FC Bayern geht in der Champions League den schwersten Weg: Über Manchester City und Real Madrid zum Titel
VonThomas Gaber
Publiziert 17/03/2023 um 17:33 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München ist nicht unbedingt zu beneiden. Nach Paris Saint-Germain heißt der nächste Gegner in der Champions League Manchester City. In einem möglichen Halbfinale droht mit Real Madrid der nächste dicke Brocken. Doch in München blickt man dem Duell mit Pep Guardiola und Erling Haaland mit breiter Brust entgegen - und Trainer Nagelsmann spielt eh am liebsten gegen die Könige Europas.
City vor der Brust: So reagiert Nagelsmann auf das Hammerlos
Quelle: Perform
Real Madrid hat vorgemacht, wie es geht. Auf dem Weg ins Champions-League-Finale 2022 räumten die Königlichen in der K.o.-Phase nacheinander Paris Saint-Germain, Titelverteidiger FC Chelsea und Manchester City beiseite.
2023 ereilt dieses Schicksal den FC Bayern München. Nach PSG bekommt es der sechsmalige Titelträger mit ManCity zu tun, in einem möglichen Halbfinale wartet Real Madrid oder Chelsea.
"Wir hatten schon eine schwere Gruppenphase mit Barça und Inter Mailand, dann kam PSG und jetzt City. Es ist ein extrem schwieriger Weg, aber mir ist das lieber, als wenn jemand sagt: 'Die hatten nur Dusel oder Losglück'", sagte Nagelsmann.
Sollte der FC Bayern am 11. Juni in Istanbul den Henkelpott in die Höhe strecken, wäre dies laut Nagelsmann angesichts der Gegner "ein Zeichen großartiger Mentalität und großartiger Qualität". Es wäre "ein Triumph, der eine extrem hohe Wertigkeit hätte", sagte er.
Leon Goretzka: "Ein Weg für wahre Champions"
Letztlich kommt den Münchnern ManCity gerade recht. "Man kann sicher nicht von Losglück sprechen. Aber es hat auch etwas sehr Schönes: Das ist ein Weg für wahre Champions und wir wollen welche sein", kommentierte Leon Goretzka.
Sportvorstand Hasan Salihamidzic spielt "gerne gegen die Guten. Da sind unsere Jungs sehr konzentriert". Klubchef Oliver Kahn versprach derweil den Bayern-Fans, dass "wir bereit sein werden. City ist eine absolute Top-Mannschaft, aber wir sind der FC Bayern München! Wer die Champions League gewinnen will, muss die Besten schlagen."
Das Duell mit Ex-Trainer Pep Guardiola, der zwischen 2013 und 2016 zwar dreimal deutscher Meister und zweimal DFB-Pokalsieger wurde, aber nicht die Champions League gewann, elektrisiert schon jetzt Spieler und Trainer.
"Ich ziehe aus dem Los viel Energie und viel Vorfreude", sagte Nagelsmann, während Thomas Müller "packende Spiele", in die die Mannschaft mit "breiter Brust" gehe. Er findet es "super, dass wir das Rückspiel in München haben. Wir gehen die Aufgabe mit breiter Brust an."
Joshua Kimmich freut sich persönlich, "nach so langer Zeit mal gegen Pep Guardiola zu spielen." Generell werde sich jeder Fußball-Fan auf die beiden Spiele freuen.
Englische Medien haben großem Respekt vor dem FC Bayern
Auch beim Gegner kann man die Spiele am 11. bzw. 19. April nicht erwarten. "BVB, Leipzig, FC Bayern - warum eigentlich immer nur deutsche Gegner für uns!? Nein, Spaß. Ich freue mich sehr auf das Viertelfinale gegen viele bekannte Gesichter und eine richtig starke Mannschaft", sagte City-Kapitän Ilkay Gündogan.
Weniger begeistert reagierte die Presse auf der Insel, der Respekt vor dem FC Bayern ist groß. "Desaster für ManCity", schrieb die "Daily Mail", die "Sun" von einer "Horror-Auslosung" und die "Daily Mail" von einem "albtraumhaften Viertelfinale". Lediglich der "Evening Standard" blickt dem Duell enthusiastisch entgegen, denn es "ist eines, das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt".
Ein gutes Omen gibt es für beide Teams. Als Pep Guardiola 2009 das letzte Mal in einem Champions-League-Viertelfinale auf den FC Bayern München traf, holte er mit dem FC Barcelona den Titel.
Nach Paris und Manchester müssten die Münchner auch im Halbfinale zunächst auswärts antreten. Das gab es bereits 2013, als die Bayern beim FC Arsenal, Juventus Turin und dem FC Barcelona jeweils die Basis fürs Weiterkommen legten. Das Finale gewannen sie dann gegen Borussia Dortmund 2:1.
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Quelle: Perform
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