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FC Liverpool: Nach dem Champions-League-Aus stehen schwere Entscheidungen an
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Publiziert 12/03/2020 um 23:43 GMT+1 Uhr
Der FC Liverpool muss bereits nach dem Achtelfinale gegen Atlético Madrid die Segel in der Champions League streichen. Nach dem Aus in allen nationalen Pokalwettbewerben und der so gut wie sicheren Meisterschaft ist die Saison der Mannschaft von Jürgen Klopp damit im Grunde beendet. Es bleibt viel Zeit, um über die Ausrichtung für die kommenden Spielzeiten nachzudenken.
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"You'll never walk alone", hallte es durch das weite Rund der Anfield Road.
Gerade war das Tor zum 2:3-Endstand gefallen und Atlético Madrid feierte den Einzug ins Viertelfinale der Champions League, da besannen sich die Fans des gescheiterten Titelverteidigers FC Liverpool auf das Wesentliche und sangen ihre Vereinshymne.
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Es war ein Zeichen dafür, dass es wichtigere Dinge gibt als ein gewonnenes Fußballspiel. Besonders in diesen Tagen.
Natürlich aber wollten die Anhänger des englischen Spitzenklubs ihren Jungs auf dem Rasen auch signalisieren, dass bei all den herausragenden Leistungen in dieser Saison, das Aus in Europas Königsklasse eben kein Beinbruch ist. Die seit 30 Jahren herbeigesehnte Meisterschaft steht ja unmittelbar bevor. Immer vorausgesetzt, das Coronavirus führt nicht zur Annullierung der gesamten Saison.
Liverpool: Mit Party ist es jetzt erstmal vorbei
"Die Jungs haben ein super Spiel abgeliefert, hart gekämpft, gut gespielt und zwei wundervolle Tore geschossen. Aber wir haben verloren. Das ist alles", sagte Jürgen Klopp dementsprechend auch relativ entspannt und mit der Gesamtsituation im Reinen, auch wenn er zugab, dass ihn die Niederlage "sehr schmerzt".
Das Große und Ganze hat der deutsche Trainer sowieso immer im Blick. Dementsprechend beschwichtigend wirkte er auf seinen Verein ein. Einen Klub, der in den vergangenen Wochen von Wolke sieben herabgestiegen und irgendwie wieder ziemlich menschlich geworden ist.
"In den vergangenen zweieinhalb Jahren folgte hier Party auf Party auf Party. Aber das ist jetzt vorbei", meinte Klopp. Was bleibt, ist jede Menge Zeit zum nachdenken und planen für den 52-Jährigen und die restlichen Verantwortlichen.
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Wie stellt sich Liverpool zukünftig auf?
Es gibt ja auch diverse Baustellen und Entscheidungen zu fällen, was die Ausrichtung des Teams für die kommende(n) Spielzeit(en) betrifft. Besonders personeller Natur.
Schon in Dortmund war es so, dass Klopp die eigene Mannschaft fast jährlich in größerem Stil umbaute. Das lag sicher auch daran, dass dem BVB in schöner Regelmäßigkeit die besten Spieler weggekauft wurden.
Auf der anderen Seite ist die Philosophie des Fußballlehrers für das eigene Team extrem kraftraubend. Klopp füllt dann mit "frischem Blut" auf. Eventuell denkt man an der Anfield Road auch über diese Vorgehensweise nach.
Ansatzpunkte gibt es - auch in dieser starken Mannschaft - genug:
Da wäre die Position des Ersatztorwarts. Adrián konnte sich bislang nicht als starker Vertretung für Alisson Becker erweisen. Im Rückspiel gegen Atlético war der Spanier kein sicherer Rückhalt. Das bestätigte auch sein Trainer im Nachhinein.
Schon zum zweiten Mal kostete ein Torwart den "Reds" in den vergangenen Jahren fast unmittelbar die Chance auf den Champions-League-Titel.
Kommt Werner?
Vorne ist der Klub enorm gut aufgestellt. Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino bilden eine der besten Sturmreihen der Welt. Es flattern jedoch immer wieder Angebote herein, über die auch - zumindest seitens der Spieler - nachgedacht wird.
Vielleicht wird das Trio in diesem Sommer aufgebrochen und Timo Werner als Ersatz installiert? Es würde dem Team ein ganz neues Gesicht geben.
Doch noch ist das Zukunftsmusik.
Erstmal, so Klopp, müsse man jetzt Meister werden. Dann sehe man weiter. "In der Champions League ist jetzt erstmal Feierabend. Das muss man akzeptieren - aber wie jeder weiß: Wir kommen ja wieder!“, sagte Klopp kämpferisch.
Bis dahin bleibt viel Zeit für eine Analyse.
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