ManCity bezwingt Real Madrid nach Rückstand - Sergio Ramos fliegt vom Platz

Manchester City hat sich im Achtelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid unbeeindruckt von der drohenden Europapokal-Sperre gezeigt. Die Citizens gewannen auswärts bei den Königlichen mit 2:1 (0:0) und haben für das Rückspiel beste Karten für den Einzug ins Viertelfinale. Isco brachte Real nach einer Stunde in Führung (60.). Gabriel Jesus (78.) und Kevin de Bruyne (83./Foulelfmeter) drehten die Partie.

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So lief das Spiel:

Zinédine Zidane gegen Pep Guardiola - Real Madrid gegen Manchester City. Was namentlich ein absolutes Kracherduell war, entpuppte sich zunächst nur als ein sachtes Abtasten ohne jegliche Risikobereitschaft. Beide Mannschaften hatten großen Respekt voreinander, waren darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Die "Königlichen", bei denen Toni Kroos überraschend nur auf der Bank saß, verbuchten in der Anfangsphase zwar deutlich mehr Ballbesitz als die "Citizens", erzeugten dabei allerdings kaum offensive Gefahr.
Erst in der 30. Minute wurde es das erste Mal heiß. Nach einer Flanke von der linken Seite, setzte sich Karim Benzema in der Luft durch und köpfte aus acht Metern auf das Tor. Ederson pariert glänzend, beim anschließenden Nachschuss aus kurzer Distanz rutschte Vinícius Júnior unglücklich weg und vergab so die Führungschance. Doch auch City kam schließlich noch gefährlich vor das Tor. Kurz vor der Pause kam Gabriel Jesus nach einer verunglückten Faustabwehr von Thibaut Courtois aus sieben Metern zum Abschluss, Casemiro klärte auf der Linie.
Im zweiten Durchgang veränderten Real Madrid und Manchester City die Gangart, öffneten das Visier und gingen Risiko. Die Engländer erwischten den besseren Start, kamen in Person von Riyad Mahrez binnen einer Minute zu zwei Chancen (56./57.), doch beide Male rettete Courtois stark und sicher.
Drei Minuten später bestraften die "Königlichen" das Auslassen der Möglichkeiten und trafen nach einem dicken Fehler von Rodrigo, der den Ball im Zentrum direkt in die Füße von Luka Modric spielte. Der Mittelfeldmann schickte Vinícius, der in der linken Strafraumhälfte die Übersicht behielt und auf Isco querlegte. Allein vor Ederson blieb der Madrilene eiskalt und verwandelte flach ins linke Toreck zum 1:0-Führungstreffer.
Manchester City brauchte sehr lange, um eine passende Antwort zu finden. In der 78. Minute flankte Kevin De Bruyne den Ball aus der linken Strafraumhälfte in die Mitte, Jesus setzte sich im Duell gegen Sergio Ramos durch und köpfte den Ball aus sechs Metern zum Ausgleich in die Maschen.
Es war der Startschuss einer Schlussphase, in der wirklich alles für die Gäste lief. In der 82. Minute legte Dani Carvajal den eingewechselten Raheem Sterling im Strafraum, Schiedsrichter Daniele Orsato entschied auf Elfmeter. De Bruyne übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher flach ins linke Eck (83.).
Drei Minuten später dezimierte sich Real Madrid in Person von Ramos. Jesus ging allein auf das Tor zu und wurde kurz vor dem Strafraum vom Innenverteidiger gelegt. Letzter Mann - Platzverweis. So entwickelte sich die zweite Halbzeit zu einem Durchgang zum Vergessen aus Real-Sicht.

Die Stimmen zum Spiel:

Kevin De Bruyne (Manchester City): "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Am Anfang, die erste Viertelstunde, war es ein bisschen schwer. In der zweiten Halbzeit haben wir gut angefangen, die Reaktion nach dem 0:1 war sehr gut, wir haben Chancen bekommen und zwei Tore gemacht."
Nicolás Otamendi (Manchester City): "Das ist ein ganz wichtiger Sieg - gerade im Bernabéu ist es etwas besonderes, zu gewinnen. Wir sind im Vorteil mit diesem Sieg, aber wir wissen das es noch ein Rückspiel gibt."

Das fiel auf: Kein typischer Pep-Fußball

Manchester City performte bei Real Madrid nicht auf Pep-Level, sondern setzte auf eine kompakte Defensive und gezielte Umschaltmomente. Vor allem in der ersten Halbzeit generierten die "Skyblues" sehr wenig Ballbesitz, zogen sich weit zurück und nahmen am Spiel nur selten aktiv teil. Der bekannte Pep-Fußball - Ballbesitz- und breiter Offensivfußball - blieb aus. Dennoch steht am Ende ein wichtiger 2:1-Auswärtssieg gegen die "Königlichen". Der ehemalige Bayern-Trainer hat seine Taktik angepasst, offensichtlich dazugelernt und letztlich alles richtig gemacht. Die Chancen auf das Weiterkommen stehen sehr gut - auch ohne erkennbare Pep-DNA.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 100

Benzema feierte gegen Manchester City das Erreichen eines großen Meilensteins. Er absolvierte sein 100. Champions League-Spiel für die "Königlichen", in denen ihm insgesamt 52 Tore gelangen. Der Franzose ist der sechste Spieler, der diese Marke erreicht. Mittlerweile ist Benzema über zehn Jahre bei Real Madrid beheimatet - 2009 wechselte er für rund 35 Millionen Euro von Olympique Lyon in die spanische Hauptstadt.
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