Leroy Sané glänzt für den FC Bayern im Scheinwerferlicht gegen Viktoria Pilsen - ein Mann für die große Bühne
Leroy Sané zeigte beim 5:0 gegen Viktoria Pilsen in der Champions League einmal mehr eine bärenstarke Leistung und unterstrich damit seine derzeitige Top-Form. Trainer Julian Nagelsmann und Sportvorstand Hasan Salihamidzic sehen im 26-Jährigen derzeit sogar einen der besten Spieler Europas. Eine These, die "Showman" Sané vor allem im Scheinwerferlicht untermauert.
Leroy Sané
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"Da kniet sogar der Schiedsrichter nieder", scherzte "DAZN"-Co-Kommentator Michael Ballack über einen Stolperer von Schiedsrichter Nikola Dabanovic im Zuge des zwischenzeitlichen 4:0 für den FC Bayern beim Kantersieg über Viktoria Pilsen. Es ging halt alles etwas zu schnell für den Montenegriner.
Sadio Mané hatte 35 Meter vor dem gegnerischen Tor den Kopf gehoben und den in die Tiefe startenden Leroy Sané mit einem Chipball bedient. Was folgte waren zwei perfekte Kontakte - einer mit der linken Hacke, einer mit dem linken Spann - und das zweite Tor des deutschen Nationalspielers.
Einmal mehr war es einer dieser Flutlichtabende, der bei Sané sein ganzes, üppiges Potential freisetzte. Vier Treffer und ein Assist gelangen dem 26-Jährigen in den drei Auftritten in der Königsklasse in der laufenden Spielzeit. Topwerte, auf großer Bühne aber Normalität für den Offensivmann.
Seit er im Sommer 2020 von Manchester City zum FC Bayern wechselte, war er in der Champions League in 21 Spielen an ebenso vielen Treffern direkt beteiligt (13 Tore, acht Vorlagen). Damit belegt er unter den Topscorern in dieser Zeitspanne den vierten Platz - nur Robert Lewandowski (31), Kylian Mbappé (25) und Karim Benzema (24) waren besser.
Leroy Sané: Ein "No-Brainer" auf großer Bühne
Dass der Name Sané in einer Riege mit den ganz Großen auftaucht, dürfte sie in München freuen, nicht aber verwundern.
"Als Fußballer halte ich unglaublich große Stücke auf ihn. Er hat einfach eine Top-Qualität. Es steht außer Frage, dass er einer der besten Spieler in Europa ist", lobte Trainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz nach dem Spiel und gab zu, "nur sehr ungern auf seine Qualitäten" zu verzichten.
Auf großer Bühne ist Sané eben ein "No-Brainer" - eine Selbstverständlichkeit.
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Leroy Sané trifft zum 4:0 - FC Bayern München vs. Viktoria Pilsen
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Auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der den Transfer vor etwas mehr als zwei Jahren unter Dach und Fach brachte, schlägt in diese Kerbe. Er habe "diese individuellen Qualitäten. Er ist schnell, er hat eine gute Technik, einen unfassbar guten Schuss." Bringe Sané all diese Dinge auf den Platz, "ist er in Europa einer der Besten", schwärmte der 45-Jährige und wünschte sich, dass der Nationalspieler diese Leistungen über viele Wochen hinweg konstant auf den Rasen bekommt.
Genau da, in der Beständigkeit, lag in der Vergangenheit nämlich mitunter das Problem des 50-Millionen-Mannes.
Sané und das Özil-Problem
Seine bisherigen gut 25 Monate in München verliefen für den gebürtigen Essener in Wellenform. So waren die Leistungen in der Rückrunde der vergangenen Saison laut Nagelsmann "nicht immer toptop" und auch auf sein Premierenjahr an der Isar blickten Fans und Verantwortliche mit gemischten Gefühlen.
Es ist die oft eher lässig anmutende Körpersprache, die dem Tempodribbler hier und da zum Verhängnis wird und seine Kritiker bei fehlenden Torbeteiligungen vermeintlich schneller auf den Plan ruft, als das bei einem engagiert wirkenden Arbeitertypen der Fall wäre. Mit demselben Problem hatte Zeit seiner Karriere auch Mesut Özil zu kämpfen.
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Sadio Mané (r.) jubelt mit Leroy Sané - FC Bayern München vs. Viktoria Pilsen
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Kritikpunkte in Sanés erstem Bayernjahr waren vor allem sein Spiel gegen den Ball - zu langsames Umschalten nach Ballgewinnen, zu lasche Zweikampfführung. Punkte, an denen Sané gearbietet hat. Schon in der schwankenden Rückrunde 2022 habe Nagelsmann stets das Gefühl gehabt, "dass er sich bemüht hat und an die Grenze gehen wollte".
Mittlerweile hat er ebenjene Grenze für sich selbst verschoben.
Sané glänzt im Scheinwerferlicht
"Ich glaube, dass er verstanden hat, was die Zuschauer, was wir alle von ihm verlangen, was wir an ihm lieben", formulierte es Salihamidzic und präzisierte: "Jedes Spiel verlangt von einem immer wieder diesen Fokus, diese Konzentration, diesen Invest, 100 oder 120 Prozent, weil wir natürlich auch körperlich immer wieder attackiert werden."
Es sei "wichtig, dass er genauso dagegenhält, wie er das in den letzten Wochen macht", so der Bosnier. Sané scheint sich diese Dinge besonders zu Herzen genommen zu haben und strotzt derzeit vor Selbstbewusstsein.
In der hochkarätig besetzten Offensivabteilung der Isarstädter ist er derzeit der herausragende Teil - vor allem unter Flutlicht.
Übrigens auch in der Bundesliga. So holte Sané seine insgesamt vier Scorerpunkte (drei Tore, ein Assist) allesamt in Abendspielen - und damit unter dem grellen Schein der Stadionlichter.
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Nagelsmann verrät: So analysiere ich den BVB in der Königsklasse
Quelle: Perform
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