PSG hält das Financial Fairplay ein - Stars verkaufen? Von wegen!
Paris Saint-Germain verkauft Yuri Berchiche, Javier Pastore und Odsonne Edouard für insgesamt 60 Millionen Euro und hält damit offenbar die Financial-Fairplay-Vorgaben der UEFA für 2018 ein. Eine Strafe oder sogar der Ausschluss von der Champions League soll dem Klub von Thomas Tuchel damit nicht mehr drohen - bis 2019 jedoch muss PSG weitere Einnahmen erzielen.
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Paris Saint-Germain spielte mit den Mega-Transfers von Neymar (222 Millionen Euro) und Kylian Mbappé (180 Millionen Euro) mit dem Feuer, kommt aber zumindest für dieses Jahr gänzlich ohne UEFA-Strafe davon.
Der französische Meister hat angeblich mit seinen jüngsten Transfer-Abgängen so viel Geld eingenommen, dass er die 2018er Vorgaben des Financial Fairplays erfülle. Das zumindest berichten Medien in Frankreich und Spanien.
PSG hatte sich zuvor eines Tricks bedient und Mbappé für die Saison 2017/18 nur von der AS Monaco ausgeliehen. So standen die beiden teuersten Transfers der Fußballgeschichte nicht gemeinsam in einer Saison zu Buche und Paris verschaffte sich in Sachen Financial Fairplay Zeit bis 2019.
Berchiche geht zu Athletic
Allerdings war PSG damit auch für 2018 bei der UEFA noch nicht aus dem Schneider und musste bis zum 1. Juli dringend Spieler für rund 60 Millionen Euro verkaufen - so jedenfalls habe es die UEFA-Finanzbehörde ICFC den Parisern beim Rapport am 20. April nahegelegt.
Statt Top-Stars abgeben zu müssen, reichte es offensichtlich, sich einiger Ergänzungsspieler zu entledigen.
Mit Yuri Berchiche, der Medienberichten zufolge für eine Summe zwischen 20 und 25 Millionen Euro zu Athletic Bilbao wechselt, habe man nun die nötigen Einnahmen nun beisammen. Der spanische Linksverteidiger war bei PSG "nur" Backup von Layvin Kurzawa. Paris macht dabei sogar noch Gewinn, hatte man den 28-Jährigen doch erst vergangenen Sommer für 16 Millionen Euro von Real Sociedad San Sebastían verpflichtet.
Pastore zur Roma, Edouard zu Celtic
Der namhafteste Abgang ist derweil der Argentinier Javier Pastore, der es in der abgelaufenen Spielzeit immerhin wettbewerbsübergreifend auf 1850 Einsatzminuten brachte und nun für 24,7 Millionen Euro zum AS Rom wechselt.
Zudem verkaufte PSG Odsonne Edouard für rund zehn Millionen Euro an Celtic Glasgow.
Damit seien alle Vorgaben für die laufende Saison erfüllt, heißt es.
150 Millionen Euro bis 2019
Ganz aus dem Schneider ist der Klub von Trainer Thomas Tuchel damit jedoch noch nicht. Medienberichten zufolge muss PSG bis zum 30. Juni 2019 Netto-Einnahmen von insgesamt rund 150 Millionen Euro vorweisen - was aber machbar erscheint.
Auf der Verkaufsliste stehen unter anderem die zurückkehrenden Leihspieler Grzegorz Krychowiak, Jesé und Gonçalo Guedes.
Klar ist allerdings: Weitere Blockbuster-Transfer sollten diesen Sommer für PSG nicht mehr drin sein - außer Paris gibt dafür doch noch eigene Stars her. So muss Gigi Buffon (40), der offenbar ablösefrei von Juventus Turin kommt, wohl als namhaftester Neuzugang 2018 herhalten.
Financial Fairplay: AC Milan hat's erwischt
Dass die UEFA durchaus durchgreifen kann, hatten bereits der FC Barcelona, Real Madrid und Atlético Madrid erfahren müssen - allen drei Klubs war in vergangenen Jahren wegen unlauterer Abwerbeversuche jugendlicher Spieler eine Transfersperre auferlegt worden.
Prominentestes "Opfer" der Financial-Fairplay-Regeln ist derweil der AC Mailand: Der italienische Traditionsklub war erst am vergangenen Mittwoch verurteilt worden.
Milan darf die kommenden zwei Saisons nicht am internationalen Wettbewerb teilnehmen, obwohl sich der Klub sportlich für die diesjährige Ausgabe der Europa League qualifiziert hatte.
Medienberichten zufolge will Milan jedoch vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) ziehen und das Urteil anfechten.
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