Manchester United: Bei den Red Devils brennt (mal wieder) der Baum - die wildeste Achterbahn Englands

In Manchester kann man sich dieser Tage auf wenig verlassen. Zumindest, wenn es um den heimischen Fußballklub United geht. Auf ein souveränes 2:1 gegen den FC Chelsea folgte eine böse 0:3-Heimpleite gegen Bournemouth. In der Champions League gegen den FC Bayern stehen die Red Devils nun mit dem Rücken zur Wand. Teammanager Erik ten Hag, der immer mehr unter Druck gerät, gibt sich kämpferisch.

Manchester United war gegen Bournemouth chancenlos

Fotocredit: Getty Images

Die rote Seele blutet aktuell in Europa.
Nicht nur in Deutschland beim FC Bayern, der nach dem desaströsen 1:5 bei Eintracht Frankfurt seine Wunden leckt. Auch beim kommenden Champions-League-Gegner Manchester United setzte es vor dem direkten Aufeinandertreffen am Dienstag (21:00 Uhr im Liveticker) eine empfindliche 0:3-Pleite gegen Abstiegskandidat AFC Bournemouth.
Ein Debakel für das das Team von Erik ten Hag, das im einst so gefürchteten Old Trafford gnadenlos ausgepfiffen wurde.
Kapitän Bruno Fernandes sah sich im Anschluss auf der vereinseigenen Homepage sogar gezwungen, sich im Namen der Mannschaft zu entschuldigen: "Die Performance war nicht akzeptabel."

Man United gleicht einer Achterbahn

Viel mehr noch als der FC Bayern, der sich zumindest in der Liga vor der Blamage in Frankfurt (1:5) in blendender Verfassung präsentierte, gleicht ManUnited in dieser Saison einer wahren Achterbahn.
Das ernüchternde 0:3 war schon die elfte Niederlage bei wettbewerbsübergreifend 23 Saisonspielen, zum neunten Mal kassierten die Red Devils mindestens drei Gegentore. Kein Wunder, dass in der Arbeiterstadt, zumindest medial, mal wieder der Baum brennt.
Nur drei Tage zuvor hatten die Red Devils gegen den FC Chelsea noch einen über weite Strecken souveränen 2:1-Sieg eingefahren.

Manchester: Ten Hag steht unter Druck

"Als Mannschaft sind wir einfach nicht gut genug, um konstant zu sein", schimpfte Teammanager Erik ten Hag im Anschluss an die jüngste Pleite gegen Bournemouth.
Auch am Niederländer geht Uniteds Achterbahnfahrt nicht spurlos vorüber. Wurde er im November nach überzeugenden Siegen in Fulham, gegen Luton und in Everton noch zum "Manager des Monats" auf der Insel gekürt, sägt die Presse mittlerweile schon wieder an seinem Stuhl.
Dass sich ten Hag in der vergangenen Woche ein Eigentor schoss, in dem er einige Medienvertreter von einer Pressekonferenz verbannte, war dem Ganzen natürlich nicht förderlich.

Neville zählt United-Probleme auf

"Ich fürchte generell um Erik ten Hag – nicht nur wegen dieser Woche", schrieb Ex-United-Star Gary Neville in seiner "Sky"-Kolumne, warnte die Verantwortlichen aber auch vor einer Kurzschlussreaktion.
"Es gibt keinen Grund, ten Hag während der Saison auszutauschen. Die Idee, ihn zu entlassen, ist absoluter Irrsinn. Ich wäre jedenfalls nicht dafür", so der 48-Jährige. Viel mehr liege das Problem an der falschen Zusammenstellung des Kaders und eines fehlenden Sportdirektos und Rekrutierungsleiters.
"Ein Zyklus wiederholt sich ständig: Ein Trainer hat eine halbwegs gute Saison, er bekommt viel Macht. Es gibt kein Kontrollorgan über ihm, das "Nein" sagt, wenn er einen Spieler will. Es fehlt an Führungsstärke, sodass der Coach einfach die Spieler verpflichtet, die er bevorzugt", führte Neville weiter aus.
Harmonieren die Neuzugänge dann nicht, führe das zu einer "toxischen Atmosphäre", die am Ende im Rauswurf des Trainer gipfele: "Wir haben es bei Ole (Gunnar Solskjaer, Anm. d. Red.), José (Mourinho, Anm. d. Red.) und Louis van Gaal gesehen."

Ten Hag warnt Bayern

Dennoch blickt ten Hag positiv auf das "Gruppenfinale" gegen die angeschlagenen Bayern: "Old Trafford ist kein angenehmer Ort für die Gegner", sagte der 53-Jährige auf der Pressekonferenz am Montag. Seine Red Devils würden alles dafür tun, um die Fans zu "elektrisieren", ergänzte er, und es den Gästen so schwer wie möglich zu machen.
Der frühere Coach der Münchner Reserve weiß aber auch: "Wenn du gegen die Bayern spielst, musst du dein bestes Niveau erreichen."
Während die Münchner bereits als Gruppensieger für das Achtelfinale qualifiziert sind, benötigt United einen Sieg - und muss auf ein Remis im Parallelspiel zwischen dem FC Kopenhagen und Galatasaray hoffen.
"Wir sind in der Lage, jeden Gegner zu schlagen", behauptete ten Hag. An das wahrscheinliche Aus in Europa verschwende er keinen Gedanken. "Ich denke nicht in negativen Szenarien." Inkonstanz hin oder her.
Die vergangenen Wochen zeigen: Zuzutrauen ist diesen Red Devils tatsächlich alles.
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(mit SID)
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Quelle: Perform

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