PSV Eindhoven und Mario Götze verpassen Champions League - Benfica Lissabon zittert sich in Gruppenphase

Ex-BVB-Star Mario Götze und die PSV Eindhoven haben den Einzug in die Gruppenphase der Champions League 2021/22 verpasst. Das Team des deutschen Trainers Roger Schmidt kam im Playoff-Rückspiel zuhause gegen Benfica Lissabon trotz bester Chancen und einer Stunde in Überzahl nicht über ein 0:0 hinaus. Das Hinspiel hatten die Portugiesen im Estádio da Luz mit 2:1 gewonnen.

Mario Götze (l.) verpasst mit der PSV Einhoven die Champions League

Fotocredit: Getty Images

PSV-Trainer Roger Schmidt schickte seine beste Elf ins Rückspiel gegen den portugiesischen Traditionsverein. So standen mit Mario Götze, Philipp Mwene, Philipp Max und André Ramalho vier ehemalige Bundesligaspieler in der Startelf.
Auf der Gegenseite bot Benfica einige erfahrene und robuste Spieler auf, darunter Julian Weigl, der im Hinspiel das zwischenzeitliche 2:0 erzielte. Benfica-Trainer Jorge Jesus zog die richtigen Lehren aus dem Hinspiel und brachte mit Weigl lediglich einen Sechser. Der Ex-Dortmunder schränkte zusätzlich den Aktionsradius von Mario Götze enorm ein. Mit Joao Mario und Adel Taarabt positionierten sich davor zwei Achter, die der PSV das Aufbauspiel erheblich erschwerten. Auch die sehr hohe Verteidigung der Portugiesen machte es der PSV sehr schwer hinter die Abwehrkette zu kommen.
So sahen die 23.000 Zuschauer zwei sich neutralisierende Mannschaften, ein Spielfluss kam lange Zeit nicht zustande und es dauerte eine halbe Stunde, ehe es zu Torraumszenen kam. Zunächst zielte Rafa aus wenigen Metern über den Kasten (28.), dann setzte Max eine Direktabnahme ans Außennetz (30.). Dann folgte der größte Aufreger der ersten Hälfte: Der bereits verwarnte Lucas Veríssimo fuhr im Luftzweikampf den Ellenbogen aus und traf Cody Gakpo im Gesicht (32.). Gelb-Rot - und damit Überzahl für die PSV! Für die Gäste wäre es beinahe doppelt bitter gekommen, doch ein Schuss von Nonso Madueke verfehlte ganz knapp das Tordreieck (35.), kurz vor der Halbzeit scheiterte der Rechtsaußen an Odysseas Vlachodimos (42.).
Trotz Überzahl kam die PSV auch im zweiten Durchgang lange Zeit nicht wirklich ins Spiel. Viele Aktionen basierten auf Einzelleistungen, Benfica machte die Räume clever zu und so sah das Offensivspiel der Hausherren lange Zeit sehr unrund aus. Insbesondere im Zentrum war kein Durchkommen. Dennoch hatte die PSV durch Eran Zahavi die 1000-prozentige Chance auf das 1:0: Der Israeli stand nach einem Querpass frei vor dem leeren Tor, traf aber nur die Latte (62.). Mit viel Glück überstand Benfica diese Drangphase.
Im weiteren Verlauf tat sich Eindhoven weiterhin sehr schwer. Der Ballbesitz nahm stetig zu, doch im Offensivspiel fehlte es an Präzision und Durchschlagskraft. Eindhoven stand sich bei vielversprechenden Aktionen oft selbst im Weg. Benfica hatte keine große Mühe, um das Unentschieden über die Zeit zu retten und konnte sich auf Odysseas Vlachodimos verlassen. Der Deutsch-Grieche vereitelte gleich zwei Mal gegen Yorbe Vertessen und hielt die Null und somit den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase fest (85.).
Das Hinspiel hatte Benfica zuhause 2:1 gewonnen.

Stimmen zum Spiel

Mario Götze (PSV Eindhoven): "Am Ende lag es an der Effizienz im letzten Drittel. Wir hatten viel Ballbesitz und viele Abschlüsse, müssen so einfach das Tor machen. So liefen wir dem Ergebnis aus dem Hinspiel hinterher. Die Enttäuschung ist riesig. Wir haben ein Jahr gespielt, um hier zu sein. Wir waren dominant, hatten genügend Torchancen. So ist es bitter, dass wir noch einmal in die Europa League müssen."
Julian Weigl (Benfica Lissabon): "Es war anders, als wir es uns vorgestellt haben. Natürlich haben wir uns mit elf Spielern darauf vorbereitet, aber so ist es eben. Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft, wie wir mit zehn Mann gefightet haben. PSV hat ein Riesenspiel gemacht, sie haben uns hinten rein gedrückt. Doch bei uns ist jeder für den anderen gelaufen. Mario kann man nicht immer ausschalten, aber da ich ihn gut kenne, bin ich ganz gut zurechtgekommen. Keiner war sich zu schade, nach hinten zu arbeiten. So haben wir unser erstes großes Ziel der Saison erreicht. Das wird uns auch für die Liga nochmal pushen und uns enger zusammenbringen. Benfica ist ein extrem großer Klub, der da auch hingehört."
Philipp Max (PSV Eindhoven): "Wir wollten unbedingt heute in die Champions League einziehen, haben alles dafür getan. Leider haben wir es heute nicht geschafft, das Tor zu machen. Trotz einstündiger Überzahl kamen wir nicht zu so vielen ganz klaren Torchancen, das müssen wir uns ankreiden und deswegen macht es das Ganze umso bitterer. Ich glaube, wenn das erste Tor fällt, dann werden wir auch das zweite machen."

Das fiel auf: Julian Weigl gibt den Götze-Sonderbewacher

Dieser Taktik-Kniff von Jorge Jesus ging voll auf: Der Portugiese stellte Julian Weigl als Sonderbewacher von Mario Götze ab. Weigl folgte dem Weltmeister von 2014 beinahe auf Schritt und Tritt. So kam Götze nicht richtig ins Spiel, ließ sich immer wieder fallen und konnte so dem Spiel seinen Stempel nicht aufdrücken. Weigl gewann im ersten Durchgang 100 Prozent (!) seiner Zweikämpfe.

Tweet zum Spiel

Odysseas Vlachodimos bewies in beiden Playoff-Spielen seine internationale Klasse. Insbesondere im Rückspiel erwies sich der ehemalige Stuttgarter als starker Rückhalt und brachte sein Team mit starken Paraden in die Champions League. Vlachodimos war in Eindhoven der Man of the Match!

Die Statistik: 16

Für den portugiesischen Dauergast in der Königsklasse folgt nun die 16. Teilnahme an der Champions League. Natürlich wollen alle Vereine und Spieler um den wichtigsten Vereinspokal der Welt spielen. Doch auch das Geld spielt eine Rolle. Die Qualifikation bringt Benfica Mehreinnahmen von 16 Millionen Euro ein. Geld, das in zusätzliche Spieler reinvestiert werden kann.
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Splendid goal by Emil Konradsen Ceïde for Rosenborg in Eliteserien : with Norwegian commentary

Quelle: Eurosport

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