Champions League: RB Leipzig gewinnt gegen Real Madrid - Endspiel nächste Woche gegen Shaktar Donezk

RB Leipzig hat gegen Real Madrid überraschend gewonnen. Der deutsche Pokalsieger schlug die Königlichen 3:2 (2:1). Jasko Gvardiol (13.) und Christopher Nkunku (18.) sorgten mit einem Doppelschlag für die Führung. Vinícius Júnior (44.) schaffte noch vor der Pause den Anschlusstreffer. Timo Werner erhöhte erneut für die Leipziger nach einem Konter (81.). Rodrygo setzte den Schlusspunkt (93./FE).

Rb Leipzig

Fotocredit: Getty Images

Zum fünften Spieltag der Gruppe F war kein Geringerer als der amtierende Titelverteidiger der Champions League, Real Madrid, zu Gast bei RB Leipzig. Doch Marco Rose und sein Team hatten sich für das Spiel gegen die Königlichen Großes vorgenommen, schließlich ging es darum, die Weichen Richtung Achtelfinale zu stellen. Die Madrilenen waren vor dem Spiel bereits qualifiziert und mussten an diesem Abend u.a. auf Balon D'Or Gewinner Karin Benzema, Luka Modric und Federico Valverde verzichten.
RB Leipzig kam hervoragend in die Partie und ging sehr offensiv zu Werke. Bereits nach einer Minute tauchte Emil Forsberg frei im Sechzehner auf, seinen Querpass auf den einschussbereiten Mitspieler konnte Real-Torhüter Thibaut Courtois im letzten Moment noch entschärfen (1.).
Nach knapp einer Viertelstunde wurden die Bemühungen der Roten Bullen dann endlich belohnt. Nach einer Standardsituation von rechts, kam Dominik Szoboszlai zum Kopfball, welchen Courtois noch parieren konnte. Gegen den zweiten Kopfball im Nachsetzen von Joško Gvardiol war er jedoch machtlos, und so netzte der Kroate aus kurzer Distanz zur Führung für die Leipziger ein (13.). Schon im nächsten Angriff hätte Christopher Nkunku erhöhen können. Nach einem Konter überspielte der Franzose Torwart Courtois, wurde dabei jedoch etwas zu weit nach links aus dem Feld getrieben, sodass sein Abschluss aus großer Entfernung nur das Außennetz und nicht das leere Tor fand (16.).
Keine zwei Minuten später tauchte Nkunku erneut vor dem gegnerischen Kasten auf und diesmal machte er sein Tor. Ein abgefälschter Schuss von David Raum landete direkt vor den Füßen von Nkunku, der den Ball aus etwa zehn Metern kurzerhand unter die Latte in die Maschen drosch (18.).
Nach einer halben Stunde zog sich Leipzig etwas zurück und Real Madrid übernahm langsam die Kontrolle über das Spiel. Ersatztorwart Janis Blaswich parierte zweimal gut gegen Schüsse von Rodrygo und Vinicius Junior (36. und 37.) und hielt damit die Führung von RB sicher fest. Kurz vor der Pause leisteten sich die Hausherren jedoch eine Unaufmerksamkeit in der Defensive, die sofort ausgenutzt wurde. Marco Asensio schnappte sich den Ball und konnte ungedeckt von rechts zur Mitte flanken. Dort stand Vinicius Junior frei und köpfte aus etwa zwölf Metern das Leder per Innenpfosten über die Linie zum 1:2 Anschlusstreffer (44.).
Nach der Pause kamen die Gäste deutlich aggressiver aus der Kabine und setzten die Leipziger früh mit Pressing unter Druck. RB zog sich daraufhin in die eigene Hälfte zurück, praktizierte jedoch exzellentes Konterspiel. Real verpasste es zweimal, eine zahlenmäßige Überlegenheit im Angriff in Tore umzumünzen (53. und 58.).
Nach etwa einer Stunde schwanden bei Leipzig die Kräfte, was Trainer Marco Rose jedoch mit rechtzeitigen Wechseln kompensierte (70.). Timo Werner, gerade zuvor eingewechselt, erzielte beinahe direkt den Treffer, doch sein Linkschuss strich Zentimeter links am Pfosten vorbei (71.).
Etwa zehn Minuten vor Ende eröffnete sich die große Chance für Vinicius Junior, doch der Brasilianer legte den Ball am Fünfmeterraum knapp am kurzen Pfosten vorbei (79.). Im Gegenzug packte Mohamed Simakan dann beim Konter der Leipziger mit einer unglaublichen Kraftleistung einen Sprint über den gesamten rechten Flügel aus und bediente dann im gegnerischen Sechzehner Werner in der Mitte. Der verwerte den mustergültigen Pass trocken zum 3:1 und versetzte die Red Bull Arena in Siegesstimmung (81.).
In der Folge vermochte es Real Madrid nicht mehr, zwingende Chancen herauszuspielen und zurückzukommen, ehe Nkunku in der letzten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter provozierte. Der gefoulte Rodrygo trat selbst an und verwandelte sicher, mehr als Ergebniskosmetik bliebt das 2:3 aber nicht (90.+4). RB Leipzig macht mit diesem 3:2 Heimsieg einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale und hat am nächsten und letzten Spieltag der Gruppenphase alle Karten in der eigenen Hand.

Die Stimmen

Timo Werner (RB Leipzig): "Wir haben bereits im ersten Spiel [gegen Madrid] gezeigt, was wir können - aber dieses mal haben wir auch die Tore gemacht! Wenn wir einmal in Führung liegen, sind wir für jeden ein schwieriger Gegner, auch für den Titelverteidiger der Champions League"
Antonia Rüdiger (Real Madrid): "Die ersten 15-20 Minuten haben wir verschlafen. Wir haben zwei Gegentore nach Ecken bekommen und dem Gegner dadurch schnell enormen Auftrieb gegeben. Für Leipzig stand heute viel auf dem Spiel und wir haben nicht mit der gleichen Intensität wie sie in den Zweikämpfen agiert."
David Alaba (Real Madrid): "Auch wenn uns in deisem Spiel einige wichtige Spieler gefehlt haben, müssen wir das kompensieren können, das haben wir in anderen Spielen auch schon gezeigt. Unsere Leistung war von Beginn an einfach zu wenig, Leipzig psielt sehr schnellen Konterfußball, dagegen hatten wir zu wenig Mittel. Wir müssen uns wieder verbessern."

Der Tweet zum Spiel:

Gvardiol kann es anscheinend kaum glauben, dass er sein Team gerade gegen den Titelverteidiger mit 1:0 in Führung gebracht hat. Seine Teamkollegen sind da schon etwas euphorischer, was sich beim Schlusspfiff bewahrheiten sollte.

Das fiel auf: Mohamed Simakan

Leipzigs rechter Außenverteidiger zeigte eine extrem hohe Laufarbeit und gute Defensive gegen den brandgefährlichen Vinicius Junior. In der Schlussphase hatte der Franzose dann immer noch genügend Kraft für einen Sprint über fast das ganze Feld und die Vorarbeit zum 3:1 durch Timo Werner.

Die Statistik: 1

Nur ein einziges Pflichtspiel hat Real Madrid in dieser Saison verloren - und zwar genau an diesem Abend gegen RB Leipzig.
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(SID)
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Quelle: Perform

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