FC Bayern: Nico Kovac wird offenbar Nachfolger von Jupp Heynckes

Der FC Bayern hat offenbar einen neuen Nachfolger für Jupp Heynckes gefunden. Nach übereinstimmenden Medienberichten kommt Niko Kovac von Eintracht Frankfurt als Nachfolger für Jupp Heynckes zum Rekordmeister. Der frühere Bayern-Profi Kovac besitzt noch einen Vertrag bei Eintracht Frankfurt bis 2019, soll laut Angaben "kicker" jedoch von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Die größte Baustelle des deutschen Fußballs scheint geschlossen. Nach Informationen der "Sport Bild" hat der FC Bayern einen Nachfolger für Trainer Jupp Heynckes gefunden. Demnach übernimmt Niko Kovac, derzeit noch Coach von Eintracht Frankfurt, zur kommenden Saison die Mannschaft des deutschen Rekordmeisters.
Der 72 Jahre alte Heynckes selbst, der am 9. Oktober 2017 Nachfolger des entlassenen Italieners Carlo Ancelotti wurde und mit den Bayern am vergangenen Samstag die deutsche Meisterschaft vorzeitig gewann, war der Wunschkandidat der Klub-Führung um Präsident Uli Hoeneß für Besetzung des Trainerpostens ab der kommenden Saison. Doch Heynckes lehnte eine Weiterbeschäftigung über das vereinbarte Vertragsende im kommenden Sommer strikt ab.
Nachdem auch Thomas Tuchel abgesagt hatte, galt Kovac als Favorit der Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß, die sich klar für einen deutschsprachigen Trainer ausgesprochen hatten.

Kovac bringt Bruder als Co-Trainer mit

Kovac stand als Spieler von 2001 bis 2003 bei den Münchnern unter Vertrag und hat seitdem ein gutes Verhältnis zu Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Wie die "Bild" berichtet, wird Kovac seinen Bruder Robert, ebenfalls als Spieler bei Bayern aktiv, als Co-Trainer mit in die bayerische Landeshauptstadt bringen.
Zudem soll ihm Peter Hermann, der aktuelle Assistent von Jupp Heynckes an die Seite gestellt werden.

Kovac spricht auf Pressekonferenz

Eintracht Frankfurt und Kovac hatten in der vergangenen Woche den Gerüchten um einen bevorstehenden Wechsel des Coaches zu den Bayern noch deutlich widersprochen. "Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln, dass ich im kommenden Jahr hier Trainer bin", sagte Kovac.
Dass die Bayern Kovac nun trotzdem ohne große Widerstände verpflichten können, liegt daran, dass sich der 46-Jährige bei seiner Vertragsverlängerung bei der Eintracht im Dezember 2016 eine Ausstiegsklausel speziell für den FC Bayern hatte schreiben lassen. Die Bayern überweisen demnach 2,2 Millionen Euro nach Frankfurt.
Kovac ist seit März 2016 Trainer der Eintracht und führte die Hessen überraschend auf Europapokal-Kurs. Zuvor war der langjährige Bundesliga-Profi als kroatischer Nationalcoach tätig.
Die Berichte ließen die Verantwortlichen bislang unkommentiert. Noch ist die Kovac-Verpflichtung also nicht offiziell. Beim FC Bayern liegt der Fokus am Freitag zunächst auf der Champions-League-Auslosung (13:00 Uhr live bei Eurosport). Am Rande derer wird eventuell auch ein Klubboss zu Kovac Stellung nehmen. Niko Kovac selbst stellt sich um 15:00 Uhr in Frankfurt - zusammen mit Sportvorstand Fredi Bobic - den Fragen der Journalisten bei der offiziellen Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 15:30 Uhr im Liveticker).
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung