3 Dinge, die auffielen: Peps Star-Elf, hilfloses Arsenal, Überallaba
Eurosport bei GoogleBeim 5:1 (3:0) des FC Bayern München gegen den FC Arsenal in der Champions League überragte ein überall anzutreffender David Alaba. Was unserem Reporter vor Ort beim überzeugenden Bayern-Sieg sonst noch auffiel:
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Alaba überall
David Alaba hat bis auf das Auswärtsspiel in Frankfurt (eingewechselt) jede Pflichtspielminute der Bayern auf dem Platz gestanden. Zuletzt oft in der Innenverteidigung gebraucht, wirkte der Österreicher gegen Arsenal wieder links hinten. Oder besser: eigentlich überall auf dem Platz. Denn mit der Rolle des klassischen Linksverteidigers gibt sich der 23-Jährige längst nicht mehr ab.
Gegen Arsenal war er zusätzlich Linksaußen, hängende Spitze, Spielmacher, Passverteiler und Ausputzer – praktisch die gesamte linke Hälfte des Spielfelds gehörte ihm. Alaba suchte selbst den Abschluss aus der zweiten Reihe – wie bei seinem Traumtor -, kombinierte mit Thiago, hinterlief Coman, flankte, passte von der Grundlinie in den Rückraum (wie beim 4:0) oder trug den Ball selbst sprintend nach vorne, so dass einem sein nomineller Gegenspieler Joel Campbell leid tun konnte.
Und wenn Arsenal mal schnell über seine Seite kontern wollte, war er gleich wieder hinten. Vor seinem Treffer eroberte er den Ball höchstpersönlich und schloss ab. Kurz gefasst: Dieser Überallaba ist schlicht Weltklasse.
Pep hat seine Star(t)-Elf
Angesichts des sich lichtenden Bayern-Lazaretts war es schon aufschlussreich, wen Pep Guardiola gegen Arsenal in seinem bevorzugten 4-3-3 ran ließ. Zieht man vielleicht Kingsley Coman ab, weil der Coach Arjen Robben nach dessen Verletzung offenbar noch langsam aufbauen will, dürfte das seine absolute Top-Top-Top-Elf sein, die so auch im Champions-League-Finale auflaufen könnte.
Erkenntnis Nummer eins daraus: Arturo Vidal hat beim FC Bayern noch nicht den Status, den er bei Juventus Turin inne hatte und wird an Peps Lieblingsspielern Thiago und Xabi Alonso auch künftig bei den Top-Flutlichtspielen nur schwer vorbei kommen. Erkenntnis Nummer zwei: Javi Martínez ist Guardiolas 1a-Option neben Jérôme Boateng, zumal er Bayern die wichtige Komponente "defensive Kopfballstärke" – sonst vielleicht noch ein kleiner Schwachpunkt – verleiht.
Erkenntnis Nummer drei: Selbst der an sich gesetzte Robben hat in Coman einen sprintstarken und unbekümmerten Herausforderer, der ihn diese Saison noch öfter in der Startelf vertreten wird. Der Rest – Neuer, Lahm, Boateng, Alaba, Xabi, Thiago, Costa, Müller und Lewandowski – darf sich mit einer Top-Spiel-Garantie ausgestattet sehen.
Arsenal-Pressing wirkungslos
Anders als im Hinspiel spielte Arsenal nominell diesmal offensiver und attackierte die Bayern zu Beginn des Spiels auch früher, nämlich tief in deren Hälfte. Campbell und Giroud waren dabei erste Anläufer. Doch bei Alabas Vorwärtsdrang war der Rechtsaußen Campbell schnell zum Rechtsverteidiger degradiert und Giroud lief sich alleine schnell die Füße platt.
Da Alaba und Lahm dazu tendierten, im Spielaufbau nach innen einzurücken, schufen die Bayern viele kleine Pass-Dreiecke, durch die sie sich sicher nach vorne kombinierten. So hatte Arsenal meist zwei, drei Spieler vor dem Ball, was den Bayern das Eindringen in den Strafraum, vor allem über außen, einfacher machte.
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