Das Powerplay der Londoner in der Schlussphase brachte zwar noch etliche gute Gelegenheiten - die letzte vergab Havertz per Kopf in der Nachspielzeit, der Ausgleich aber wollte nicht mehr fallen.
Timo Werner bekam keine Chance, als Joker die Partie noch zu wenden, er verbrachte den ganzen Abend in Turin auf der Bank.
Für Chelsea war es die zweite Niederlage in Serie nach dem 0:1 in der Premier League gegen Manchester City, für Juve ein weiterer eindrucksvoller Schritt aus der Krise der ersten Saisonwochen.
Champions League
Wohl längere Pause: Erste Diagnosen bei Werner und Lukaku
21/10/2021 AM 05:52
Turin ist damit nun Tabellenführer in der Gruppe H nach dem zweiten Spieltag der Gruppenphase.

So lief das Spiel:

Chelsea startete voller Elan in die Partie: Gleich zu Anfang verzeichnete Romelu Lukaku (7.) die erste Halbchance nach einer Ecke von Marcos Alonso, der Abschluss war jedoch zu unplatziert. Danach machten die Blues einerseits durch Ballbesitz und Spielkontrolle, aber auch durch haarsträubende Ballverluste auf sich aufmerksam. So war Federico Chiesa nach einem Schnitzer der Londoner auf und davon, sein Rechtsschuss aus knapp zehn Metern strich jedoch knapp am linken Pfosten des Tors von Tor von Edouard Mendy vorbei (20.). Dieses Bild zog sich durch die gesamt erste Halbzeit – Chelsea spielbestimmend, aber meist ideenlos, die Gastgeber dafür mit schnellem Konterspiel, aber auch mangelnder Chancenverwertung.
Nach der Halbzeit ging es dafür blitzschnell. Direkt nach dem Anstoß stürme Juventus nach vorne, eine Kopfballverlängerung landete bei Federico Bernardeschi, der wiederum auf Chiesa durchsteckte, welcher das Leder links im Sechzehner an Mendy vorbei hoch in die Maschen zimmerte – da waren gerade einmal gut zehn Sekunden gespielt.

Juve - Chelsea: Federico Chiesa und Antonio Rüdiger im Duell

Fotocredit: Getty Images

In der Folge war der FC Chelsea weiterhin bemüht, scheiterte aber immer wieder am heute überragenden Defensivspiel der Innenverteidigung um Leonardo Bonucci und Mattijs De Ligt. Die Abwehrspieler der Alten Dame blieben über das gesamte Spiel nahezu fehlerlos und neutralisierten den hochkarätig besetzten Sturm der Blues exzellent.
In der Schlussphase gelang dann Lukaku endlich einmal der Durchbruch (83.): Ross Barkley bediente den Belgier schön links im Strafraum, doch der Vollspannschuss des Belgiers donnerte Zentimeter über die Latte hinweg. Schließlich hatte Kai Havertz in der letzten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich auf dem Kopf, aber der Deutsche vergab ebenfalls leichtfertig und setzte einen Kopfball nach einer Ecke unbedrängt aus etwa fünf Metern über den Querbalken.

Die Stimmen zum Spiel:

Federico Chiesa (Torschütze, Juventus): "Es war ein schwieriges Spiel, weil Chelsea die Ballkontrolle übernommen und uns in die Verteidigung gezwungen hat. Aber wir haben Kampfgeist gezeigt und die Taktik des Trainers gut umgesetzt. So konnten wir die Fehler von Chelsea heute entscheidend bestrafen."
Thomas Tuchel (Trainer Chelsea): "Auf diesem Niveau dürfen wir kein so einfaches Tor nach ein paar Sekunden zulassen! Wer gegen Juventus spielt, weiß was einen erwartet, und wir haben normalerweise auch die Qualität, dagegen zu halten. Aber wir sind unter unseren Möglichkeiten geblieben und wurden gnadenlos bestraft."

Der Tweet zum Spiel

Das fiel auf: Juve-Bollwerk nicht zu knacken

Die Juventus-Innenverteidiger glänzten mit einer überragenden Leistung. Wem es gelingt, die hochkarätige Chelsea-Offensive über 90 Minuten nahezu vollständig zu neutralisieren, der hat alles richtig gemacht.

Die Statistik: 16

An Versuchen mangelte es Chelsea mit 16 Torschüssen nicht, aber gegen Juve war an diesem Abend nichts auszurichten.
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