Lothar Matthäus hält Joshua Kimmich beim FC Bayern nicht für unantastbar: "Man muss über möglichen Verkauf sprechen"

Wenn es beim FC Bayern nicht rund läuft, gerät ein Spieler besonders häufig in den Fokus: Joshua Kimmich. Zwar kann man nach dem Sieg in der Champions League bei Manchester United und Platz zwei in der Liga nicht von Krise sprechen, dennoch hat die 1:5-Niederlage gegen Frankfurt die Schwächen im Kader deutlich aufgezeigt. Für Ex-Bayern-Star Lothar Matthäus ist auch Kimmich nicht mehr unumstritten.

Joshua Kimmich am 09.11.2023 nach dem 1:5 des FC Bayern in Frankfurt

Fotocredit: Getty Images

Der Rekordnationalspieler hat die Diskussion aus dem Sommer nicht vergessen, in der Cheftrainer Thomas Tuchel von den Verantwortlichen vehement eine "Holding Six", einen defensiv denkenden Mittelfeldspieler gefordert hatte.
Tuchels Wunschspieler Declan Rice blieb bekanntlich in der Premier League und wechselte statt zum FCB zum FC Arsenal. Kimmichs Position sieht Matthäus dadurch allerdings nicht zwingend gestärkt.
Gegenüber der "Sport Bild" sagte der 61-Jährige zwar: "Wenn der Trainer von ihm überzeugt ist, würde ich mit Kimmich verlängern. Vom Charakter her ist er ein Leader. Ich glaube an Kimmich und seine Führungsqualitäten."
Allerdings schränkte Matthäus ein: "Wenn diese Rückendeckung nicht da ist - und dieses Gefühl habe ich aus Eindrücken und Gesprächen gewonnen -, muss man offen über die Zukunft des Spielers Kimmich und auch einen möglichen Verkauf sprechen."
Der Vertrag des 28-Jährigen beim deutschen Rekordmeister läuft noch bis 30. Juni 2025. Bedeutet: Im Sommer 2024 könnte der FC Bayern letztmals in Sachen Ablösesumme in die Vollen gehen.

Kimmich und Goretzka: Bröckelt die Bromance?

In dem Bericht der "Sport Bild" heißt es außerdem, dass das Ansehen Kimmichs innerhalb der Bayern-Mannschaft gelitten haben soll. Im Team sei der lautstarke Mittelfeldakteur längst nicht mehr so akzeptiert wie früher.
Ähnlich gehe es auch Leon Goretzka, der unter Tuchel nicht wissen soll, "woran er ist". Beim Saisonfinale der vergangenen Saison gegen den 1. FC Köln musste der Nationalspieler gar die Höchststrafe einstecken. Damals wurde er in der 71. Minute eingewechselt und nur 14 Minuten später vom Trainer wieder vom Feld geholt.
Das unsichere Standing der beiden früheren kongenialen Mittelfeldpartner soll laut des Berichts auch zu einem Bruch in der Harmonie zwischen den als befreundet geltenden Stars geführt haben.
Fakt ist: Tuchel und die Verantwortlichen beim FCB müssen handeln. Verlängert man den Vertrag mit Kimmich oder sucht man im Sommer nach einer passenden Alternative?
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Mittelfeld-Debatte: Neuer stärkt Kimmich den Rücken

Quelle: Perform

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