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FC Barcelona siegt bei Inter Mailand - Schützenhilfe für den BVB
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Publiziert 10/12/2019 um 22:55 GMT+1 Uhr
Der FC Barcelona hat auch ohne Lionel Messi und Marc-André ter Stegen in Gruppe F der Champions League 2:1 (1:1) bei Inter Mailand gewonnen und damit Borussia Dortmund ins Achtelfinale verholfen. Carles Pérez (23.) und Ansu Fati (87.) trafen für Barça, Romelu Lukaku (44.) glich zwischenzeitlich für Inter aus. Barcelona stand schon vorher als Gruppensieger fest. Inter muss nun in die Europa League.
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Für den FC Barcelona war bereits vor dem Auswärtsspiel bei Inter Mailand der Gruppensieg sicher - für die Italiener ging es hingegen um den wichtigen zweiten Platz und das Weiterkommen ins Achtelfinale der Königsklasse. Inter spielte hierbei nicht nur im direkten Duell gegen die Katalanen, sondern auch gegen den Rivalen Borussia Dortmund, der im Parallelspiel Slavia Prag empfing. Inter und Dortmund hatten jeweils sieben Punkte auf dem Konto - die Italiener im direkten Vergleich die Überhand.
Zum Unmut von Borussia Dortmund rotierte Barcelona-Coach Ernesto Valverde seine erste Elf mächtig durch: Marc-André ter Stegen und Luis Suárez saßen nur auf der Bank, Lionel Messi reiste erst gar nicht mit zum letzten Gruppenspiel. Aufseiten der Italiener setzte Inter-Trainer Antonio Conte auf die bestmögliche erste Elf.
So waren es auch zunächst die Mailänder, die das Spiel beherrschten und sich immer wieder in die Gefahrenzone kombinierten. Das athletische Sturmduo Romelu Lukaku und Lautaro Martínez war nur selten zu stoppen und erspielte sich mit ihrer individuellen Qualität immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten.
Der Führungstreffer gelang allerdings den Katalanen in der 23. Minute. Nach einem feinen Pass in den Strafraum von Antoine Griezmann auf Arturo Vidal, legte der Ex-Münchner weiter auf Carles Pérez, der aus sechs Metern flach abzog und unhaltbar verwandelte.
Inter war geschockt, benötigte Zeit, um sich zu fangen und selbst wieder aktiver zu werden. In dieser Phase hatten die Spanier die große Chance, das 2:0 nachzulegen, doch Clément Lenglet schoss den Ball freistehend aus sechs Metern rechts am Tor vorbei.
Kurz vor der Pause kämpfte sich Inter zurück und erzielte den wichtigen 1:1-Ausgleichstreffer (44.). Nach einem hohen Ball in die Spitze, machte Martínez die Kugel fest, setzte sich gegen zwei Verteidiger durch und legte für Sturmpartner Lukaku ab, der direkt abzog und flach ins rechte Eck traf.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich auch Barcelona vermehrt am Offensivspiel beteiligte. Inter kam seltener ins letzte Drittel - war jedoch stets gefährlich. Während Borussia Dortmund im Parallelspiel gegen Slavia Prag mit 2:1 in Führung ging, erhöhte sich bei den Italienern der Druck.
Inter setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte, erzielte gleich zweimal den vermeintlichen Führungstreffer - doch beide Male aus klarer Abseitsposition. Die Tore zählten korrekterweise nicht. Barcelona hatte Platz für Konter, doch zeigte sich hierbei nicht effektiv genug. So herrschte extreme Spannung.
In der 87. gelang dem FC Barcelona schließlich die erneute Führung. Der eingewechselte 17-jährige Ansu Fati kam aus 20 Metern nach einem Doppelpass zum Abschluss und verwandelte eiskalt mit einem starken Flachschuss ins linke Toreck. 2:1 für Barcelona und die bittere Erkenntnis für Inter Mailand: Es geht in dieser Saison in der Europa League weiter.
Die Stimmen:
Carles Pérez (FC Barcelona): "Ich war völlig begeistert, mein Debüt in der Champions League zu geben - zu spielen und dann auch noch ein Tor in diesem mystischen Stadion zu schießen ist ein Traum. Es war schwer für uns, ins Spiel zu finden, doch als wir getroffen haben, haben wir die Dinge kontrolliert."
Samir Handanovic (Inter Mailand): "Wir hatten unsere Möglichkeiten, aber wir haben es verpasst, in der zweiten Halbzeit ein Tor zu schießen. Wir wussten, dass sie gut im Kontern waren und es wurde immer schwerer. Wir haben alles gegeben und jetzt müssen wir weitermachen."
Das fiel auf: Brandheißes Duo
Die Inter-Angreifer Martínez und Lukaku mimen zurzeit eines der gefährlichsten Sturmduos Europas. Mit ihrer starken Physis in Kombination mit Schnelligkeit, Dynamik und Abschlussstärke sind sie nur schwer zu verteidigen. Beide verfügen über die Fähigkeit, auch allein in der Offensive Bälle festzumachen, sich gleich gegen mehrere Verteidiger durchzusetzen und zugleich das Auge für den Nebenmann zu wahren.
Die uneingespielte Barcelona-Abwehr hatte erhebliche Probleme und bekam das Duo nie in den Griff. So fiel der 1:1-Ausgleich nach einem simplen hohen Ball in die Offensive - ohne, dass sich Inter im Kollektiv nach vorne bewegte. Die Anwesenheit des Sturmduos genügte. Allerdings genügte es nicht, um den Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse perfekt zu machen, weshalb die Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied - jedenfalls von Martínez - lauter werden dürften.
Der Tweet zum Spiel:
Durch seinen Treffer zum 2:1-Sieg für den FC Barcelona, ist Fati nun der jüngste Torschütze in der Champions League-Historie.
Die Statistik: 1
Angreifer Pérez und Torhüter Neto Murara feierten beide jeweils ein Debüt im Spiel gegen Inter Mailand. Pérez kam zu seinem ersten Champions League-Spiel und traf prompt, Neto machte sein erstes Pflichtspiel zwischen den Pfosten der Katalanen.
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