FC Bayern mit Arbeitssieg gegen Lok Moskau - Süle bricht den Bann

Der FC Bayern hat sein abschließendes Heimspiel in der Champions-League-Vorrundengruppe A gewonnen. Der deutsche Rekordmeister, der bereits vor der Partie als Gruppensieger feststand, setzte sich 2:0 (0:0) gegen Lokomotive Moskau durch und ist damit saisonübergreifend seit 17 Spielen in der Königsklasse unbesiegt. Niklas Süle (63.) und Eric Maxim Choupo-Moting (80.) trafen für den FCB.

Niklas Süle (links, FC Bayern) bejubelt mit Douglas Costa seinen Treffer gegen Lokomotive Moskau

Fotocredit: Getty Images

Bayern Münchens Trainer Hansi Flick verzichtete im Kader auf David Alaba (Belastungssteuerung) und Robert Lewandowski (leichte muskuläre Probleme), zudem fehlte der noch angeschlagene Corentin Tolisso. Dafür feierte Alphonso Davies sein Comeback nach wochenlanger Verletzungspause als linker Außenverteidiger.
Die Gäste veränderten ihre Startelf auf fünf Positionen, reisten zudem mit einer sehr dünn besetzten Bank an - insgesamt hatte Trainer Marko Nikolic fünf Akteure in der Hinterhand. Dabei benötigten die Moskauer zwingend einen Sieg, um zumindest noch die Europa League zu erreichen.
Lokomotive gab Ball und Spiel jedoch von Beginn an ab. Die Münchner liefen gegen sehr tief gestaffelte Moskauer immer wieder an - in den Aktionen fehlte es allerdings oft an Geschwindigkeit und Genauigkeit. Die erste gute Torchance hatte Thomas Müller erst in der 39. Minute. Aus elf Metern setzte er den Ball freistehend ans Außennetz.
Im zweiten Durchgang intensivierte der deutsche Rekordmeister das eigene Offensivspiel, Flick brachte zudem Serge Gnabry für Müller. Der Nationalspieler fand sich gut ein und initiierte einige gefährliche Torraumszenen. In der 54. Minute scheiterte Eric Maxim Choupo-Moting aus fünf Metern mit der Hacke an Guilherme.
Neun Minuten später machte es der aufgerückte Niklas Süle besser. Nach einer Flanke von der linken Seite von Douglas Costa setzte sich der Innenverteidiger im Luftduell durch und köpfte den Ball unhaltbar ins linke Eck. Vorausgegangen war allerdings ein Eckball, den es nicht hätte geben dürfen - der eingewechselte Jamal Musiala war kurz zuvor zuletzt am Ball und eben kein Moskauer.
In der 80. Minute sorgte der FC Bayern München für die Entscheidung. Leroy Sané zog mit einem Dribbling zwei Gegenspieler auf sich und passte den Ball anschließend auf Gnabry, der direkt weiterleitete auf Choupo-Moting. Der Stürmer behielt aus sechs Metern halbrechter Position die Übersicht und verwandelte sicher ins rechte Eck - zum 2:0-Endstand.

Die Stimmen:

Niklas Süle (FC Bayern München): "Wir wissen, wie schwer es ist und worauf es ankommt, um diesen Wettbewerb zu gewinnen. Wir haben eine unfassbaren Teamgeist, den wir in dieser Saison noch des Öfteren brauchen. Mit dieser Mannschaft ist alles möglich."Nikita Iosifov (Lokomotive Moskau): "Der Trainer sagte mir, ich solle nicht ängstlich sein und so spielen wie im Training. Ich war nicht nervös und habe alles getan, um meinem Team zu helfen. Es ist ein wunderbares Gefühl, Champions League zu spielen und es ist schade, dass wir verloren haben."

Der Tweet zum Spiel:

Zwei Akteure, die zuletzt nicht im Flick-Fokus standen, besorgten den Münchner Sieg.

Das fiel auf: Die Rückkehr des Roadrunners

Sechs Wochen fiel der Durchstarter der letzten Saison mit einem Bänderriss im Sprunggelenk aus und feierte überraschend gleich in der Münchner Startelf sein Comeback. Davies zeigte sich in der ersten Halbzeit noch sehr zurückhaltend - so wie die gesamte Mannschaft - machte jedoch vor allem im zweiten Durchgang gute offensive Läufe und war auch im Spiel gegen den Ball ein wichtiger und erfolgreicher Akteur. In der 71. Minute endete der gute Auftritt des Kanadiers, er ging für Lucas Hernández vom Feld. FCB-Trainer Flick hat mit Davies eine wichtige Personalie zurück in seiner Mannschaft - eine gute Nachricht in diesen intensiven Wochen.

Die Statistik: 5

Moskau-Trainer Nikolic sagte vor der Partie: "Jeder, der fit ist, fliegt mit nach München." Auf seiner Bank begrüßte der Coach letztlich allerdings nur fünf Akteure, unter ihnen zwei Torhüter. Kein Kader, um im europäischen Geschäft zu überwintern.
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Quelle: Eurosport

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