Manchester City - der Blutdruck steigt: Überwinden Guardiola und Co. in der Champions League das Trauma von Madrid?
Manchester City ist auf bestem Wege zum ersten Champions-League-Titel der Klubgeschichte. Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola hat die beiden Bundesligisten RB Leipzig und Bayern München in den K.o.-Runden souverän aus dem Wettbewerb geworfen und ist auch im Halbfinale gegen Titelverteidiger Real Madrid favorisiert. Theoretisch, denn die Citizens müssen gegen ein Trauma anspielen.
Guardiola vor Duell mit Real: "Nicht hier, um uns zu rächen"
Quelle: Perform
Wenn nicht jetzt, wann dann? Oberflächlich betrachtet dürfte Manchester City auf dem Weg zum ersten Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte nicht zu stoppen sein.
Mit nur vier Gegentoren in zehn Partien stellt die Auswahl von Pep Guardiola die mit Abstand stabilste Defensive der Königsklasse, während vorne mit Erling Braut Haaland (12 Treffer) der beste Goalgetter lauert.
Nur: Selbst die schönsten Statistiken sind trügerisch, wenn es gegen Titelverteidiger Real Madrid geht. Die Königlichen bewiesen bereits in der vergangenen Saison ihre brutale Effizienz - vor allem im Halbfinale gegen Manchester City.
Nach einer 3:4-Niederlage in England lag Madrid im Rückspiel bis zur 90. Minute mit 0:1 zurück. Dann wurde Geschichte geschrieben: Rodrygo per Doppelschlag und Karim Benzema in der Verlängerung verbauten den Citizens den Weg ins Endspiel.
Guardiola: "Weil wir gegen Real Madrid gespielt haben ..."
Ein sportliches Trauma, das Spuren hinterlassen hat. Es gehe aber "nicht um Rache", versicherte Guardiola einen Tag vor dem Hinspiel im Estadio Santiago Bernabéu (heute ab 21:00 Uhr im Ticker). Das neuerliche Duell mit Real sei "nur eine weitere Möglichkeit", das große Ziel endlich zu erreichen.
Dennoch: Die Skyblues hätten auf keinen unangenehmeren Gegner treffen können. "In der vergangenen Saison sind wir auch hierher gekommen, um das Finale zu erreichen und es zu gewinnen. Aber das hat nicht geklappt, weil wir gegen Real Madrid gespielt haben - und die wissen in diesem Wettbewerb genau, was sie zu tun haben", so Guardiola.
Der 52-Jährige steht beim Kampf um die Krone genauso im Fokus wie sein Starensemble auf dem Rasen. Schließlich hatte Guardiola nach zwei Champions-League-Titeln mit dem FC Barcelona (2009, 2011) das Kunststück mit dem FC Bayern verpasst und auch mit City bislang keinen Erfolg in Europas Beletage.
"Vor sieben Jahren, als ich kam, wollten wir unbedingt die Champions League gewinnen. Ebenso im Jahr danach und im darauffolgenden", erläuterte der Coach. Man brauche nicht um den heißen Brei herumreden: das Ziel müsse der Titel sein. 2021 war City nah dran, unterlag aber im Endspiel dem FC Chelsea.
In diesem Jahr aber, ist man sich im Klub einig, ist vieles anders. Zumal das Triple aus Meisterschaft, FA Cup und Europapokal durchaus in Reichweite ist. City wäre nach dem Stadtrivalen United (1999) erst der zweite englische Verein, dem dies gelänge.
Rodri mit breiter Brust: "Treffen, wenn wir treffen müssen"
Es sei denn, Real wird nun zum Stolperstein. Rodri sieht das freilich anders. "Wir kommen im besten Moment hier an", betonte der Mittelfeldspieler in Madrid. "Wir sind clever und treffen, wenn wir treffen müssen."
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Rodri (Manchester City)
Fotocredit: Getty Images
Der bisherige Saisonverlauf gibt dem 26-Jährigen recht. Einerseits. Andererseits hört es sich so an, als ob sich da einer selbst Mut machen müsste. Er sei der Auffassung, dass "meine Teamkollegen und ich die Philosophie haben, aus den Erfahrungen der Vergangenheit" zu lernen, schob Rodri nach.
Sie können es drehen und wenden, wie sie wollen: Der spektakuläre K.o. gegen Real im Vorjahr spukt noch immer durch die Köpfe. Das königliche Gespenst ist noch nicht vertrieben.
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Revanche gegen Real? Rodri blickt auf bittere City-Pleite zurück
Quelle: Perform
Das weiß man auf der anderen Seite natürlich. Man sei "auf dem gleichen Niveau" wie vor einem Jahr, ließ Trainerfuchs Carlo Ancelotti wissen. Der Gewinn der Copa del Rey am vergangenen Wochenende sei eine "zusätzliche Motivation".
Ancelotti: "Planen kein Spiel, um Haaland zu stoppen"
Die Tatsache, dass Manchester seine Offensive inzwischen mit Haaland aufgerüstet hat, nimmt Ancelotti eher gelassen zur Kenntnis. "Wir planen kein Spiel, um Haaland zu stoppen, sondern eine Mannschaft, die unaufhaltsam zu sein scheint." Die Betonung lag natürlich auf dem Wörtchen "scheint".
Mittelfeldstratege Toni Kroos gab sich ebenfalls cool. "Wir haben schon viele solche Spiele bestritten", unterstrich der Weltmeister von 2014. Er vertraue "auf unsere Erfahrung und darauf, dass wir wissen, worauf es in solchen Spielen ankommt".
Real Madrid hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass dem so ist - Manchester City muss diesen Beweis erst noch liefern ...
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Real Madrid:
Manchester City:
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Guardiola huldigt Gündogan: "Ohne ihn keine Meisterschaft"
Quelle: Perform
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