Eurosport
FC Barcelona spielt nur Remis gegen Benfica Lissabon und muss um Einzug ins Achtelfinale bangen
Von
Publiziert 23/11/2021 um 22:55 GMT+1 Uhr
Der FC Barcelona hat Benfica in der Champions League mit einem 0:0 in Gruppe E hinter sich gehalten, jedoch den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale verpasst. Das Team von Trainer Xavi zeigte erneut keine Glanzleistung und muss nun zittern: Lissabon hat zwar zwei Zähler weniger, aber den direkten Vergleich gewonnen und am letzten Spieltag ein Heimspiel gegen Kiew. Barça muss dagegen zum FC Bayern.
Gerard Piqué greift sich an den Kopf - FC Barcelona vs. Benfica Lissabon
Fotocredit: Getty Images
Nach dem Erfolg im Derby gegen Espanyol (1:0) ging Neu-Coach Xavi auch im ersten Spiel in der Königsklasse gegen Benfica auf Sieg. Barça benötigte drei Zähler, um sich vor dem letzten Spieltag Platz zwei in der Gruppe E hinter dem FC Bayern München zu sichern. Xavi setzte dabei – wie bereits im Derby – auf viele junge Akteure in der Startelf, unter anderem Yusuf Demir (18 Jahre), Nico González (19) und Gavi (17).
Benfica, das das Hinspiel klar 3:0 gewonnen hatte, agierte gegen den Ball kompakt aus einem 5-4-1-System heraus, versuchte Umschaltmomente zu suchen und nach Standards für Gefahr zu sorgen. Gefährlich wurde zunächst allerdings nur Barcelona.
Die Xavi-Elf dominierte das Spielgeschehen, kombinierte sich teilweise wunderschön in die gegnerische Gefahrenzone – doch nutzte die Chancen nicht. Im ersten Durchgang scheiterten unter anderem González (27.) und Jordi Alaba (28.) aus aussichtsreichen Positionen. Demir traf nur die Latte (43.).
Benfica, das lange blass und passiv blieb und phasenweise bei einer Ballbesitzquote von nur knapp 30 Prozent lag, lauerte nur vereinzelt auf Möglichkeiten.
Nach einer Ecke von der rechten Seite kam Roman Yaremchuk aus vier Metern per Kopf zum Abschluss, Marc-André ter Stegen rettete glänzend (34.). Kurz darauf gelang den Portugiesen die vermeintliche Führung, doch ein herrlicher Schuss von Otamendi aus 16 Metern unter die Latte zählte nicht, weil der Ball bei der vorausgehenden Ecke zuvor die Torlinie überquert hatte (35.).
Im zweiten Durchgang war Barcelona nach wie vor die aktivere Mannschaft, insgesamt war das Spiel jedoch weniger flüssig – viele Zweikämpfe waren die Folge. Xavi wechselte und brachte mit dem genesenen Ousmane Dembélé mehr Tempo über die Flügel (66.). Kurz nach seiner Einwechslung brachte der Ex-Dortmunder den Ball von der rechten Seite in die Mitte, Frenkie de Jong scheiterte jedoch mit einem Kopfball aus sechs Metern am starken Odisseas Vlachodimos (68.).
In der Schlussphase gelang den Katalanen der vermeintliche Führungstreffer – nach einem hohen Ball aus dem Zentrum kam Rechtsverteidiger Ronald Araújo zum Abschluss und verwandelte aus sieben Metern ins lange Eck (83.). Schiedsrichter Sergey Karasev erkannte das Tor aufgrund einer knappen Abseitsposition jedoch nicht an.
Die Katalanen warfen in den Schlussminuten alles nach vorne und ließen sich dabei auskontern. In einer Zwei-gegen-eins-Situation ging der eingewechselte Haris Seferovic alleine auf ter Stegen zu, überlupfte den Keeper, schoss den Ball aber anschließend überhastet aus sieben Metern links am verwaisten Tor vorbei - die Riesenchance zum Sieg (90.+4).
So blieb es beim torlosen Unentschieden. Am 8. Dezember wird sich nun zeigen, wer neben dem FC Bayern München das Ticket für die nächste Runde löst. Der FC Barcelona gastiert in München beim deutschen Rekordmeister, Benfica empfängt Dynamo Kiew. Gewinnt Barcelona nicht in München, reicht Benfica jeder Heimsieg zum Weiterkommen. Barcelona überwintert dann nur in der Europa League.
Die Stimmen zum Spiel:
Xavi (Trainer FC Barcelona): "Die Einstellung der Mannschaft war lobenswert und die Fans waren spektakulär. Wir haben unser Ziel leider verpasst, ansonsten wäre es rundum perfekt gewesen."
Frenkie de Jong (FC Barcelona): "Wir wissen, dass wir höchstwahrscheinlich in München gewinnen müssen, aber wir glauben daran, werden uns gut vorbereiten und es versuchen."
Nicolás Otamendi (Benfica): "Ich bin glücklich, dass die Mannschaft so gut gespielt hat in einem schwierigen Spiel gegen ein Barcelona mit neuem Trainer und neuen Ambitionen. Wir hätten gewinnen und verlieren können, aber wir haben ein starkes Spiel gespielt und darüber bin ich glücklich."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Ein Mann für die Zukunft
Der FC Barcelona holte ihn als Heilsbringer und schon jetzt zeigt sich, welche Absichten Neu-Coach Xavi hat. Den 41-jährigen Spanier prägt ein unbändiger Wille, den eigenen Nachwuchs zu fordern und zu fördern, um Barça den Weg zurück zu glorreichen Zeiten zu ebnen. Die jungen Akteure spüren das Vertrauen des ehemaligen Edeltechnikers, wissen um ihre Chance und bekommen in Barcelona nun ein Umfeld, in dem sie reifen können. Natürlich spielt auch der Erfolgsdruck eine gewisse Rolle bei den ruhmreichen Katalanen, doch Offizielle wie Fans wissen um die Schwierigkeit der Transformation, die der FC Barcelona aufgrund von finanziellen Schieflagen nehmen muss. So ist auch das Aufkommen negativer Trends – begründet durch Formschwankungen junger Akteure – klar mit eingeplant. Fakt ist: Die Basis für eine glorreiche Zukunft ist vorhanden.
Die Statistik: 11
11 von 13 Barcelona-Trainern gewannen ihr Auftaktspiel in der Champions League. Einzig Quique Setíén (1:1 gegen den SSC Neapel im Februar 2020) und nun Xavi spielten Unentschieden.
Das könnte Dich auch interessieren: "Gute Besserung, Lewy": So reagiert das Netz auf das Traumtor
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/11/14/3253854-66594348-2560-1440.jpg)
Tuchel schwärmt von Chelsea-Oberboss Abramowitsch
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung