"Da hätte ich mich als Journalist schon schwer danebenbenehmen müssen, damit der Interviewgast einfach geht", ergänzte Nils Kaben.
Der "ZDF"-Reporter hatte Toni Kroos wenige Minuten nach dem Finalsieg gegen Liverpool noch auf dem Spielfeld gefragt, warum Real gegen den FC Liverpool derart in Bedrängnis geraten war. Der Mittelfeld-Star hatte offenbar wenig Lust auf die Frage und warf Kaben vor, "Scheißfragen" zu stellen. Daraufhin brach er das Interview abrupt ab.
Kaben hat für die Reaktion des nun fünfmaligen Champions-League-Siegers kein Verständnis. An seiner Frage sieht er auch nichts Schlimmes. "Kroos hätte die Frage auch als Vorlage dafür nutzen können, darauf hinzuweisen, dass Real sich schon durch den ganzen Wettbewerb immer in schwierigen Situationen gerettet hatte", erklärte der Reporter.
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Bei privaten Fragen könne man sagen "ich glaube, du spinnst", ergänzte Kaben. "Aber eine sachliche Frage zum Spielverlauf so ins Persönliche zu kippen, geht nicht", stellte er klar.

Kaben selbstkritisch: "Frage kann ich besser formulieren"

Zugleich gab sich Kaben aber auch selbstkritisch. "Die Frage kann ich besser formulieren. Ganz klar", räumte der Journalist ein und schloss deshalb auch nicht aus, dass es sich um ein "Missverständnis unter viel Adrenalin" gehandelt haben könnte.
Auch wenn das Interview für viel Aufsehen sorgte und auch zwei Tage später noch nachhallt, so befürchtet Kaben keine langfristige Nachwirkungen. "Wenn wir uns das nächste Mal begegnen, werden Toni Kroos und ich drei Sätze darüber wechseln. Und dann ist es auch wieder gut."
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