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Trotz Rot-Frust gegen FC Barcelona - FC Bayern geht selbstbewusst in das Rückspiel: "Gespürt, was möglich ist"
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Publiziert 26/04/2026 um 12:25 GMT+2 Uhr
Die Fußballerinnen des FC Bayern fühlen sich nach dem Hinspiel bereit für den "Hexenkessel" Camp Nou, obwohl zwei wichtige Säulen fehlen werden. "Wir kommen sehr motiviert", erklärte Giulia Gwinn, die sich auf ihren ersten Auftritt im Camp Nou freut. Im Rückspiel gegen Barça müssen Müncherinnen aber nicht nur auf Toschützin Franziska Kett verzichten, auch Trainer José Barcala fehlt gesperrt.
Der FC Bayern geht nach dem 1:1 gegen den FC Barcelona selbstbewusst ins Rückspiel
Fotocredit: Getty Images
Beim Gedanken an den "Hexenkessel" Camp Nou begannen Giulia Gwinns Augen zu leuchten. "Ich habe noch nie dort gespielt und freue mich riesig", betonte die Führungsspielerin des FC Bayern mit Blick auf den Showdown in der Champions League am kommenden Wochenende in Barcelona und ergänzte.
"Wir kommen sehr motiviert." Der Triple-Traum der Münchnerinnen lebt auch nach dem Halbfinal-Hinspiel - allem Frust zum Trotz.
"Wir haben gespürt, was möglich ist", sagte Gwinn nach dem hart erkämpften 1:1 (0:1) gegen den FC Barcelona voller Selbstbewusstsein - und schob den Ärger über den Verlust von Franziska Kett und José Barcala erst einmal beiseite.
Den Bayern, so Gwinn, fehle nur noch "ein Schritt" bis zum Finale am 23. Mai in Oslo, bis zum ersten Königsklassen-Endspiel der Vereinsgeschichte: "Es wurde alles auf Null gesetzt. Wir haben nichts zu verlieren."
Kett wird zur tragischen Heldin
Erst recht nach den Erfahrungen vom Samstagabend. Denn bei aller Freude über den laut Direktorin Bianca Rech "sehr, sehr guten Auftritt" vor 31.000 Fans in der Allianz Arena: Bei den Bayern blieb vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag (16:30 Uhr) in Barcelona ein fader Beigeschmack. Diese zwei Roten Karten, monierte auch Gwinn, seien schon "sehr schade".
Sowohl Torschützin Kett (69.) als auch Trainer Barcala werden in Barcelona fehlen - zum völligen Unverständnis der Münchnerinnen. "Die Schiedsrichterin hat die Kontrolle verloren", sagte Rech: "Ich weiß nicht, wie viele Karten sie am Ende verteilt hat wie Smarties."
Kett hatte Gegenspielerin Salma Paralluelo an den Haaren gezogen, Barcala wurde anschließend wegen Meckerns des Feldes verwiesen. Beide Platzverweise seien "unfair" gewesen, meinte der Spanier. Er selbst habe nur "geschrien", was "niemals" Rot rechtfertigen würde.
FC Bayern geht hoffnungsvoll ins Rückspiel
Und Kett? Die habe "niemals die Intention, an den Haaren zu ziehen", beteuerte der Trainer: "Das muss man diskutieren." Es sei schon "sehr bitter, aus so einer Situation zwei wichtige Leute unseres Teams zu verlieren", sagte Gwinn.
Doch ändern ließ sich freilich nichts mehr, auch ohne Kett und Barcala wollen die Bayern in Barcelona bestehen - und die 1:7-Demütigung aus der Ligaphase endgültig vergessen machen.
Durch das Remis gegen die "beste Mannschaft der Welt", so Rech, hätten die Spielerinnen jedenfalls "gute Voraussetzungen für das Rückspiel geschaffen" - auch wenn sie im Camp Nou vor einer "Mammutaufgabe" stehen. Doch daran wollte Gwinn gar nicht denken.
"Die Mannschaft wird das Spiel heute nutzen, um nur noch Lust auf mehr zu bekommen", betonte die DFB-Kapitänin: "Deshalb: Nicht verstecken, Vollgas."
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(SID)
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