RB Leipzig scheidet nach Remis gegen PSG um Mbappé und Neymar aus der Königsklasse aus

RB Leipzig ist aus der Champions League ausgeschieden. Die Sachsen mussten sich am 4. Spieltag gegen Paris Saint-Germain mit einem 2:2 (1:2) begnügen und haben damit keine Chance mehr, die K.o.-Runde zu erreichen. Christopher Nkunku (8.) und Dominik Szoboszlai (90.+2) trafen für RB, André Silva scheitert vom Punkt (12.). Georginio Wijnaldum erzielte beide Treffer für die Gäste aus Paris (21./39.).

Presnel Kimpembe (PSG; links) im Zweikampf mit Christopher Nkunku (RB Leipzig)

Fotocredit: Getty Images

Nach nicht einmal einer Spielminute tauchte RB-Stürmer André Silva bereits unbedrängt vor Paris-Torwart Gianluigi Donnarumma auf. Der Stürmer stand jedoch im Abseits (1.). Die Roten Bullen pressten von Beginn an, setzten die PSG-Abwehr unter Druck und belohnten sich.
Aktivposten Silva eroberte den Ball in der Pariser Hälfte nach einem schlampigen Zuspiel von Ángel di Maria und bediente mit der Flanke von links den im Strafraum frei stehenden Christopher Nkunku, der den Ball per Kopf im Kasten von Donnarumma unterbrachte (8.).
Der Führungstreffer war den Leipzigern nicht genug, sie marschierten weiter Richtung PSG-Tor und Nkunku erzwang einen Fehler im Spielaufbau der Franzosen. Als Silva dann im Strafraum von Danilo Pereira zu Fall gebracht wurde, zeigte Schiedsrichter Ekberg auf den Punkt. Der gefoulte Portugiese schnappte sich das Leder selbst, scheiterte jedoch am italienischen Schlussmann (12.). Leipzig machte weiter Druck und kam durch Konrad Laimer sowie Nkunku in aussichtsreichen Positionen zum Abschluss, doch beide vergaben.
Wenig später konterte Paris den Leipziger Ansturm mit dem Ausgleich aus dem Nichts. Kylian Mbappé wurde im Strafraum nach Kombination zwischen Neymar und di Maria steil geschickt und bediente Georginio Wijnaldum, der vor dem Tor cool blieb (21.).
Nach dem Ausgleich verflog die extreme Leipziger Dominanz. Auch wenn sie weiter fleißig anliefen, erspielten sie sich keine Großchancen mehr, während sich Paris auf die Abwehrarbeit konzentrierte. Dann kam es, wie es kommen musste. Wieder bewies der Hauptstadtklub gnadenlose Effizienz. Es war erneut Wijnaldum, der nach einer Ecke und Kopfballablage von Marquinhos aus dem Rückraum frei vor Peter Gulacsi einnickte (39.).
In der zweiten Hälfte begannen die Leipziger nicht zielstrebig genug, wodurch der pfeilschnelle Mbappé gleich zweimal die Chance auf das 3:1 nach PSG-Konter hatte. Nachdem sich Achraf Hakimi und Idrissa Gueye durch den Strafraum kombinierten, scheiterte Mbappé aus halblinker Situation nur knapp mit dem Schlenzer (52.).
Einige Minuten später überlief der französische Nationalspieler Leipzig-Verteidiger Nordi Mukiele auf links und vergab aus spitzem Winkel gegen RB-Schlussmann Gulacsi (64.). Mitte der zweiten Periode schalteten die Roten Bullen wieder einen Gang höher und sorgten für Gefahr im Strafraum von Paris. Donarumma segelte an einer Nkunku-Flanke vorbei, doch weder Yussuf Poulsen noch Angelino konnten den Ball aufs Tor befördern (65.).
Einige Minuten später hatte der eingewechselte Dominik Szoboslai nach einer flachen Flanke von Nkunku hinter die Pariser Abwehr-Kette die Großchance zum Ausgleich auf dem Fuß, vergab jedoch kläglich (72.).
Es schien, als würden die Leipziger auch im Rückspiel mit leeren Händen davon gehen, doch das Team von Jesse Marsch gab sich nicht auf und belohnte sich für seine gute Leistung in der Nachspielzeit. Nach einem Eckball stützte sich PSG-Verteidiger Presnel Kimpembe auf Nkunku auf und brachte den Angreifer zu Fall – Elfmeter nach Videobeweis.
Szoboszlai schnappte sich die Kugel und nagelte sie neben den linken Pfosten (92.+2.). Keine Chance für Donnarumma.

