Champions League | Benedikt Höwedes mit emotionaler Rückkehr nach Schalke

Für den Gruppenzweiten Schalke 04 geht es gegen Lokomotive Moskau sportlich um nichts mehr. Die Rückkehr von Benedikt Höwedes steht daher im Fokus. Im Mai 2017 hatte der Weltmeister von 2014 die letzte seiner 335 Partien für Königsblau bestritten. Trotz der Wiedersehensfreude mit seinen alten Teamkollegen, stellte Höwedes im Vorfeld aber klar: "Das wird keine Spaßveranstaltung."

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Nach 577 Tagen kehrt Benedikt Höwedes in sein "Wohnzimmer" zurück - mit gemischten Gefühlen.
"Einerseits freue ich mich darauf, nach Hause zu kommen", sagte der Weltmeister von 2014 vor dem emotionalen Champions-League-Spiel am Dienstag (18:55 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) mit Lokomotive Moskau bei seiner "alten Liebe" Schalke 04 dem "kicker":

"Keine Spaßveranstaltung" gegen Schalke 04

Schon im Hinspiel hatten beim langjährigen Kapitän der Königsblauen, der am 13. Mai 2017 seine 335. und letzte Partie für die Gelsenkirchener in der Veltins Arena bestritt, die Gefühle verrückt gespielt.
"Ganz, ganz merkwürdig" hatte es der 30-Jährige gefunden, nach dem 0:1 in die Schalker Kabine zu kommen und seine alten Kollegen jubeln zu sehen, weil sie gegen ihn gewonnen hatten.
Auch diesmal will Höwedes seinen "alten Jungs" erst nach dem Schlusspfiff "um den Hals fallen". Denn: "Das wird keine Spaßveranstaltung." Für Schalke, den auf Bundesliga-Rang 13 abgestürzten Vizemeister, geht es sportlich um nichts mehr - Platz zwei in der Gruppe D und damit das Achtelfinale in der Königsklasse sind sicher. Moskau dagegen kämpft noch um die Teilnahme an der K.o.-Runde der Europa League.

Höwedes nach Verletzung bei Lokomotive Moskau

Die Freude über das Wiedersehen hält sich allerdings in Grenzen, wenn es um Schalkes sportliche Führung geht. Zu Trainer Domenico Tedesco und Sportvorstand Christian Heidel will sich Höwedes öffentlich nicht äußern und "das Thema noch mal aufwärmen". Doch der erzwungene Abschied schmerzt noch immer.
Für Tedesco war der 44-malige Nationalspieler nicht mehr gut genug. Erst nahm er ihm kurz nach seinem Amtsantritt 2017 die Kapitänsbinde ab und empörte die Fans, als er ihm beim Wechsel zu Juventus Turin nachrief: "Reisende soll man nicht aufhalten."
Der bitter enttäuschte Höwedes konterte: "Reisende kann man aufhalten, wenn man will." Als er nach einem Jahr in Italien mit zahlreichen Verletzungen und nur drei Spielen zurückkehrte, hatte Tedesco keine Verwendung mehr für ihn. Er wechselte für fünf Millionen zu Lokomotive Moskau, wo er in Sportchef Erik Stoffelshaus und Außenstürmer Jefferson Farfan zwei Ex-Schalker wiedertraf.
Dass Königsblau nach der überraschenden Vizemeisterschaft in der vergangenen Saison tief in die Krise gestürzt ist, erfüllt ihn nicht mit Genugtuung - im Gegenteil: Er wünsche seinen Ex-Kollegen, dass "sie zurück in die Spur finden".
Das erscheint nach dem 1:2 im 175. Revierderby gegen Borussia Dortmund schwerer denn je - zumal fast der komplette Sturm verletzt ausfällt. Tedesco will deshalb "mal etwas Neues probieren". Weil auch Steven Skrzybski (Hämatom im Brustbereich) noch nicht zur Verfügung steht, holte der Coach U19-Angreifer Ahmed Kutucu hoch.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Schalke: Fährmann - Stambouli, Naldo, Nastasic - Caligiuri, Rudy, Schöpf - Harit, Serdar - Teuchert, Skrzybski. - Trainer: Tedesco
Moskau: Guilherme - Ignatjew, Kwirkwelia, Höwedes, Rybus - Denissow, Krychowiak - Farfan, Alexej Mirantschuk, Fernandes - Smolow. - Trainer: Sjomin
Schiedsrichter: Tasos Sidiropoulos (Griechenland)
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