Real Madrid - Atlético: Toni Kroos steht beim Finale der Champions League besonders im Fokus

In Real Madrids Starensemble ist Toni Kroos der Motor. Der Nationalspieler spielt weniger spektakulär als Cristiano Ronaldo, Gareth Bale und Co. - ist im System der "Königlichen" aber unverzichtbar. Im Finale der Champions-League gegen Atlético Madrid am Samstagabend (ab 20:45 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) wird es daher besonders auch auf den deutschen Weltmeister ankommen.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Am Freitagabend stand Toni Kroos wieder im Mittelpunkt - zumindest rannten die Superstars von Real Madrid um ihn herum. Beim Abschlusstraining der Königlichen vor dem Champions-League-Finale im Giuseppe-Meazza-Stadion verteilte der deutsche Nationalspieler wie immer die Bälle gekonnt im Mittelfeld, er setzte die anderen in Szene. Als im Anschluss ein Gruppenfoto mit Film-Legende Richard Gere gemacht wurde, stand Kroos aber wieder in der letzten Reihe - etwas weiter weg vom Blitzlicht-Gewitter.

Mister Zuverlässig

Im Starensemble von Trainer Zinedine Zidane, das von Superstars wie Cristiano Ronaldo oder Gareth Bale beherrscht wird, spielt der 26-Jährige abseits des Platzes eher die Nebenrolle. Vor dem Endspiel der Königsklasse am Samstagabend (ab 20:45 Uhr im Liveticker) gegen den Stadtrivalen Atlético in Mailand sonnten sich rund um den weltberühmten Duomo di Santa Maria Nascente zwar Tausende spanische Fans im Real-Trikot - viele kleine Kroos' waren aber nicht dabei.
"Es bringt für die Mannschaft nicht viel, wenn ich 400 Mal mit dem Ball jongliere und andere tolle Sachen mache", sagte der Nationalspieler in der "Süddeutschen Zeitung" über seine Rolle im Madrid-Spiel:
In der Champions League verpasste Kroos nur das unbedeutende letzte Gruppenspiel gegen Malmö FF Anfang Dezember (8:0). In allen anderen Partien war der frühere Bayern-Profi in Reals offensivem "weißen Ballett" gesetzt - und begeisterte mit dem, was oft nicht so offensichtlich oder spektakulär ist. Kroos zieht die Fäden, er bestimmt im Mittelfeld zusammen mit Luka Modric Tempo und Strategie. Im Halbfinal-Hinspiel bei Manchester City (0:0) brachte er fast 100 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.

Der Erfolgsfaktor

"Jeder hat seine speziellen Stärken", sagte er:
Sorgen um seine Wertschätzung, vor allem auch bei den "Madridistas", den königlichen Fans, macht sich Kroos, der mit der Nationalelf in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) den EM-Titel gewinnen will, deshalb nicht.
"Die Medien machen jetzt zwar vieles vom Ausgang des Finales abhängig, aber ich habe hier bisher zwei sehr gute Jahre und von Anfang an eine zentrale Rolle in unserem Spiel eingenommen", sagte Kroos und führte aus:
Gerüchte über mögliche Wechsel zurück zu den Bayern, mit denen er 2013 die Champions League gewann, oder zu Manchester City und Pep Guardiola zerstreut der 26-Jährige relativ eindeutig.
Für die Nationalmannschaft ist Kroos' Madrid-Abenteuer ein Segen. "Toni Kroos hat eine tolle Entwicklung gemacht", sagte Bundestrainer Joachim Löw: "Er hat auch in der Nationalmannschaft gezeigt, welche Präsenz, welche Sicherheit und welche Klasse er hat."
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung