FC Bayern München: Leon Goretzka sendet deutliche Nachricht an Julian Nagelsmann – Bye bye, Bank?
Im Juli unterzog sich Leon Goretzka einer Operation am Knie, mittlerweile ist der deutsche Nationalspieler wieder zurück. Im Anschluss an den 2:0-Erfolg zum Auftakt in die neue Champions-League-Saison bei Inter Mailand machte Goretzka unverblümt deutlich, dass er nach drei Kurzeinsätzen wieder bereit für die Startelf ist. Eine klare Nachricht an Julian Nagelsmann - doch es gibt ein Problem.
Leon Goretzka will wieder in die Startelf
Fotocredit: Imago
"Ab jetzt bin ich bereit zu starten", erklärte Goretzka nach dem Duell mit den Nerazzurri im Mailänder San Siro. Zuvor war er von Trainer Nagelsmann mit rund 30 Minuten Spielzeit bedacht worden, in der ersten Runde des DFB-Pokals durfte er gegen Viktoria Köln 22 Minuten ran, am vergangenen Wochenende stand er bei Union Berlin fünf Minuten auf dem Feld.
Goretzka schob selbstbewusst nach: "Alle wollen spielen, inklusive mir. Nach gut 30 Minuten in den Beinen und ein paar Trainingseinheiten mehr bin ich bereit für die Startelf". Der Grund dafür, dass der Nationalspieler sich zuletzt in der Reservistenrolle wiederfand: Der ehemalige Schalker unterzog sich im Rahmen der Saisonvorbereitung einer Knie-OP, Ende August kehrte er ins Mannschaftstraining zurück.
Sein Bankplatz sei ihm "nachvollziehbar" vom Trainerteam erklärt worden, gab Goretzka zu verstehen. Er ergänzte: "Der Sprung von acht, neun Minuten gegen Union direkt in die Startelf gegen Inter wäre vielleicht etwas zu groß gewesen. Heute waren es ein paar Minuten mehr. Ich denke, das macht man so, wenn man nach einer Verletzung vernünftig aufbaut."
Doch mittlerweile scheint der Mittelfeldspieler seinem kurzen Dasein als Ergänzungsspieler abgeschworen zu haben. Goretzkas Aussagen sind ein klarer Fingerzeig an Nagelsmann. "Leon ist ein Kandidat. Er brennt und hat es gut gemacht. Aber er hat eine lange Verletzung hinter sich und er hatte, glaube ich, erst zwei Trainings unter Vollbelastung", hatte der Coach bereits im Vorfeld der Partie in Mailand erklärt.
Nagelsmanns Luxusproblem
Goretzkas Dilemma und Nagelsmanns Luxusproblem: Aktuell sind die Optionen auf der Acht üppig. Marcel Sabitzer, der vor Beginn der neuen Spielzeit maximal als Goretzka-Vertreter betrachtet wurde, hat in den vergangenen Wochen ordentlich Eigenwerbung betrieben. Neuzugang Ryan Gravenberch drängt sich im Training auf und darf somit auf mehr Spielzeit hoffen.
Jüngst geriet Nagelsmann mit Blick auf Sabitzers Leistungen ins Schwärmen. "Sabi ist wichtig für die Mannschaft. Gegen Union war unser bester Spieler. Er spielt nicht immer spektakulär, aber sehr, sehr intelligent und sehr, sehr clever im Zweikampf und Ballbesitz."
Auch gegen Inter wusste der Österreicher zu überzeugen. Sabitzer gewann 70 Prozent seiner Zweikämpfe, darüber hinaus verbuchte er aufseiten des deutschen Rekordmeisters die meisten Balleroberungen (8). So lange der frühere Leipziger sich in derart bestechender Form präsentiert, dürfte es selbst für einen hochveranlagten Spieler wie Goretzka schwierig werden, zurück ins erste Glied zu rücken.
Dass er dafür gewappnet ist, hat er dennoch unverhohlen kommuniziert.
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Quelle: Perform
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