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FC Bayern zaubert gegen Benfica: Robert Lewandowski mit Dreierpack im Jubiläumsspiel
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Publiziert 02/11/2021 um 22:52 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München hat auch sein viertes Gruppenspiel in dieser Champions-League-Saison gewonnen und löste somit souverän das Ticket fürs Achtelfinale. Gegen Benfica Lissabon hieß es am Ende 5:2 (2:1) aus Sicht des deutschen Rekordmeisters. Zum Mann des Abends avancierte einmal mehr Robert Lewandowski, der in seinem 100. Auftritt in der Königsklasse einen Dreierpack beisteuerte.
Robert Lewandowski traf gegen Benfica dreifach
Fotocredit: Getty Images
Nach zwischenzeitlich vier Partien ohne den an Corona erkrankten Julian Nagelsmann hatten die Bayern wieder ihren Cheftrainer an der Seitenlinie. Der 34-Jährige krempelte seine Startelf nach dem 5:2 bei Union Berlin ordentlich um, so fehlten Lucas Hernández und Niklas Süle angeschlagen. Zudem saßen Thomas Müller, Josip Stanisic und Corentin Tolisso zunächst auf der Bank. Dafür begannen Tanguy Nianzou, Dayot Upamecano, Leon Goretzka, Benjamin Pavard und Serge Gnabry.
Auch bei Benfica saßen zahlreiche Leistungsträger wie der Ex-Dortmunder Julian Weigl nur auf der Bank, die Portugiesen legen ihren Fokus auf die Partien gegen Kiew und Barcelona.
Von Beginn an hatten die Bayern erwartungsgemäß mehr vom Spiel, doch Benfica blieb durch lange Bälle und Standards stets gefährlich. So entwickelte sich eine durchaus interessante und ansehnliche Partie, Gnabry (6.) hatte die erste Möglichkeit für den Tabellenführer der Gruppe E. Die Portugiesen spielten durchaus pragmatisch, kamen damit aber immer wieder nach vorne. Das Tor von Lucas Veríssimo zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht (15.).
Im weiteren Verlauf schraubten die Bayern am 1:0, vor allem über Kingsley Coman waren die Hausherren brandgefährlich. Der Franzose leitete über die rechte Seite viele Angriffe ein, Alejandro Grimaldo stand mehrmals im Eins-gegen-Eins auf verlorenem Posten. Eines dieser ungleichen Duelle sollte schließlich auch zum 1:0 führen: Coman vernaschte Grimaldo, hob die Kugel auf den zweiten Pfosten, wo Robert Lewandowski in seinem 100. Champions-League-Spiel zum 1:0 einköpfte (26.).
In der Folgezeit schafften die Bayern früh klare Verhältnisse, Gnabry traf sehenswert per Hacke zum 2:0 (32.). Wie schon im Hinspiel stand Odisseas Vlachodimos mehrmals im Mittelpunkt, der Ex-Stuttgarter rettete stark gegen Gnabry (36.). Auf der Gegenseite köpfte Morato zum 2:1 ein und sorgte wieder für Spannung (38.). Für die Bayern war dies der erste Gegentreffer im laufenden Wettbewerb. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte Lewandowski per Handelfmeter den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen können, doch der Pole scheiterte äußerst fahrlässig an Vlachodimos, der den Strafstoß festhielt.
Der zweite Durchgang war ein Spiegelbild der ersten Hälfte: Bayern dominierte und erarbeitete sich einige Chance, eine davon nutzte Leroy Sané per Volleyschuss zum 3:1 (49.). Die Gäste verteidigten auch nach dieser Vorentscheidung hoch und ermöglichten den Münchnern so viele Räume im letzten Drittel. Letztendlich bestimmte der deutsche Rekordmeister, wie hoch der Sieg ausfallen sollte. Robert Lewandowski erhöhte nach schönem Konter über Sané auf 4:1 (61.).
Im restlichen Verlauf hatten die Bayern die Partie klar im Griff, sodass es nur noch darum ging, wie hoch der Sieg ausfallen sollte. Doch die Bayern zeigten erneut Schwächen in der Restverteidigung und fingen sich so noch ein unnötiges Kontertor zum 4:2 durch Darwin Nunez (74.). Spannung sollte dennoch nicht mehr aufkommen, dafür waren die Bayern zu dominant und konnten jederzeit einen Gang hochschalten. Der eingewechselte Thomas Müller und Serge Gnabry vergaben aus aussichtsreichen Positionen (79.).
