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Champions League: FC Bayern München gewinnt bei PSV Eindhoven und wahrt Chance auf Gruppensieg
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Publiziert 01/11/2016 um 20:09 GMT+1 Uhr
Torjäger Robert Lewandowski hat den FC Bayern vorzeitig zum neunten Mal in Folge in die K.o.-Phase der Champions League geschossen. Der Pole erzielte beim leidenschaftlich kämpfenden, aber spielerisch limitierten niederländischen Meister PSV Eindhoven beide Tore (34./Handelfmeter, 74.) zum mühsamen Münchner 2:1 (1:1).
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So lief das Spiel:
PSV Eindhoven musste verletzungsbedingt auf Luciano Narsingh verzichten - dafür durfte Daniel Schwaab von Beginn an ran. Defensiv-Allrounder für Flügelspieler. Dieser Wechsel stand stellvertretend für das Spiel der Niederländer. PSV agierte extrem bissig und körperbetont, verteidigte auf letzter Linie teilweise mit gleich sechs Spielern. So machten sie die Räume enorm eng und pressten bei Signal der Defensive. Eindhoven kam dadurch vor allem in den ersten Minuten gefährlich durch Konterchancen vor das Gehäuse der Bayern.
In der 14. Minute resultierte aus einer solchen Gelegenheit die Führung für die Gastgeber. Nach einem Alonso-Freistoß schaltete Eindhoven um - Bart Ramselaar flankte von rechts in die Mitte. Zunächst scheiterte Davy Pröpper per Kopf an Neuer, den Nachschuss verwandelte Arias. Allerdings aus Abseitsposition.
Die Bayern, bei denen Thomas Müller in die Startelf rotierte, machten nach dem Rückstand mächtig Dampf, spielten starken Kombinationsfußball und preschten mit Chancen im Minutentakt auf die PSV-Abwehrreihen zu. Dabei verlagerten die Münchner ihr Spiel gut auf die Flügel und kamen so durch Flankenbälle immer wieder zu gefährlichen Torraumszenen. In der 30. Minute köpfte Lewandowski eine Robben-Hereingabe noch an den Pfosten - vier Minuten später machte er es besser und verwandelte vom Punkt. Vorausgegangen war ein Handspiel von Andrés Guardado im Strafraum.
Im zweiten Durchgang ein ähnliches, wenn nicht sogar gleiches Bild: Die Bayern dominierten das Spielgeschehen, verlagerten gut und drückten die Hausherren tief in die eigene Hälfte. Eindhoven ließ dies mit sich machen und forcierte weiter das Umschaltspiel. In der Münchner Abwehr ließen Jérôme Boateng und Mats Hummels jedoch selten einen Ball durchkommen.
Das Spiel zog sich lange hin. Oftmals flogen Flanken von Philipp Lahm quer durch die Gefahrenzone, fanden allerdings zu selten einen Abnehmer in der Mitte. In der 73. Minute kombinierten sich die Bayern dann über die linke Flanke zum Erfolg, Douglas Costa und David Alaba harmonierten hervorragend. Der Österreicher flankte in die Mitte und fand dort Lewandowski, der die Kugel aus vier Metern zum Münchner Siegtreffer über die Linie brachte.
Die Stimmen:
Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Es war ein mühsamer Start ins Spiel. Aber wir sind Stück für Stück zurückgekommen und haben uns den Sieg verdient. Es war wichtig, dass wir das Selbstvertrauen nach dem 0:1 nicht verloren haben. Jetzt haben wir noch zwei Spiele, um den ersten Platz zu erreichen. Das ist wichtig, aber das Weiterkommen ist noch wichtiger."
Thomas Müller (FC Bayern München): "Alles in allem hätte es ein Tor höher ausfallen können. Wir können nicht zu hundert Prozent zufrieden sein mit dem Spiel an sich, aber mit dem Ergebnis natürlich schon."
Arjen Robben (FC Bayern München): "Wir haben in der ersten Halbzeit ohne Überzeugung viel zu langsam gespielt und so kamen wir nicht in die Situationen. Wir können das viel besser machen. Dann fehlt einfach etwas und man kommt nicht durch."
Philip Cocu (Trainer PSV Eindhoven): "Wir hatten unsere Möglichkeiten und haben alles getan, um einen Punkt zu gewinnen. Gegen ein Team mit solch einer Klasse haben wir unsere Chancen bekommen, aber manchmal muss man erkennen, dass eine Mannschaft besser ist."
Der Tweet zum Spiel:
Zurück in die Heimat - Gänsehaut-Moment für Arjen Robben...
Das fiel auf: "Bayern-Bonus"? Fehlanzeige!
In der Bundesliga und dem DFB-Pokal wird den Münchnern oftmals ein Bayern-Bonus bei den Schiedsrichtern unterstellt. Vorwurf: die Bayern dürften sich mehr erlauben und würden bei Schiedsrichter-Entscheidungen bevorteilt werden. In der Champions League kann man diesen Vorwurf klar zurückweisen. Gegen Eindhoven hatte der deutsche Rekordmeister alles andere als Glück bei den Entscheidungen der Referees. Der Gegentreffer hätte aufgrund einer Abseitsposition nicht zählen dürfen, zudem wurde den Bayern ein klarer Elfmeter nach einem Foul an Lewandowski verwehrt. Am Ende reichte es dennoch - auch ohne "Bayern-Bonus".
Die Statistik: 19
Lewandowski ist on fire! Bereits in der Bundesliga traf der Pole zuletzt gegen Augsburg doppelt, gegen Eindhoven folgten die nächsten beiden Treffer. Damit hat Lewandowski nun auf Vereins- und Länderebene in 17 Spielen 19 Buden erzielt. Chapeau!
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