FC Bayern vor Benfica Lissabon: Wohin mit Douglas Costa?
Eurosport bei GoogleDouglas Costa war der Spieler der Hinrunde beim FC Bayern München. Auf den Außenbahnen sind Franck Ribéry und Kingsley Coman jedoch in bestechender Form. Vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen Benfica Lissabon tut sich Pep Guardiola also schwer, einen Platz für seinen Brasilianer zu finden. Wobei: So schwer ist es eigentlich gar nicht, wenn man auf die Spiele gegen Juventus zurückblickt.
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Douglas Costa hat einen Gesichtsausdruck besonders gut drauf, den man am besten mit einem Wort beschreibt: Lausbubengrinsen. Da saß er nun, am Montagabend in der Allianz Arena und zeigte seine beste Version davon.
Mit verschränkten Armen blickte er vom Podium und antwortete auf die Frage, was ihn denn bewogen habe zu sagen, der FC Bayern München habe sein Leben verändert. Und meinte:
Lausbubengrinsen.
Bester Spieler der Hinrunde
Douglas Costa hat ja wahrlich einen Kometenstart in die Saison hingelegt. Spieler der Hinrunde der Liga vielleicht, bei Bayern auf jeden Fall. Sprint um Sprint, Dribbling um Dribbling, Torvorlage um Torvorlage.
"Fantastisch und beeindruckend war vor allem seine Konstanz über einen langen Zeitraum hinweg", befand Sport-Vorstand Matthias Sammer in der Winterpause.
Doch mit einer Adduktorenverletzung im November war die Form irgendwie weg. Zwei Torvorlagen gab's für Costa nur in den letzten zehn Bundesliga-Spielen. Dazu trifft der Brasilianer (fünf Pflichtspieltore) nur alle 531 Minuten - der schwächste Wert aller Offensivkräfte des FC Bayern, sogar Thiago ist da besser.
Und so stellt sich vor dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Benfica Lissabon (Di., 20:45 Uhr im Liveticker) die Frage: Ist Costa noch gut genug für die Startelf der Bayern?
Guardiola lobt Costas Qualitäten in der Mitte
Sein Vorteil: Der 25-Jährige kann in Bayerns offensiver Viererreihe jede Position spielen. "Der große Unterschied gegen Juventus Turin in den entscheidenden Phasen war, dass Douglas Costa in der Mitte spielte", lobte Pep Guardiola seinen Schützling am Montag.
In den Achtelfinal-Spielen war er wahrlich entscheidend, bereitete je das erste Bayern-Tor vor.
"Er hat auch beim Pokalspiel gegen Wolfsburg in der Mitte gespielt", meinte Guardiola über das wohl beste Bayern-Spiel dieser Saison. "Er kann aber auch auf beiden Seiten spielen, das ist sehr gut für uns."
Nicht so gut für Costa ist, dass derzeit andere ein bisschen besser drauf sind. So hat er den Zweikampf auf Linksaußen erst mal gegen Franck Ribéry verloren.
Ribéry spielt mittlerweile öfter als Costa
Der Franzose spielte seit Anfang März häufiger als Costa (404:317 Einsatzminuten). Am Montag lobte Manuel Neuer den Siegtorschützen vom Frankfurt-Spiel:
Und Pep meinte: "Das wichtigste ist, dass Franck glücklich ist. Wenn ich ihn jedes Training lachen sehe, wie das aktuell der Fall ist, ist das genug für mich. Ich habe ihn vermisst, fast die letzten zwei Jahre."
Kingsley Coman fit für Benfica
Auf rechts ist derweil Kingsley Coman der Mann der Stunde. Der 19-Jährige kam zwar mit muskulären Problemen aus der Länderspielpause und war gegen Frankfurt nicht dabei, trainierte aber am Montag wieder mit der Mannschaft.
Spielt Coman, vermisst man selbst Arjen Robben (Adduktorenprobleme) kaum - ein Riesenkompliment für den Youngster.
Die Lösung könnte also sein: Costa spielt gegen Benfica in der Mitte neben Thomas Müller - wenn ihn Guardiola denn als passender erachtet als Thiago.
Wo Costa spielt, ist ihm derweil herzlich egal. "Ich bin kein Spieler, der auf eine bestimmte Position festgenagelt ist. Klar fühle ich mich eher links auf dem Flügel zuhause, aber mir ist eigentlich ziemlich egal, wo genau ich eingesetzt werde. Hauptsache, ich spiele", sagte Costa schon im Februar.
Mit Lausbubengrinsen.
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