So war es Robert Lewandowski vorbehalten mit seinem dritten Tor auf 5:2 zu stellen. Erneut verteidigte Benfica sehr hoch und wurde von einem langen Ball von Manuel Neuer überrascht, den der Stürmerstar per Heber vollendete (86.). Unterm Strich ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg für die Bayern, die durchaus noch deutlicher hätten gewinnen können.
Für die Bayern geht es am Samstag mit dem Topspiel in der Bundesliga weiter. Um 15:30 Uhr gastieren die bislang ungeschlagenen Freiburger in München.
Die Stimmen zum Spiel
Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern München): "Es hat Spaß gemacht, das habe ich auch den Jungs gesagt. Natürlich haben wir zwei Tore gekriegt, den Standard hatten wir auch anders besprochen. Aber es war ein unfassbar gutes Spiel von uns, besser als die Spiele in den letzten Wochen. Sehr gute Kontrolle, sehr gut anzuschauen. Es war ja mein erstes Spiel mit mehr Zuschauern, das war schon schöner. Die anderen werden unsere Bilanz schon auf dem Schirm haben. Wir sind jetzt qualifiziert, das ist ein erster Schritt. Aber es gibt schon andere Teams, die auch gut sind, doch wir gehören auch dazu. Leroy Sané hat ein herausragendes Spiel gemacht. Er hat viele Aktionen, Tor vorbereitet, Tor gemacht. Er war unglaublich stark. Er spielt unglaublich gut, ist extrem torgefährlich und hat heute sein aktivstes Spiel gemacht."
Robert Lewandowski (FC Bayern München): "Ob es das perfekte Spiel war, weiß ich nicht, immerhin habe ich ja auch einen Elfmeter verschossen. Aber lieber früher als später. Ich habe ihn einfach falsch geschossen. Zum Glück haben wir noch weitere Tore geschossen und wir haben drei Punkte. Ich hätte nie geglaubt, dass ich mal so viele Spiele in der Champions League mache, so viele Tore erziele ... In den ersten 20 Minuten habe ich wenige Bälle bekommen. Wir sind mit sechs überragenden Spielern vorne, da ist es für mich als Stürmer oft schwierig, den richtigen Raum zu finden. Mit dem ersten Tor läuft es dann besser. Die Gegentore nerven auch schon, aber das motiviert uns auch."
Das fiel auf: Das ungleiche Duell mit Coman und Grimaldo
Der FC Bayern hatten in der Offensive erheblich Vorteile gegenüber der Benfica-Defensive. Allen voran Kingsley Coman und Alejandro Grimaldo lieferten sich ein ungleiches Duell. Der Spanier stand im Eins-gegen-Eins oft auf verlorenem Posten und kam mit dem schnellen Franzosen überhaupt nicht zurecht. Coman lieferte im ersten Durchgang ein Assist und gab vier weitere Torschussvorlagen. Dieses "Duell" auf Bayerns rechter Seite war in der ersten Halbzeit der Schlüssel zum Erfolg.
Tweet zum Spiel:
Die Bayern zeigten gegen teilweise überforderte Lissaboner ihre ganze offensive Qualität. Allen voran das 2:0 durch Serge Gnabry war das Eintrittsgeld wert. Lewandowski bediente den deutschen Nationalspieler mustergültig, der sehenswert per Hacke traf.
Die Zahl: 104 in 100
Robert Lewandowski ist mit dem Spiel gegen Benfica in einen elitären Kreis eingetreten. Der Superstar absolvierte sein 100. Spiel in der Champions League und ist nun in der Top 40. Aus der aktuellen Mannschaft haben nur Manuel Neuer (123 Spiele) und Thomas Müller (128) mehr Partien in der Königsklasse bestritten. Der Stürmer bescherte sich mit seinem Dreierpack und den Toren Nummer 79 bis 81 in diesem Wettbewerb selbst. Nimmt man die 23 Vorlagen dazu, kommt Lewandowski auf starke 104 Scorerpunkte. Besonders: Kein Spieler hatte nach 100 Spielen mehr Treffer als RL9. Selbst Messi (75 Tore) und Ronaldo (64) kamen nicht auf so viele Tore.
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Quelle: Eurosport
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