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3 Dinge, die auffielen: Matchwinner Ronaldo, Halbzeit-Schwäche und Atlético-Drama
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Publiziert 29/05/2016 um 00:56 GMT+2 Uhr
Zum elften Mal krönte sich Real Madrid zum Champions-League-Sieger. Während die "Königlichen" im Finale von Mailand jubelten, ging Atlético wieder einmal leer aus. Noch nie in ihrer Geschichte konnten die "Colchoneros" den Titel in der Königsklasse gewinnen. Trotz großem Kampf musste sich Atlético mit 3:5 im Elfmeterschießen geschlagen geben. Hier drei Dinge, die in diesem Endspiel auffielen.
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Matchwinner Ronaldo
Der Portugiese ließ sich nach dem Elfmeterschießen wie ein König feiern. Mit seinem verwandelten Treffer entschied Ronaldo das Champions-League-Finale 2016 gegen Atlético Madrid. Dabei hätte dieser Abend ganz anders ausgehen können, denn Ronaldo wirkte alles andere als fit.
In die Rückwärtsbewegung schaltete er sich kaum ein. Zweikämpfe gegen die physisch starken "Colchoneros" suchte er nicht. Nach seinem Zusammenbruch unter der Woche im Training wirkte Ronaldo wie gehemmt. Nur in den wirklich entscheidenden Sprints legte er den "Ronaldo-Turbo" ein.
Aber Ronaldo wäre nicht Superstar Ronaldo, wenn er nicht im entscheidenden Moment zur Stelle wäre. 2008 war das noch anders. Damals verschoss Ronaldo im ManUnited-Trikot gegen Chelsea-Keeper Petr Cech. Dennoch gewann Manchester United das Finale und Ronaldo holte seinen ersten CL-Titel.
2014 und 2016 folgten zwei weitere Champions-League-Siege mit Real - womit Ronaldo sein Konto auf drei CL-Erfolge schraubte. Beim Duell gegen Atlético blieb er aber lange blass. Im Finale von Mailand gab er während der gesamten Spielzeit lediglich zwei Schüsse aufs Tor ab und hatte nur 53 Ballaktionen.
Halbzeit-Schwäche
Zwei Halbzeiten, zwei unterschiedliche Gesichter. Während Real Madrid die ersten 45 Minuten dominierte, bauten die "Königlichen" nach der Pause ab. Das lag vor allem an Atlético Madrid. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone entfachte viel mehr Druck und schnürte Real in der eigenen Hälfte ein.
Nach dem Führungstreffer von Sergio Ramos (15.) wirkte Atlético lange wie geschockt. Fernando Torres wurde komplett aus dem Spiel genommen, Antoine Griezmann in seinen Aktionen eingeschränkt. Torres brachte keinen seiner fünf Pässe an den eigenen Mann und blieb in Hälfte eins ohne Torschussbeteiligung.
Atéltico hatte lediglich drei Ballaktionen im gegnerischen Strafraum. Allein Karim Benzema auf der anderen Seite so oft am Ball wie Atlético zusammen. Dieses Bild wendete sich in der zweiten Halbzeit. Die "Colchoneros" erarbeiteten sich mehr und mehr Möglichkeiten. Griezmann vergab in der 48. Minute einen Elfmeter.
Real hatte Glück, dass sein Schuss nur an die Latte ging. Danach drückte Atlético auf den Ausgleich und kam durch Einwechselspieler Yannick Carrasco (79.) zum verdienten 1:1. Kurios - Carrasco sollte kurz zuvor ausgewechselt werden, aber Trainer Simeone änderte seine Entscheidung im letzten Moment.
Atlético-Drama
Während Real Madrid zum elften Mal die Champions League gewann, setzt sich das Atlético-Drama fort. Im dritten Jahr in Folge scheiterte das Team in der "Königsklasse" an Real Madrid. Bei allen vier Aufeinandertreffen im Europa-Pokal (1959, 2014, 2015, 2016) konnte Atlético nie gewinnen.
Der Traum vom ersten ganz großen Titel platzte wieder einmal, wie 1974 im Europapokal der Landesmeister und 2014 im Champions-League-Finale gegen Real. Damals gewannen die "Königlichen" mit 4:1 nach Verlängerung. Atlético führte bis zur 93. Minute - ehe Ramos den Ausgleich erzielte.
Danach ging Atlético unter. Gareth Bale (110.), Marcelo (118.) und Ronaldo (120./Foulelfmeter) stellten die Weichen auf Sieg. Auch 2016 hatte Real das bessere Ende für sich. Während das "Weiße Ballett" jubelte, liefen bei den Atlético-Fans im Giuseppe-Meazza-Stadion die Tränen.
Damit sind die "Colchoneros" der einzige Klub, der mehr als zwei Mal im Finale stand ohne einen Titel geholt zu haben. Und noch ein Fakt, der alle Anhänger zu Tränen rührt. Die "Rojiblancos" mussten fünf Mal im Europapokal ins Elfmeterschießen, drei Mal ging Atlético dabei als Verlierer vom Platz.
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