Nach der Meinung von Didi Hamann muss sich der FC Liverpool nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen Real Madrid neu aufstellen.
In seiner "Sky"-Kolumne stellte der 48-Jährige dabei besonders einen Spieler in den Fokus der Kritik: Thiago Alcantara. Nach Ansicht des TV-Experten sei der Spanier "einer der am meisten überbewerteten Spieler im europäischen Fußball".
In entscheidenden Spielen würde der Mittelfeldregisseur regelmäßig abtauchen: "Wenn es läuft und du viel Ballbesitz hast, ist er ein guter Spieler, aber wenn es hart auf hart geht, sieht man nichts von ihm. Wenn du einen brauchst, der mal Akzente setzt, dann macht er es nicht."
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Für den Kenner des englischen Fußballs ist der Ex-Bayern-Star keine Säule, auf die das Team von Jürgen Klopp bauen kann: "Die Reds müssen aus meiner Sicht die Mannschaft ein Stück weit erneuern, vor allem im Mittelfeld. Ich verstehe den Hype um Thiago nicht."

Hamann identifiziert weitere Schwachstellen

Neben dem 31-Jährigen machte Hamann weitere Schwachpunkte im Mittelfeld der Reds aus: "Keita ist auch eine Enttäuschung, Henderson ist ein Arbeiter. Sie brauchen einen Spieler, der den Unterschied ausmachen kann und der Mannschaft das gewisse Extra gibt."
Hamann, der 2005 mit dem FC Liverpool die Königsklasse gewann, sieht dringenden Transferbedarf. Eine weitere Baustelle dürfte der abwanderungswillige Sadio Mané eröffnen. Für den ehemaligen Nationalspieler eine schwere Aufgabe:
"Sie müssen schauen, wie sie Mané im Sturm ersetzen. Diaz ist zwar ein guter Spieler, aber Mané hat über vier, fünf Jahre regelmäßig seine Tore geschossen. Sein Weggang wird ein riesiger Verlust für Liverpool sein", so der TV-Experte.
Zuletzt wurde der Senegalese mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Für den Rekordmeister wäre der Transfer laut Hamann trotz des voranschreitenden Alters eine Bereicherung: "Mané kann im Sturmzentrum spielen, aber er gefällt mir dort nicht so gut wie auf Außen. Er ist jetzt 30 und könnte irgendwann auf der Neun spielen, wenn er etwas an Geschwindigkeit verliert, so wie es bei Cristiano Ronaldo der Fall war. Auf der anderen Seite ist es für einen Trainer wunderbar, so einen Spieler zu haben, der auf Außen oder in der Mitte spielen kann."
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