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Hrádecký rettet Leverkusen den Sieg gegen Atlético

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Bayer Leverkusen jubelt nach Sieg gegen Atlético

Fotocredit: Getty Images

VonTobias Forstner
06/11/2019 Am 21:53 | Update 06/11/2019 Am 22:53

Bayer Leverkusen hat sein Heimspiel gegen Atlético Madrid am vierten Spieltag der Champions League mit 2:1 (1:0) gewonnen. Thomas Partey (41.) brachte die "Werkself" mit einem Eigentor auf die Siegerstraße, Kevin Volland erhöhte nach der Pause auf 2:0 (55.). Nadiem Amiri sah in der 84. Minute nach einer wilden Grätsche die Rote Karte. Alvaro Morata sorgte für den späten Anschlusstreffer (90.+4).

So lief das Spiel:

Die Leverkusener waren von Beginn an aktiver. Sie hatten viele Ballaktionen im Mittelfeld, schafften es allerdings nur selten, diese ins vordere Drittel voranzutragen. Grund dafür waren vor allem die engmaschigen Atléti-Reihen, allerdings auch die fehlende Kreativität Bayers, um diese zu überspielen. Die Madrilenen fokussierten sich auf die Defensivarbeit und tauchten nur selten in der Offensive auf. Sie brachten keinen ihrer beiden Schüsse des ersten Durchgangs aufs Tor.

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Bayer hatte zwar ein dickes Chancenplus (9:2 Schüsse), kam größtenteils aber lediglich außerhalb des Strafraums zum Abschluss. Torgefahr entstand meist nur nach ruhenden Bällen.

So auch in der 38. Minute, als Nadiem Amiri eine Ecke von links scharf auf den kurzen Pfosten schlug. Felipe verlängerte im Fünfer unglücklich per Kopf und lenkte den Ball an den Querbalken. Von dort sprang er aus der Gefahrenzone.

Drei Minuten später zirkelte Kerem Demirbay einen Eckball von rechts hoch auf den ersten Pfosten. Keeper Jan Oblak wehrte mit den Fäusten ab. Das Spielgerät landete bei Charles Aránguiz, der es von der Grundlinie kratzte und hoch ins Zentrum gab. Dort hatte Thomas Partey bei seinem Klärungsversuch Probleme mit dem Kopfball-Timing, sodass er aus vier Metern zum 1:0 ins eigene Netz nickte.

Die "Werkself" zeigte nach dem Seitenwechsel mit der knappen Führung im Rücken eine deutliche Leistungssteigerung. Folgerichtig stellte die Bosz-Elf in der 55. Minute auf 2:0: Karim Bellarabi gab von rechts scharf ins Sechzehnerzentrum, dort nahm Kevin Volland den Ball mit links an und knallte ihn mit rechts halbhoch zum 2:0 ins rechte Eck.

Anschließend zog sich Leverkusen etwas zurück und die Ballbesitzanteile kippten. Das zweikampfstärkere Gästeteam investierte nun mehr ins Offensivspiel und erarbeitete sich tolle Möglichkeiten. Atlético kam im zweiten Abschnitt siebenmal innerhalb des Strafraums zum Abschluss, aufgrund der mangelnden Präzision sowie eines prächtig aufgelegten Lukáš Hrádecký scheiterten die Hauptstädter aber mit den meisten Versuchen.

Sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit dezimierte sich Bayer selbst. Amiri grätschte Santiago Arias an der Seitenauslinie um und wurde dafür mit der Roten Karte bestraft.

In der vierten Minute der Nachspielzeit bekam der kurz zuvor eingewechselte Aleksandar Dragović in zentraler Position gegen Thomas keinen Zugriff. Atléticos Sechser steckte wenige Meter vor der Box in die linke Strafraumhälfte durch. Dort netzte Álvaro Morata unbedrängt zum 1:2 ein.

Wenig später vergaben die Spanier die Riesenchance zum Ausgleich: Der Ball prallte von einem Leverkusener innerhalb des Sechzehners zu Morata, der aus relativ geringer Entfernung mit seinem Flachschuss am bärenstark parierenden Hrádecký scheiterte (90.+5).

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Die Stimmen:

Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen): "Diesen Sieg haben wir gebraucht - der war bitter nötig. Wir hatten auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite, haben aber verdient gewonnen. Wir haben heute als Team verteidigt und haben die Ruhe bewahrt."

Lukáš Hrádecký (Bayer 04 Leverkusen): "Man konnte anhand der Reaktion auf dem Platz sehen, wie viel es uns bedeutet hat. Wir haben eine harte Phase hinter uns und wollten vor allem in der Champions League ein Ergebnis erzielen."

Der Tweet zum Spiel:

Update: Ihr zweiter Streich an diesem Abend war dann allerdings wieder ein Treffer eines eigenen Akteurs.

Das fiel auf: Unter der Lupe

Einigen hochkarätigen europäischen Spitzenteams wird ein hohes Interesse an Leverkusens Shootingstar Kai Havertz nachgesagt. Das 20-jährige Mittelfeldjuwel wird vor allem immer wieder mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht, doch Havertz selbst machte keinen Hehl daraus, dass er sich durchaus einen Wechsel ins Ausland vorstellen könnte. Er war als Kind großer Fan des FC Barcelona - der den Kreativspieler gegen Atlético unter die Lupe nahm. Barça-Scouts waren beim Spiel vor Ort in der BayArena - Havertz hatte allerdings schon stärkere Auftritte im Leverkusen-Dress.

Die Statistik: 4

Erstmals seit Oktober 2014 gewannen vier deutsche Mannschaften am selben Champions-League-Spieltag. Damals siegten Bayern, Schalke, Dortmund und Leverkusen. Diesmal waren es neben der "Werkself" der FCB, der BVB sowie RB Leipzig.

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