In der ersten Halbzeit hatte dieses Champions-League-Achtelfinale Tempo, zwei taktisch gut spielende Mannschaften und Torchancen. Schon in der zweiten Minute musste Marc-André ter Stegen aus dem Strafraum heraussprinten, um einen langen Pass in den Lauf von Kylian Mbappé wegzuschlagen. Paris lief die Gastgeber hoch an, Barcelona war im Spielaufbau gegen taktisch stark spielende Franzosen etwas zu behäbig. Trotzdem ließ Barcelona seine Klasse immer wieder aufblitzen. Pedri steckte stark auf Antoine Griezmann durch, der aus halblinker Position im Strafraum an Keylor Navas scheiterte (14.), in der 21. Minute grätschte Marco Verratti stark Griezmann ab, nachdem der sich durch einen Doppelpass mit Lionel Messi in eine gute Position im Strafraum gebracht hatte.
In der 26. Minute ging Barcelona dann in Führung. Nach einem langen Pass in den Strafraum blieb Frenkie de Jong mit seinem Knie an Layvin Kurzawa hängen und ging zu Boden. Den anschließenden Elfmeter schoss Messi unhaltbar in die rechte obere Ecke. Kurz danach vergab Ousmane Dembélé eine große Chance aus zentraler Position nach einem guten Pass von Messi (29.). In der 32. Minute glich Mbappé traf aus kurzer Distanz mit einem wuchtigen Schuss in die linke obere Ecke zum Ausgleich. Vorausgegangen war ein starker Spielzug über Kurzawa, der von der linken Seite auf Verratti im Strafraum passte, welcher wiederum mit einem Kontakt weiterleitete. Vier Minuten später hielt ter Stegen einen Flachschuss von Kurzawa im Strafraum stark, kurz vor der Pause köpfte Mauro Icardi eine Ecke knapp am rechten Pfosten vorbei (37.).

Moise Keane trifft per Kopf

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VOR 4 STUNDEN
Paris konnte seine starke Spielanlage auch in der zweiten Halbzeit zeigen. Schon in der 47. Minute wurde Mbappé stark von Moise Kean bedient, von außerhalb des Strafraums verpasste er das rechte Eck nur knapp, ein abgefälschter Schuss von Kean im Strafraum zwang ter Stegen zu einer starken Parade (50.). In der 65. Minute landete ein langer Ball bei Rechtverteidiger Alessandro Florenzi an der Grundlinie, seine Hereingabe fälschte ein bedrängter ter Stegen ins Zentrum ab, dort rauschte Mbappé heran und schob zur Führung ein. Kurz danach hielt ter Stegen mit einer Fußparade einen Schuss von Mbappé aus spitzem Winkel.
In den Minuten danach kurbelte Barca das Offensivspiel etwas an, doch Paris zog mit einem Kopfballtreffer von Moise Kean den Stecker. Nach einem Freistoß von Leandro Paredes von der linken Seite aus großer Entfernung war der Stürmer komplett frei, sein Aufsetzer war von ter Stegen nicht zu halten. In der Schlussphase erhöhte Mbappé sogar noch auf 4:1. Nach einem Ballgewinn fuhr PSG einen starken Konter, der eingewechselte Julian Draxler legte auf die linke Seite raus, von wo Mbappé mit einem traumhaften Schlenzer ins lange Eck schoss (85.).

Die Stimmen:

Ronald Koeman (Trainer FC Barcelona): "Das Ergebnis spiegelt wahrscheinlich wider, wie überlegen Paris war. In der ersten Halbzeit war es ausgeglichener. In der zweiten Halbzeit hatten wir defensiv Probleme. Wir müssen vor allem nach der zweiten Halbzeit zugeben, dass der Gegner überlegen war. Das Spiel hat uns gezeigt, dass uns Dinge fehlen, um auf dem besten Niveau zu sein, besonders auf Champions-League-Niveau."
Antoine Griezmann (FC Barcelona): "Das ist nicht das Image, das wir vermitteln wollen. Es war kein gutes Spiel. Wir müssen uns verbessern und weitermachen. Wir werden dorthin fahren, um zu gewinnen. Wir wissen, dass es kompliziert ist, aber wir werden nicht aufgeben.“

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Bei Paris überzeugt die linke Seite

Mit Superstar Neymar fehlte Paris Saint-Germain ein ganz wichtiger Faktor für das Angriffsspiel, doch trotzdem spielte PSG vor allem in der ersten Halbzeit aber auch im zweiten Durchgang mit schönen Passstafetten, viel Tempo, langen Diagonalbällen und allem, was ein strukturiertes Offensivspiel ausmacht. Grund dafür war die starke linke Seite, über welche die meisten Angriff initiiert wurden. Mit dem Tempo des pfeilschnellen Kylian Mbappé hatte die Hintermannschaft Barcelonas große Probleme, aber auch Layvin Kurzawa machte ein ganz starkes Spiel. Der Linksverteidiger schaltete sich häufig in den Angriff ein und war auch im Strafraum zu finden. Den wichtigen Ausgleich leitete er mit einer Direktabnahme aus der Luft nach einem langen Diagonalball auf Verratti ganz stark ein. Drei Tore machen Mbappé natürlich zum Spieler des Spiels.

Kylian Mbappé

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Die Statistik: 4

Der FC Barcelona hat in diesem Achtelfinal-Hinspiel offensiv keine schwache Leistung gezeigt. In der einen oder anderen Situation hätte dem Angriffsspiel etwas mehr Tempo gutgetan, das Problem der Katalanen war aber die Defensivleistung. Und das ist ein Trend. Schon im vergangenen Champions-League-Heimspiel in der Gruppenphase kassierte Barcelona drei Gegentore gegen Juventus Turin. Auch gegen Paris stimmte die Defensivleistung nicht – und zwar auf allen Ebenen. Beim ersten Gegentor konnte man eine Kombination von PSG im eigenen Strafraum nicht stoppen, beim zweiten Gegentor stimmte die Zuordnung nach einer Rückgabe von der Grundlinie nicht. Beim dritten Gegentreffer verteidigten die Katalanen einen Freistoß aus großer Entfernung katastrophal und beim vierten Gegentor konnte Barca bei einem Konter nur hinterherschauen. Vier Gegentore in einem Hinspiel auf eigenem Platz sprechen eine klare Sprache.
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