FC Bayern München fegt FC Salzburg 7:1 vom Feld und steht im Viertelfinal - Lewandowski gelingt Hattrick

Angeführt vom herausragenden Dreifach-Torschützen Robert Lewandowski hat Bayern München das Viertelfinale der Champions League erreicht. Nach dem 1:1 bei RB Salzburg gewann der sehr offensiv eingestellte deutsche Rekordmeister das Achtelfinal-Rückspiel mit 7:1 (4:0), Weltfußballer Lewandowski erzielte dabei innerhalb von elf Minuten einen Hattrick.

Der FC Bayern steht im Viertelfinale der Champions League

Fotocredit: Getty Images

Drei Wochen nach dem 1:1 in Salzburg war der FC Bayern mit Rückkehrer Manuel Neuer zwischen den Pfosten um eine rasche Klärung der Verhältnisse bemüht. Doch auch die junge Mannschaft aus Salzburg hielt vor allem in der Anfangsphase mehr als nur gut dagegen und hätte durch Topchancen von Nicolas Capaldo (3.) und Rasmus Kristensen (4.) sogar in Führung gehen können.
Dann aber stellte sich Innenverteidiger Maximilian Wöber im Duell mit Robert Lewandowski nicht zum letzten Mal an diesem Abend ungeschickt an und brachte den Polen im Sechzehner zu Fall. Lewandowski übernahm den fälligen Strafstoß und schickte Keeper Philipp Köhn zur frühen Bayern-Führung in die falsche Ecke (12.).
Nachdem die Salzburger kurz darauf durch Nicolas Seiwald ihre nächste Topchance liegen ließen (15.), kam Wöber auf der Strafraumgrenze ein zweites Mal zu spät gegen Lewandowski. Der Pole ließ sich auch Gelegenheit Nummer zwei vom Punkt nicht nehmen und verwandelte abermals sicher links unten zum 2:0 (21.).
Und die Lewandowski-Show in der Allianz Arena ging keine zwei Minuten später direkt weiter: Verunsicherte Salzburger bekamen den Ball in der eigenen Hälfte nicht geklärt, Thomas Müller bediente den startenden Lewandowski mit einem traumhaften Pass in die Schnittstelle. Köhn eilte aus seinem Kasten, schoss beim Klärungsversuch aber Lewandowski an, von dessen Oberschenkel der Ball in hohem Bogen an den Pfosten und zurück vor die Füße des Polen sprang. Der Rest war Formsache – 3:0 für die Bayern nach 23 Minuten!
Wiederum nur acht Minuten später gestaltete Serge Gnabry die Angelegenheit noch klarer zugunsten der Nagelsmann-Elf. Nach einem fahrigen Ballverlust von Mohamed Camara bediente Kingsley Coman Gnabry rechts im Strafraum. Mit der Innenseite stellte der Flügelspieler mühelos auf 4:0 (31.).
Nach dem Seitenwechsel ließen die Bayern weiterhin keine Gnade walten und legten durch Müller den fünften Treffer nach. Auf Vorlage von Leroy Sané suchte Müller aus 15 Metern den Abschluss aus der Drehung und versenkte das Spielgerät mit links unhaltbar rechts unten im Netz (54.)
In der Folge schalteten die Bayern endgültig in den Sparmodus und schonten mit zahlreichen Wechseln Stammkräfte für das Ligaduell gegen Hoffenheim am Wochenende. In der 71. Minute kamen die Salzburger schließlich noch zum Ehrentreffer: Nach Brenden Aaronsons Sololauf über den halben Platz sorgte der eingewechselte Maurits Kjaergaard mit einem sehenswerten Abschluss in den linken Knick für das zwischenzeitliche 1:5 aus Sicht der Gäste.
Das letzte Wort hatten an diesem Abend aber einmal mehr die Bayern: Thomas Müller stellte gegen immer müder wirkende Gäste nach Doppelpass mit Sané zunächst auf 6:1 (83.), ehe Sané nach Hackenvorlage von Lewandowski den 7:1-Endstand herstellte (85.).
Die Bayern haben damit alle ihre sechs Europacup-Heimspiele gegen österreichische Teams gewonnen (22:4 Tore) und stehen zum 20. Mal im Viertelfinale der Champions League.

Die Stimmen zum Spiel:

Robert Lewandowski (FC Bayern): "Wir haben das Spiel heute besser kontrolliert als in Salzburg. Es freut mich immer, wenn ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen kann."
Thomas Müller (FC Bayern): "Heute war im Nachhinein schon ein Klassenunterschied zu sehen. Wir hatten mehr Griffigkeit und haben deutlich weniger Chancen zugelassen. Wir hatten heute mehr Ruhe am Ball als im Hinspiel."
Philipp Köhn (FC Salzburg): "Die Enttäuschung ist sehr groß, wir versuchen das zu verdauen. Dennoch können wir trotzdem stolz auf unsere Leistung in der Champions League sein."
Rasmus Kristensen (FC Salzburg): "Das war heute ein Gegner auf einem anderen Niveau. Wir haben am Anfang des Spiels unsere Chancen nicht genutzt, danach war es extrem schwierig. Wir haben alles gegeben, aber es war einfach nicht genug."

Der Tweet zum Spiel: Rekordmann Lewandowski

Das fiel auf: Mismatch Wöber – Lewandowski

Die Bayern wurden an diesem Abend in der Allianz Arena ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht und zeigten den Österreichern in allen Mannschaftsteilen die Grenzen auf. Ein besonderes Mismatch nutzte der deutsche Rekordmeister aber eiskalt zu seinem Vorteil aus. Salzburgs Innenverteidger Wöber fand keine Mittel und Wege, um den wohl besten Mittelstürmer der Welt auch nur im Ansatz an seinem Spiel zu hindern. Immer wieder bewies Lewandowski bei Flanken das bessere Stellungsspiel als sein Gegenspieler und verschaffte sich so wie vor den beiden Elfmetern den entscheidenden Vorteil im Zweikampf. Wöber gewann im gesamten Spiel einen Zweikampf und war gegen Lewandowski - wie so viele Innenverteidiger in Europa - auf verlorenem Posten.

Die Statistik: 104

Manuel Neuer absolvierte gegen Salzburg sein 104. Champions-League-Spiel für den FC Bayern und zog damit an Oliver Kahn vorbei. Kein anderer Torhüter stand in der Königsklasse bei den Münchenern häufiger zwischen den Pfosten.
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Quelle: Perform

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