So lief die FC Bayern-Pressekonferenz: Kovac und Kimmich sprechen vor Heimspiel gegen Athen

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Am Mittwoch spielt der FC Bayern München im vierten Spiel der Champions-League-Vorrunde zu Hause in der Allianz Arena gegen AEK Athen. Einen Tag zuvor äußerten sich Trainer Niko Kovac und Joshua Kimmich zum Spiel. Der Nationalspieler sprach dem in der Kritik stehenden Coach im Namen der Mannschaft das Vertrauen aus. Wir fassen die besten Aussagen der Pressekonferenz zusammen.

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Kovac über Rückendeckung

"Die Unterstützung ist intern absolut da. Wir tauschen uns täglich aus. Ob das jetzt öffentlich gemacht werden muss, darüber lässt sich diskutieren. Es ist wie in einer Familie: Wenn wir zusammenhalten, ist es gut. Hält man nicht zusammen, geht die Familie auseinander. Wir müssen zusammenhalten, das ist der springende Punkt. Ich glaube nicht, dass es förderlich ist, wenn Interna nach außen getragen werden. So etwas darf es nicht geben."

Kovac über seine Ansprache

"Wenn ein Spieler beginnt, zu viel nachzudenken, fehlt es ihm an Energie. Wenn man positiv denkt, geht einem alles leichter von der Leber. Wir befinden uns in einer Phase, in der wir viel Arbeit investieren müssen. Es kommt nur nicht genügend dabei heraus. Es bringt aber nichts, wenn wir Trainer nicht positiv denken."

Kovac über die fehlenden Tore

"Ich habe das Glück, mit Peter Herrmann einen erfahrenen Co-Trainer zu haben. Der hat da ein Auge drauf. Ich kann ihnen garantieren, dass wir genauso häufig aufs Tor schießen wie in der letzten Saison. Manchmal kann man nicht alles begründen. Wir arbeiten tagtäglich dran, die Freude und der Spaß sind vorhanden. Wir brauchen mal ein Spiel, das wir mit drei, vier Toren gewinnen. Dann löst sich vielleicht der Knoten"

Kovac über Kingsley Coman

"Kingsley ist ein Top-Spieler, der bei der WM dabei gewesen wäre, wäre er nicht so lange verletzt gewesen. Er wird morgen das erste Mal wieder laufen. Er fühlt sich erstaunlich gut. Wir hoffen, dass wir ihn so aufbauen können, dass er nach der Länderspielpause bzw. am Ende des Monats wieder voll einsatzbereit ist. Wenn er seine Form erreicht, die er hatte, ist er sicherlich ein wichtiger Bestandteil, der uns aktuell schon fehlt."

Kovac über Kritik an seiner Aufstellung

"Ich kann nur sagen, dass wir einen großen, qualitativ hochwertigen Kader haben. Das hier ist wie ein Hase-und-Igel-Spiel: Stelle ich den einen auf, gehen sie zum anderen. Vielleicht sollten wir uns auf die Performance konzentrieren und nicht darauf, wenn ich aufstelle oder nicht. Jeder bekommt seine Chance. Wichtig ist: Wir müssen performen. Wenn ein Spieler auf dem Platz steht, muss er performen. Performt er nicht, muss er Platz machen."

Kovac über Austausch mit seinen Spielern

"Für mich zählt die Meinung jedes Spielers. Wir stehen auch im Trainerteam in regem Austausch. So haben wir das immer gehandhabt. Wir hinterfragen uns immer, um die Jungs gut vorzubereiten. Es gibt immer gute Ideen, aber wir schaffen es derzeit nur, diese über 30 Minuten umzusetzen."

Kovac zur Super League

"Das ist nicht die Frage, die ich beantworten muss. Das sollen andere tun."

Kovac über Kimmichs Leistung im Mittelfeld gegen Freiburg

"Joshuas Selbstkritik spricht für ihn. Wir wissen aus unserer Erfahrung, dass Selbstkritik ein wichtiger Charakterzug für die Entwicklung eines Spielers ist. Er kann das sicherlich besser. Aber das heißt nicht, dass er auf dieser Position nicht mehr spielen wird."

Kovac über Athen

"Es wird morgen nicht leichter werden als in Athen. Das Hinspiel war umkämpft, wir waren aber klar überlegen. Die Tore sind dann spät gefallen, waren aber verdient. Ich erwarte morgen ein ähnliches Spiel, möchte aber das wir überzeugend gewinnen."

Kovac über die Fokussierung

"Das Spiel morgen ist wichtig für den Samstag. Wir müssen es aber trotzdem separat sehen. Mit Erfolgen kann man das nächste Spiel dann gut vorbereiten. Ich habe aber Respekt vor AEK Athen. Deswegen möchte ich nur noch über dieses Spiel reden. Danach geht es sowieso nur noch um Dortmund."

Kovac über die Ausgangslage

"Dortmund ist am Samstag. Lassen sie uns über das morgige Spiel sprechen. Die Partie gegen Athen ist wichtig, wir können mit einem Sieg schon durch sein. Die Atmosphäre in der Mannschaft ist gut - nicht so wie es versucht wird darzustellen."

Wie ist der Plan?

"Wir brauchen Selbstverständnis und Leichtigkeit, müssen unsere Torchancen nutzen. Das ist der Plan, der hat sich durch die Krise nicht verändert. Die Dinge, die wir in den ersten Wochen gut gemacht haben, machen wir jetzt nicht mehr gut. Unser Plan ist nicht schlecht, wir haben ihn nur schlecht umgesetzt."

Kimmich über die Beziehung zum Trainer

"Die Mannschaft steht absolut hinter Niko Kovac. Ich habe schon drei Mal gesagt, dass der Trainer nichts dafür kann, wenn wir das Spiel gegen Freiburg nicht über die Zeit bringen. Wir haben im Moment auch einfach nicht das nötige Glück. Das müssen wir uns wieder erarbeiten. Wir müssen unsere Torchancen besser nutzen und das eigene Tor verteidigen. Das hat nichts mit dem Trainer zu tun. Die Basis für Selbstvertrauen ist immer Leistung. Die Ergebnisse kommen dann von allein."

Kimmich über den Trainer

"Wir sind die, die auf dem Platz stehen. Wir haben die Verantwortung. Als Bayern München darfst du ein Spiel wie gegen Freiburg nicht mehr abgeben, oder dich von einem Regionalligisten hinten reindrängen lassen. Das liegt aber nicht am Trainer, sondern an uns Spielern. Da muss jeder wieder an sein Leistungslimit gehen. Dann werden wir die Spiele auch wieder in anderer Art und Weise gewinnen. Wir tragen die Verantwortung."

Kimmich über die Unruhe

"Es ist klar, dass es langweilig wird, wenn wir sechs Mal nacheinander Deutscher Meister werden. Wenn wir dann mal nicht gewinnen, ist das in Deutschland ein Riesenthema. Mir ist die Unruhe außenrum aber nicht so wichtig."

Kimmich über seine Form

"Das Spiel gegen Freiburg war in meiner Zeit bei Bayern mein schlechtestes. Aber ich bin physisch topfit und habe nicht das Gefühl, dass ich eine Pause brauche. Ob ich als Verteidiger oder im Mittelfeld spiele, entscheidet der Trainer."

Kimmich über die Bayern-Form

"Uns ist die Leichtigkeit abhanden gekommen. Die letzten Spiele - außer gegen Freiburg - haben wir zwar gewonnen. Das waren aber Arbeitssiege. Wir müssen wieder mit Eiern ins Spiel gehen und überzeugt sein, dass wir das Spiel überzeugend gewinnen."

Kimmich zur Fokussierung auf Athen

"Wir wollen uns ein gewisses Selbstverständnis zurückholen. Das ist ein Champions-League-Spiel, da muss man niemanden motivieren. Erst danach kommt Dortmund."
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