nicht mit Absicht gemacht", erklärte Teamkollegin Klara Bühl die verhängnisvolle Szene bei "Disney+". Kett habe "das Trikot ziehen wollen und hätte dann sicher eine Gelbe Karte verdient gehabt, keine Frage. Die Haare sind im Weg."

Bayern-Frauen zeigen anderes Gesicht

Vor 31.000 Fans in der Allianz Arena hatte die frühere Wolfsburgerin Ewa Pajor (8.) den Topfavoriten Barça, der zum sechsten Mal in Folge ins Finale einziehen könnte, früh in Führung gebracht. Doch sechs Monate nach der 1:7-Demütigung in der Ligaphase zeigten die von Trainer José Barcala gut eingestellten Münchnerinnen beim Wiedersehen ein anderes Gesicht.
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Champions League: Bayern gegen Barcelona im Halbfinal-Hinspiel

Fotocredit: Getty Images

Die Bayern waren vor dem bislang größten Spiel ihrer Saison bemüht gewesen, die Schmach aus dem Oktober abzustreifen. "Du musst daran glauben", sagte Nationalspielerin Klara Bühl, die nach ihrer überstandenen Wadenverletzung erstmals seit über zwei Monaten wieder in der Startelf stand: "Das muss jede auch ausstrahlen."

Pajor bringt Barcelona in Führung

Dennoch war den Münchnerinnen der Respekt anzumerken. Im gegnerischen Ballbesitz verteidigten die Bayern meist dicht vorm eigenen Tor und lauerten auf Konter. Das klappte auch hin und wieder, insbesondere über Bühl. Doch während Pernille Harder (7.) die erste gute Chance der Partie noch liegen ließ, zeigte sich Barça eiskalt: Nach einem Stellungsfehler von Giulia Gwinn stand Pajor im Zentrum goldrichtig.
Viel mehr kam von Barca in der ersten Halbzeit jedoch nicht. Stattdessen wurden die Bayern vor den Augen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Vereinsboss Jan-Christian Dreesen immer stärker und trauten sich auch mehr zu. Kurz vor der Pause hatte Kett (42.) die beste Chance der Münchnerinnen, scheiterte aber an Torhüterin Cata Coll.

Kett trifft und fliegt vom Platz

Erst nach der Pause wurde Barca wieder aktiver - und direkt wurde es gefährlich. Esmee Brugts (49.) traf jedoch nur den Pfosten, zudem klärte Verteidigerin Vanessa Gilles (60.) für die Bayern knapp vor der Torlinie.
Auf der Gegenseite vollendete Kett (21) einen gut ausgespielten Konter. Dann wurde die beste Bayern-Spielerin vom Platz gestellt - auch Barcala sah die Rote Karte wegen Meckerns.
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(SID)
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Quelle: Perform


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