FC Bayern München setzt gegen Inter phänomenale Auftaktserie fort: Leroy Sané überragt im San Siro

Der FC Bayern München hat zum 19. Mal in Folge sein Auftaktspiel in die Champions League gewonnen. Bei Inter Mailand gewann der Rekordmeister verdient 2:0 (1:0). Leroy Sané war im San Siro der überragende Mann bei den Münchnern. Der Nationalspieler erzielte erst die herrliche 1:0-Führung (25.) und provozierte im zweiten Durchgang das vorentscheidende Eigentor von Danilo d'Ambrosio (66.).

Bayern München feiert dank Leroy Sané einen Auftakt nach Maß gegen Inter Mailand

Fotocredit: Getty Images

Nach den beiden Punkteteilungen gegen Gladbach und Union Berlin wollten sich die Bayern endlich wieder gegen einen hochklassigen Gegner durchsetzen, wobei das im Derby della Madonnina äußerst enttäuschende Inter Mailand genau richtig kam.
Die ersten Minuten waren noch ziemlich ausgeglichen, doch dann zogen die Bayern die Zügel an und erarbeiteten sich ein deutliches Chancenplus. In der 25. Minute ging der Bundesligist sehenswert in Führung. Leroy Sané ließ Keeper André Onana nach einem tiefen Ball von Joshua Kimmich aussteigen und traf zum veridenten 1:0.
Inter wusste im ersten Durchgang mit dem eigenen Ballbesitz nicht allzu viel anzufangen. Aufgrund mangelnder Kreativität im Offensivspiel war für die Nerazzurri meist vor der Gefahrenzone Schluss. Es ging mit 0:1 in die Kabinen.
Die Mailänder agierten nach dem Seitenwechsel mutiger. Sie standen im Vergleich zur ersten Halbzeit kollektiv höher und versuchten, schnell zum Abschluss zu kommen. Bayern überstand die Drangphase der Nerazzurri aber schadlos. Inter schaffte es nach gut einer Stunde nicht mehr, den Druck hochzuhalten.
Der amtierende deutsche Meister wurde offensiv wieder stärker und ging in der 66. Minute dank eines Eigentores mit 2:0 in Front. Nach tollem Zusammenspiel zwischen Kingsley Coman und Sané lenkte Danilo D'Ambrosio den Ball bei einem Klärungsversuch aus geringer Entfernung ins eigene Tor.
Von dem zweiten Gegentreffer erholte sich Inter nicht. Wenige Minuten danach tauschte Nerazzurri-Coach Simone Inzaghi viermal. In der Schlussphase hatte Inter Mailand zwar die dicke Chance auf den Anschlusstreffer, bestrafte Lucas Hernández' individuellen Fehler durch Joker Joaquín Correa aber nicht (83.), sodass es beim 0:2 blieb.
Im Parallelspiel der Gruppe C fertigte Barcelona den tschechischen Vertreter Viktoria Pilsen mit 5:1 ab, Ex-Münchner Robert Lewandowski erzielte drei Tore. Die Katalanen übernahmen wegen des besseren Torverhältnisses die Tabellenführung.

Die Stimmen zum Spiel:

Simone Inzaghi (Trainer Inter Mailand): "Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr Druck gemacht und hatten Möglichkeiten, das Spiel wieder zu eröffnen. Es ist klar, dass man gegen solche Gegner ein perfektes Spiel abliefern muss. Wir hatten es mit einer Mannschaft von höchster Qualität zu tun, die meiner Meinung nach zu den drei besten in Europa gehört."
Danilo D'Ambrosio (Kapitän Inter Mailand): "Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde, schließlich sind sie einer der drei oder vier Kandidaten für den Finalsieg. Aber wir haben versucht, sie in Schwierigkeiten zu bringen, indem wir Chancen kreiert haben. Wenn man den Bayern dann eine halbe Chance gibt, bestrafen sie einen. Wir wissen, dass wir mehr arbeiten müssen, und das werden wir auch tun."
Robin Gosens (Inter Mailand): "Ich glaube, wir haben es in der ersten Halbzeit ganz okay gemacht - nicht überragend. Hatten aber unsere zwei, drei Möglichkeiten, wo jeweils immer so ein bisschen der letzte Pass gefehlt hat. Wenn du die Dinger dann vielleicht ein bisschen besser ausspielst, kannst du mit einem 1:1 in die Kabine gehen. Dasselbe gilt eigentlich für die zweite Halbzeit."
Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern München): "Ich bin mit der heutigen Leistung zufrieden. Wir hatten über die gesamten 90 Minuten eine gute Intensität. Wir hatten in jeder Halbzeit eine zehnminütige Phase, in der wir unseren Gegnern Raum gegeben haben. Aber insgesamt haben wir den Sieg verdient."
Leroy Sané (FC Bayern München): "Im Endeffekt will ich nur ein gutes Spiel abliefern, ein gutes Gefühl haben und froh vom Platz gehen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Effizientere Bayern-Offensive macht hinten hinaus nur noch das Nötigste

Die Mannschaft von Julian Nagelsmann ist in der Bundesliga zwar noch ungeschlagen, trennte sich jüngst aber zweimal nacheinander nur 1:1. Chancen spielten sie sich dabei reichlich heraus, doch im Abschluss mangelte es an der notwendigen Kaltschnäuzigkeit und Präzision. Gegen die Fohlen war nur einer von 33 Schüssen erfolgreich, gegen Union Berlin einer von 21. Klar waren teilweise grandiose Torwartleistungen nicht ganz unbeteiligt an der mageren Münchner Ausbeute, mehr als nur einen Treffer hätte der FCB aber in beiden Partien erzielen können, wenn nicht sogar machen müssen. Gegen Inter verbesserten sich die Bayern diesbezüglich. Sie blieben zwar wie bereits gegen Gladbach und Union erneut unterhalb der Expected Goals, allerdings erarbeiteten sie sich gegen Inter einen relativ komfortablen Vorsprung, wobei sie nach dem Treffer zum 2:0 nicht mehr allzu viel nach vorne investierten.

Die Statistik: 4

Dass sich die Bayern im San Siro pudelwohl fühlen, ist nichts Neues. Auch ihren vierten Pflichtspielsieg auf europäischer Bühne gegen Inter Mailand fuhren sie im Giuseppe-Meazza-Stadion ein.
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Quelle: Perform

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