Manchester United verliert erneut: Owen Hargreaves und Rio Ferdinand glauben dennoch an Trainer Erik ten Hag

Manchester United kassierte am Mittwoch in der Champions League gegen den FC Kopenhagen (3:4) die neunte Niederlage im 17. Saisonspiel. Trainer Erik ten Hag gerät daher in England immer mehr unter Druck. Doch einige Fußball-Experten auf der Insel raten dazu, am Niederländer festzuhalten. Owen Hargreaves meinte etwa bei TNT Sports: "Immer wieder Trainer zu entlassen, ist keine Lösung."

"Hat nichts mit Fußball zu tun": United-Trainer ten Hag genervt

Quelle: Perform

Trotz der negativen Bilanz von ten Hag in dieser Saison müsse man nun "an ihm festhalten und etwas aufbauen". Gegen Kopenhagen hatten die Engländer zunächst 2:0 geführt, ehe die Rote Karte gegen Marcus Rashford (42. Minute) das Spiel drehte.
Auch Hargreaves meinte zur Leistung seines Ex-Klubs: "Ich denke, dass sie 20 bis 30 Minuten lang in Anbetracht des Drucks, unter dem sie standen, ziemlich gut gespielt haben."
Rio Ferdinand stimmte seinem Landsmann zu: "Man muss am Trainer festhalten, aber es ist ein schlechtes Ergebnis." Man sei "wieder zurück im Krisenmodus", : "Es ist eine Achterbahnfahrt bei Man United. Es gibt keine Beständigkeit."
Die Mannschaft kapituliere, so Ferdinand: "Das ist für mich ein Zeichen, dass es im Moment an Charakter mangelt." Unter Druck gebe es "nicht genug Anführer".

Erik ten Hag gibt Schiedsrichter Mitschuld

United-Urgestein Paul Scholes : "Wir können uns das nicht mehr leisten. Ich denke, wir müssen ihm das durchgehen lassen." Ten Hag habe sich mit guten Leistungen im Vorjahr (englischer Ligapokalsieg) "ein wenig Zeit verschafft".
Der niederländische Coach selbst beschwerte sich nach der neuerlichen Pleite vor allem über die Leistung des Schiedsrichters: "Die Rote Karte ändert alles. Ich denke, wenn man sich ein Standbild anschaut, sieht es immer viel schlimmer aus, und wie gesagt, es dauert lange, bis sie eine Rote Karte zeigen."
Auch die beiden ersten Gegentore hätten aus Sicht des United-Coaches nicht zählen dürfen. "Das erste ist ein Abseitstor. Das zweite ist ein Elfmeter, der sehr hart ist. Der Ball liegt an der Hand, aber es ist knapp", analysierte ten Hag. Er sei "sehr enttäuscht" von den Entscheidungen: "Das Spiel sollte niemals so sein. Das hat nichts mit Fußball zu tun."
Nach der Niederlage gegen Kopenhagen rangiert Man United auf dem letzten Platz in der Gruppe mit dem FC Bayern. In den verbleibenden beiden Spielen müssen Punkte her, sonst könnte es für ten Hag bald eng werden. Denn auch in der Premier League liegen die Red Devils aktuell nur auf Position acht.
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Quelle: Perform

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