Das "Wunder von Budapest" ging die Borussia in der Startelf mit mehr Tempo an. Im Vergleich zum Hinspiel kamen Breel Embolo und Marcus Thuram in die Startelf. Christoph Kramer (nach Verletzung) und Alassane Pléa nahmen zunächst auf der Bank Platz.
Pep Guardiola und die Skyblues wollten das Viertelfinalticket mit viel Ballbesitz und ohne echten Stürmer lösen. Im Vergleich zum Hinspiel nahm der Spanier drei personelle Wechsel vor: John Stones, Kevin De Bruyne und Riyad Mahrez begannen für Aymeric Laporte, Raheem Sterling sowie Gabriel Jesus.
Der Bundesligist begann mutig gegen den Favoriten, stellte City früh und kompakt zu. Manchester ließ – wie zu erwarten war – Ball und Gegner laufen und suchte im richtigen Moment die Lücken. Phil Foden verpasste noch knapp (7.), auf der anderen Seite sorgte Embolo mit einem Schuss immerhin für etwas Gefahr (8.).
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Mit zunehmender Spieldauer wurde der Klassenunterschied deutlich. De Bruyne mit einem tollen Weitschuss zum 1:0 (12.) und Ilkay Gündogan zum 2:0 (18.) stellten früh die Weichen auf Sieg. Gegen ein spielstarkes und variables Manchester City drohte Gladbach eine herbe Klatsche.
Doch der Premier-League-Spitzenreiter schaltete nach den beiden Treffern in den Verwaltungsmodus und die Borussia ließ sich nicht hängen. So gab es ein relativ ausgeglichenes Spiel ohne jegliche Spannung.
Denis Zakaria zeigte in der 41. Minute, wie es gehen könnte. Der Schweizer dribbelte sich durchs Halbfeld und bediente Embolo, dessen Schuss knapp am langen Pfosten vorbeiging. Ansonsten fehlte Gladbach der letzte Wille und Glaube. Auch in den Zweikämpfen konnte sie den Citizens nicht wehtun. Im ersten Durchgang gab es lediglich drei Fouls aufseiten der Gladbacher, die Fohlenelf kam nicht in die Zweikämpfe.
Die Luft war auch in der zweiten Halbzeit raus. City spielte sich den Ball nach Belieben zu. Gladbach stemmte sich erfolgreich gegen eine herbe Klatsche und ließ Manchester nur bis zu einem bestimmten Punkt schalten und walten. Lediglich Mahrez hatte noch eine gute Schusschance, die Yann Sommer zunichtemachte (66.).
Die Fohlenelf zog sich unterm Strich achtbar aus der Affäre und ließ sich nicht auseinandernehmen. Doch um Manchester City ernsthaft zu gefährden, fehlte es in beiden Duellen an Qualität, Selbstvertrauen und Mut. Kapitän Lars Stindl gab nach Schlusspfiff ehrlich zu: "Vielleicht war es eine Nummer zu groß für uns."
Für City geht es am Samstagabend mit dem nächsten K.o.-Spiel weiter. Im Viertelfinale des FA Cups müssen die Citizens zum FC Everton. Auch für die Borussia geht es am Samstagabend weiter. Dann gastiert die Fohlenelf zum Krisengipfel auf Schalke.

Stimmen zum Spiel

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben wenig Zugriff gehabt, hatten wenige Chancen, weil es City unfassbar gut gemacht hat. Wir haben uns viel vorgenommen, doch nach dem ersten Schuss zum 1:0 war es einfach schwierig. Unterm Strich waren sie über 180 Minuten überlegen. In den Phasen, in denen du Ballbesitz hast, hast du wenig Zeit, um tiefe Bälle zu spielen. Zur richtigen Zeit mal ein Tor hätte uns gutgetan. Insgesamt war es vielleicht eine Nummer zu groß für uns."
Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Der Gegner war einfach bärenstark, das muss man neidlos anerkennen. Sicherlich in der Verfassung eine Nummer zu groß für uns. Wir sind zu selten in Ballbesitz gekommen, dann verlierst du auch irgendwann die Überzeugung. In der Summe hätten wir uns mehr erwartet. Nach dem zweiten Gegentreffer haben die Jungs ordentlich reagiert und dagegen gehalten."

Rose gibt nach Pleite zu: "City eine Nummer zu groß für uns"

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Ilkay Gündogan ist aktuell in der Form seines Lebens und sicherlich einer der besten Spieler der Welt. Der deutsche Nationalspieler erzielte gegen Gladbach seinen 15 Treffer in dieser Saison. In 33 Pflichtspielen kommt der Mittelfeldmann auf 18 Scorerpunkte. Starke Bilanz für Gündogan, der das Toreschießen für sich entdeckt hat.
Im Januar und Februar wurde er jeweils zum Spieler des Monats der Premier League gewählt. Mit Hinblick auf die EM darf Gündogan diese Form gerne noch längere Zeit beibehalten.

Das fiel auf: Manchesters Positionsspiel zu viel für Gladbach

Die Gladbacher begannen mutig, doch Manchesters Positionsspiel überforderte die Fohlenelf schon früh im Spiel. Außer Walker, Rúben Dias und John Stones rotierten alle Feldspieler ununterbrochen und wechselten ständig ihre Position. João Cancelo ging ständig ins Zentrum, um noch mehr Anspielmöglichkeiten zu schaffen.
So geschah auch das 2:0, als Phil Foden plötzlich als Linksaußen im Zentrum auftauchte und mit seinem Dribbling die komplette Gladbacher Abwehr aushebelte. Unterm Strich war Manchesters Qualität einfach zu stark für den Bundesligisten.

Die Statistik: 10

Seit Pep Guardiolas Ankunft in Manchester galten die Citizens stets als offensivstark, doch oft machte ihnen die löchrige Abwehr einen Strich durch viele Titelhoffnungen, allen voran in Europa. In dieser Saison scheint vieles anders. Die Sky Blues sind nun seit über zehn Stunden nun ohne Gegentor. Lediglich im ersten Gruppenspiel gegen den FC Porto (3:1) musste Ederson hinter sich greifen. Seitdem gab es sechs Zu-Null-Spiele.
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