Atlético - FC Bayern: Keine Top-Form - ja und!?

Der FC Bayern München steht im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Atlético Madrid vor der ultimativen Standortbestimmung. Triple-Form? Für die Bayern zählen aktuell nur Ergebnisse. Was ihnen entgegen kommt: Das Caldéron ist kein Ort für Galas. "Wir müssen die großen Spiele gewinnen, dann haben wir die Form gefunden", sagt Thomas Müller.

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Sie wissen, was auf sie zukommt. Atlético Madrid - das ist nicht erst seit der Breakout-Saison der Spanier 2013/14 mit Meisterschaft und Champions-League-Finale der Inbegriff eines unangenehmen Gegners, der undankbaren Aufgabe.
Juhu geschrien haben sie definitiv nicht, als die Rojiblancos, die Rot-Weißen, den bayrischen Rot-Weißen fürs Halbfinale der Champions League zugelost wurden. Aber es nützt ja nichts.
"Das ist eine große Challenge für uns - gegen die vielleicht beste Defensive der ganzen Champions League", sagt Robert Lewandowski für dem Hinspiel im Estadio Vicente Calderón am Mittwoch (20:45 Uhr im Liveticker), einer fürchterlich lauten Arena.

FC Bayern in 2016: 15 Siege, nur eine Niederlage

Auf dem Plan steht: nicht weniger als die ultimative Standort-Bestimmung für die Bayern. So richtig in Top-Form sind sie ja nicht, haderten zuletzt viel mit sich, mit der fehlenden Leichtigkeit. Aber siegten währenddessen fröhlich weiter, lieferten Ergebnis um Ergebnis.
"Es ist nicht leicht, sich alle drei, vier Tage zu Höchstleistungen zu pushen. Vor allem, wenn jeder einen Sieg erwartet", sagt Thomas Müller. Doch geschlagen hat sie seit Dezember eben auch nur Mainz 05, ein Fauxpas, mehr nicht. Die Pflichtspiel-Bilanz in 2016: 15 Siege, vier Remis, nur eine Niederlage - meisterlich. Aber auch: triplewürdig?
Das Gute: Sie wissen, was kommt. Und das macht's interessant. Giftige Zweikämpfe, Galligkeit, Willen - Bayern muss liefern. Nicht wie in Berlin, beim 2:0. "Wir haben alle Duelle verloren, und Fußball ist ein Kontaktsport", moserte Pep Guardiola nach der Partie.

Atlético-Heimspiele: Kein Ort für eine Gala

Hundert Prozent an Einsatz und Leidenschaft braucht es am Mittwoch. Aber Top-Form? Drauf gepfiffen! Spiele bei Atlético taugen nicht zur Gala, niemals ist es das, nachzufragen beim Viertelfinal-Opfer FC Barcelona.
Wie sagte Pep kürzlich? "Wir sind gut, wenn wir Vollgas gehen. Wir haben hier keinen Messi oder Ronaldo, der 50, 60 Tore schießt. Wir müssen laufen, laufen und eine gute Körpersprache zeigen!" Darum geht es im Calderón.
Thomas Müller ist einer, der das kann - gegenhalten, Mätzchen mitmachen. Gesicht zeigen, wenn's hässlich wird. Und am Ende lachen, so typisch Müller. Zum Thema fehlende Top-Form sagt er deshalb auch: "Wir müssen die großen Spiele gewinnen, dann haben wir die Form gefunden."

Bayern bestes Joker-Team der Königsklasse

Ein Plus der Bayern: der breite Kader. Da kann Atlético nicht mithalten, verlor nun auch Abwehrboss Diego Godín mit einer Muskelverletzung - Einsatz am Mittwoch ausgeschlossen. Bayern dagegen erzielte in der Champions League schon vier Tore durch Joker - Topwert (Atlético nur eins).
"Es wurden genügend Spiele schon von der Bank tatkräftig mitentschieden, wir können nochmal richtig Qualität reinbringen", sagte Müller bei "Sky", der weiß: "Es hat nicht jede Mannschaft so viele Optionen."
Es gilt also auch, kühlen Kopf zu bewahren. Ihn oben zu behalten. Franck Ribéry sagt: "Es werden zwei schwere Spiele. Atlético Madrid ist eine starke Mannschaft, die sehr aggressiv spielt und kompakt verteidigt. Aber wir sind Bayern, wir haben eine große Mannschaft und eine sehr große Chance. Wir müssen uns konzentrieren."
Atlético - am Ende vielleicht auch nur ein Mythos, den es zu widerlegen gilt. Müller:
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