Union Berlin erleidet Last-Minute-K.o. bei Real Madrid - Jude Bellingham verhindert Köpenicker Achtungserfolg

Der 1. FC Union Berlin hat im ersten Champions-League-Spiel seiner Vereinsgeschichte beinahe einen Punkt bei Real Madrid geholt. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit erlöste Superstar Jude Bellingham die Königlichen gegen widerspenstige Köpenicker und sorgte für den 1:0 (0:0)-Auftaktsieg des Rekord-Champions gegen den deutschen Underdog.

Rönnow hadert mit Last-Minute-Pleite bei Real: "Ganz bitter"

Quelle: Perform

Urs Fischer spendete seinen geknickten Helden noch auf dem Rasen Trost, doch der späte K.o. hinterließ Spuren: 90 Minuten lang bot Union Berlin dem großen Favoriten Real Madrid beim letztlich bitteren 0:1 (0:0) die Stirn, kämpfte bei seiner Champions-League-Premiere um jeden Meter - doch dann kam Jude Bellingham und traf ganz spät (90.+4) mitten ins Herz der Köpenicker.
Zumindest die 4000 mitgereisten Fans feierten ihre Mannschaft im Bernabeu-Stadion nach Schlusspfiff dennoch. Als die Unioner nach der kräftezehrenden Leistung in die Kurve gingen, die Hände in die Hüften gestützt, antwortete der rote Block mit lauten "Eisern Union!"-Rufen.
Erst der Ex-Dortmunder Bellingham überwand das Berliner Bollwerk, als er den Ball tief in der Nachspielzeit über die Linie stocherte. Die Unioner Defensive um den Debütanten Leonardo Bonucci ließ vor allem in der ersten Hälfte kaum Chancen zu, zu gefährlichen Abschlüssen kam der Neuling selbst jedoch kaum. Nächster Gegner der Köpenicker ist am 3. Oktober Sporting Braga. Das erste Duell mit der SSC Neapel steht drei Wochen später an.
Bei Real zum Auftakt gegen die Königlichen zu spielen, sei etwas "Spezielles", hatte Trainer Fischer vor dem ersten Champions-League-Auftritt gesagt: "Der Respekt muss da sein, aber er sollte auch nicht allzu groß sein." Der Schweizer musste verletzungsbedingt auf Verteidiger Robin Knoche verzichten. Für ihn rückte Bonucci in die Startelf, der erst vor knapp drei Wochen von Juventus Turin nach Köpenick gewechselt war, und reichlich Königsklassenerfahrung besitzt.
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Ancelotti schwärmt von Bellingham: "Außergewöhnliche Qualität"

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Union mutig, Real im Alu-Pech

Union begann mutig und suchte auch den Weg nach vorne. Kevin Behrens näherte sich bereits in der dritten Spielminute gefährlich dem gegnerischen Tor, konnte unter Bedrängnis jedoch nicht richtig abschließen. Auf der anderen Seite parierte nur wenige Sekunden später Frederik Rönnow einen Versuch von Joselu. Den couragierten Auftritt ihrer Mannschaft verpassten in der Anfangsphase einige der rund 4000 mitgereisten Fans aufgrund von Problemen beim Einlass.
Die spanische Offensive kam nicht richtig ins Rollen und tat sich zu Beginn gegen die kompakt verteidigenden Unioner schwer, drängte diese jedoch zunehmend mehr in die eigene Hälfte. Defensiv stabil, kamen die Berliner wiederum kaum in Umschaltsituationen.
So ging es für die Teams ohne Tore in die Kabine. Kurz nach der Pause sorgte Robin Gosens bei den mitgereisten Fans für ein Raunen, der Nationalspieler traf nach einem vielversprechenden Vorstoß der Gäste jedoch nur das Außennetz (49.). Rodrygo prüfte wenig später Rönnow, kurz darauf rettete der Pfosten bei einem weiteren Versuch des Stürmers die Gäste.
Madrid erhöhte den Druck. Joselu scheiterte erneut am Union-Keeper (54.) und setzte einen weiteren Schuss an den Pfosten (64.). Real schnürte Union immer wieder am eigenen Strafraum ein, die Gäste verteidigten weiter aufopferungsvoll - bis Bellingham dem Kampf ein Ende bereitete.
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Fischer: "Wir können aus diesem Spiel lernen"

Quelle: Perform

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