Champions League: Eintracht Frankfurt schlägt Olympique Marseille - Endspiel gegen Sporting Lissabon

Eintracht Frankfurt hat sich für das abschließende Gruppenspiel in der Champions League alle Möglichkeiten offen gehalten. Die Eintracht gewann gegen Olympique Marseille vor heimischer Kulisse 2:1 (2:1). In einer wilden Anfangsphase traf Daichi Kamada (3.) zur Führung, ehe Matteo Guendouzi (22.) für Marseille ausglich. Kurze Zeit später traf dann Kolo Muani (27.) zum endgültigen Endergebnis.

Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) bejubelt den Sieg gegen Olympique Marseille

Fotocredit: Imago

Der Traum für die Eintracht lebt weiter! Durch den 2:1-Sieg im Rückspiel gegen Olympique Marseille hält die SGE ihren Traum vom ersten Champions-League-Achtelfinale weiter am Leben und hat das Weiterkommen am letzten Spieltag sogar selbst in der Hand. Dank einer starken ersten Hälfte und einem Kevin Trapp in Topform ging Frankfurt als Sieger vom Platz und wahrt sich alle Hoffnungen in der Königsklasse.
Die Eintracht erwischte einen Traumstart an diesem Abend. Nach drei Minuten gingen die Hausherren bereits in Führung, weil Jesper Lindström einen Ball stark durch ließ und Daichi Kamada den sich dadurch bietenden Platz ausnutzen konnte, um ins rechte untere Eck zu treffen (3.). Die Gäste brauchten etwas länger, um ins Spiel zu kommen und hatten nach zehn Minuten den ersten guten Abschluss, doch der ehemalige Bielefelder Jonathan Clauss vergab deutlich. Die Anfangsphase gehörte nur der Eintracht, die durch Mario Götze (15.) und Christopher Lenz (18.) zwei weitere Großchancen hatten, aber diese nicht nutzen konnten. Vor allem Lenz tauchte frei vor dem gegnerischen Keeper auf, doch scheiterte an Pau López.
Für die vergebenen Großchancen wurde die Eintracht dann auch prompt bestraft, als Marseille mit ihrem ersten Schuss aufs Tor direkt den Ausgleich erzielte. Eine fantastische Flanke von Chancel Mbemba verwertete Mattéo Guendouzi eiskalt und ließ Trapp dabei keine Chance (22.). Doch die Eintracht antwortete sofort und stellte die ursprüngliche Führung binnen fünf Minuten wieder her.
Auf engstem Raum spielten sich Randal Kolo Muani und Götze den Ball zu, sodass der Franzose am Ende aus acht Metern nur noch einschießen musste (27.). Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte dann den Gästen, die immer wieder am erneuten Ausgleich schnupperten. Zunächst verhinderte Hrvoje Smolčić mit einer fantastischen Grätsche eine Großchance der Gäste (30.), bevor Trapp kurz vor der Halbzeit gegen Amine Harit das 2:2 fest hielt (45.).
In Halbzeit zwei sah man dann ein komplett anderes Bild. Von der Eintracht kam nahezu nichts mehr in der Offensive und die Gäste kamen immer mal wieder gefährlich vor das SGE-Tor. Ein starker langer Ball von Leonardo Balerdi landete bei Alexis Sánchez, der frei im Sechzehner nur knapp das Tor verfehlte (56.). Kurz darauf zirkelte der Chilene einen Freistoß direkt auf das Frankfurter Tor, den Trapp gerade so über die Latte lenken konnte (58.).
Der Eintracht boten sich in Halbzeit zwei immer wieder vielversprechende Umschaltsituationen, diese jedoch viel zu oft unsauber ausgespielt wurden. Kurz vor dem Ende kombinierten sich die Franzosen noch einmal stark in den Sechzehner, doch Cengiz Ünder scheiterte am Ende zunächst an Trapp und dann an Kristijan Jakić (83.). Am Ende kann die Eintracht sehr glücklich sein über den Sieg, denn insgesamt betrachtet wäre ein Unentschieden das gerechte Ergebnis gewesen, doch so geht die SGE als Sieger vom Platz und kann mit einem Sieg gegen Sporting Lissabon am letzten Spieltag sicher ins Achtelfinale der Champions League einziehen.

Die Stimmen zum Spiel:

Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): “Es hat viel Kraft gekostet. Wir haben es am Ende abgeklärt gespielt. Es war sehr intensiv, weil Marseille viel am Ball war, dadurch mussten wir viel laufen. Auf diesem Niveau ist eine 2:1-Führung nicht viel. Wir haben viele Möglichkeiten, wo der letzte Ball nicht kommt. Einmal hält der Torwart gut. Klar, das hätte mehr Sicherheit gegeben, aber diese Chancen musst du dir erst mal erarbeiten.”
Mario Götze (Eintracht Frankfurt): “Wir hätten in der ersten Halbzeit mehr Tore machen müssen. Wir müssen die Konter besser ausspielen. Am Ende haben dann die Körner gefehlt, um vorne effizient zu sein. Am Ende war es sehr hart. Sie haben sehr viel Druck gemacht. Gerade am Ende der zweiten Halbzeit war es sehr schwer.”
Jonathan Clauss (Olympique Marseille): “Ich weiß nicht, warum es heute nicht geklappt hat. Wir haben sehr gut auf das Gegentor reagiert, haben aber danach durch zu wenig Konzentration noch ein Tor kassiert. Wir haben versucht, Druck zu machen, aber es hat nicht gereicht. Jetzt haben wir das entscheidende Spiel gegen die Spurs nächste Woche. Wir müssen jetzt schnell weitermachen, denn wir haben ein Spiel am Wochenende und noch eine Partie nächsten Dienstag und das Spiel ist wie ein Finale. Wir müssen alles geben, um es zu gewinnen.”

Der Tweet zum Spiel

Das fiel auf: Die zwei Gesichter der Eintracht

Die SGE lieferte heute im ersten Durchgang über weite Strecken einen sehr starken Auftritt hin und überzeugte vor allem in der Offensive mit starken Kombinationen und einer Flut von Großchancen in der ersten halben Stunde. Bis zur 35. Minute sammelte die Eintracht einen expected Goals-Wert von 0,84 an, was ein solider Wert für diese Zeit ist. Doch nach dem Seitenwechsel kam quasi nichts mehr von der SGE, was auch die Statistiken beweisen, denn im gesamten zweiten Durchgang kam Frankfurt lediglich auf einen xG-Wert von 0,09, was absolut miserabel ist und die zwei Gesichter der SGE, zumindest am heutigen Abend aufzeigt.

Die Statistik: 3

Es wurden lediglich zwei Tore in den ersten drei Minuten erzielt in der laufenden Champions League Saison. Beide fielen gegen Olympique Marseille. Am 3. Spieltag traf Sporting Lisaabon direkt in der ersten Minute und heute die Eintracht nach drei Minuten gegen die Franzosen.
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Quelle: Perform

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