Die Stimmen zum Spiel:

Jesse Marsch (Trainer RB Leipzig): "Wir haben von Anfang an wirklich gut gespielt. Und am Ende denke ich, dass wir besser waren. Dass wir aus zwei guten Leistungen gegen eine so gute Mannschaft nur einen Punkt geholt haben, ist etwas enttäuschend, aber für uns ist es trotzdem ein großer Schritt."
Mauricio Pochettino (Trainer Paris St.-Germain): "Es ist schwer zu sagen, dass ich mit unserer Spielweise glücklich bin, weil wir alle enttäuscht sind, das Spiel unentschieden gespielt zu haben. Ich denke, wir haben uns genug Chancen geschaffen, um das Spiel zu beenden, aber insgesamt war das Ergebnis fair. Wir müssen es analysieren, aber manchmal muss man zugeben, dass deine Gegner etwas verdienen, weil sie eine sehr gute Mannschaft sind."
Dominik Szoboszlai (RB Leipzig): "Heute wäre mehr drin gewesen. Wir können aus dem Spiel aber wieder viel mitnehmen, da wir bis zum Ende gekämpft haben und vor allem auch in der ersten Halbzeit spielerisch überzeugt haben. Daran wollen wir gegen Dortmund anknüpfen."
Christopher Nkunku (RB Leipzig): "Wir sind gut ins Spiel gekommen und schnell in Führung gegangen, haben es dann leider verpasst das 2:0 nachzulegen. Am Ende haben wir uns immerhin noch mit dem mehr als verdienten Ausgleich belohnt und einen Punkt geholt. Natürlich wollten wir heute unbedingt drei Punkte mitnehmen. Trotzdem haben wir eine starke Leistung gezeigt, alles gegeben und diese Performance wollen wir nun auch am Samstag gegen den BVB wieder abrufen."
Geogrinio Wijnaldum (Paris St.-Germain): "Wir haben viele Chancen kreiert, aber auch einige verschenkt und deshalb sind sie im Spiel geblieben. Manchmal haben wir es ihnen leicht gemacht."
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Neymar-Fanboy! RB-Trainer kritisiert Schiedsrichter scharf

Quelle: Perform

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Pressing- und Tor-Maschine Nkunku

Wenn die Roten Bullen ihr hohes und dominantes Pressing mit voller Energie umsetzen, können sie jede Mannschaft der Welt aushebeln. Das wurde auch heute wieder deutlich. Entscheidender Mann im Leipziger Offensivpressing ist Christopher Nkunku, der heute immer wieder durch effektive Läufe und hohes Anlaufen Ballverluste im Pariser Spielaufbau provozierte. Doch nicht nur das offensive Verteidigen liegt dem Franzosen, gegen Paris war er auch der entscheidende Kreativfaktor, wenn es um das Herausspielen von Torchancen ging. Insbesondere vor dem Tor zeigte Nkunku heute wieder seine Qualität. Sein Kopfballtreffer war bereits sein fünftes Tor im laufenden Wettbewerb,

Die Statistik: 17

Ganze 17 Torschüsse hatte RB Leipzig gegen das Star-Ensemble aus Paris zu verzeichnen. In den ersten 20 Minuten lieferten sie eine der besten Saisonleistungen ab und spielten PSG wortwörtlich an die Wand. Auch in der zweiten Halbzeit waren sie über weiten Strecken die dominantere Mannschaft, konnten die Kugel nur nicht im Tor unterbringen. Es ist bezeichnend, dass es ganze zwei Elfmeter benötigte, um immerhin noch einen Punkt gegen enttäuschende aber abgezockte Pariser zu retten.
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RB-Coach Marsch trauert Elfer hinterher: "Waren über zwei Spiele besser"

Quelle: Perform

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