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Real Madrid und die Rückkehr zu den "Galaktischen": Toni Kroos mittendrin
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Publiziert 15/02/2016 um 19:43 GMT+1 Uhr
Es sind turbulente Wochen, die Toni Kroos gerade mit Real Madrid erlebt. Erst der Trainerwechsel vom ungeliebten Rafael Benítez zu Klub-Legene Zinédine Zidane, dann die pikanten Vertragsdetails, die das Enthüllungsportal "Football Leaks" veröffentlichte. Kroos lassen die Unruhen kalt. Der Weltmeister zeigte mit einer starken Leistung die richtige Reaktion und ist bereit für die Champions League.
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Beim 4:2-Sieg von Real gegen Athletic Bilbao war Kroos nach Doppelpacker Cristiano Ronaldo der beste Mann auf dem Platz und krönte den starken Auftritt mit seinem ersten Saisontor.
Die Veröffentlichung seiner Vertragsinhalte durch "Football Leaks" traf den Weltmeister ins Mark. Mit dem ebenfalls betroffenen Nationalmannschaftskollegen Mesut Özil soll Kroos sogar eine Klage gegen die Betreiber des Enthüllungsportals prüfen.
Die von außen auf ihn einprasselnden Unruhen lässt Kroos auf dem Feld hinter sich. Seit dem Trainerwechsel zu Zidane können die Fans im Bernabéu wieder den "alten" Kroos bewundern. Der Deutsche ist auf dem Niveau angelangt, das er in seiner ersten Madrid-Saison unter dem baldigen Bayern-Coach Carlo Ancelotti Woche für Woche zeigte.
Mehr Freiheiten für Kroos
"Seine Rolle unter Zidane ist im Prinzip die gleiche wie unter Ancelotti und Benitez", sagt der spanische Eurosport-Journalist Adrian Garcia. Aber worin liegt dann der Schlüssel für Kroos' positive Leistungsentwicklung? Zidane gibt Ballverteiler Kroos das, was ihm Benitez nicht gab: Freiheiten.
Gegen Bilbao stellte Zidane dem Deutschen im Zentrum das kroatische Supertalent Mateo Kovacic zur Seite. Dadurch konnte sich der sonst immer absichernde Kroos in die Offensive einschalten - mit Erfolg. "Die Anwesenheit von Kovacic war der Schlüssel", erklärt Garcia.
Kroos' kongenialer Partner und Matchwinner am Samstag war der unumstrittene Superstar im Madrider Starensemble: Cristiano Ronaldo steuerte zwei Treffer bei und legte den Treffer von Kroos auf. Es waren die Saisontore 20 und21 für den Portugiesen.
Das große "Aber"
Um die Offensive müssen sich die Madrilenen keine Sorgen machen. Schon gar nicht in Heimspielen. 5-5-6-4. Was auf den ersten Blick eine vierstellige PIN sein könnte, steht in Wahrheit für die Anzahl der Heimtreffer in der Ära Zidane. 20 in vier Spielen. Im Schnitt erzielten Ronaldo, Karim Benzema und Co. damit im Schnitt fünf Treffer pro Partie. Zidane dürfte sich an seine aktive Zeit bei den "Galaktischen" zurückerinnert fühlen.
Offensivspektakel schön und gut, in der spanischen Liga mag das funktionieren. Wie immer hat die Medaille aber zwei Seiten. Die Rückseite heißt Defensive und glänzt alles andere als golden. In lediglich zwei von sechs Spielen blieb die hochkarätig besetzte Abwehr ohne Gegentor. Eurosport-Redakteur Garcia führt die löchrige Abwehr in erster Linie auf "Konzentrationsschwächen" zurück, insbesondere "von Topspielern wie Ramos und Varane".
In der Tat erlebte Raphaël Varane gegen Bilbao einen trüben Nachmittag. Vor dem zwischenzeitlichen 1:1 patzte der Franzose entscheidend und "krönte" seinen Auftritt mit einem Platzverweis kurz vor Schluss.
Am Mittwoch muss Real Madrid in der Champions League beim AS Rom ran (ab 20:45 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de). Der Dritte der Serie A ist ein anderes Kaliber als Granada oder Gijon. Zidane muss seiner Defensive den Schlendrian austreiben. Andernfalls landen die "Galaktischen" ganz schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen.
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