Bayer Leverkusen plant den Sturz des FC Bayern München in der Königsklasse: "Fünf schlechte Minuten und ..."

Die Fragen zum Königsklassen-Showdown nahm Xabi Alonso völlig entspannt zur Kenntnis, Nervosität ließ sich der Spanier vier Tage vor dem Kracher bei Bayern München nicht anmerken. "Wir müssen großen Respekt haben, wir spielen zwei Spiele, eins in München und eins zu Hause", sagte der Meistertrainer von Bayer Leverkusen betont nüchtern, ehe er die Marschroute vorgab: "Wir bleiben cool."

Leverkusen im CL-Kracher gegen Bayern Favorit? "Wir sind nicht dumm"

Quelle: Perform

Alonsos Mittelfeldmotor Granit Xhaka, der beim 4:1 (3:1)-Sieg im Bundesliga-Topspiel beim Tabellendritten Eintracht Frankfurt überragte, wurde etwas deutlicher.
"Wir sind stabil genug, um Bayern zu ärgern", sagte der Schweizer bei "Sky". Teamkollege Nordi Mukiele meinte: "Es wird nicht so wie in der Liga."
Tatsächlich, das erklärte auch Alonso, kann das von Leverkusen extrem dominant geführte Bundesliga-Spiel (0:0) vor zwei Wochen kaum als Referenz für das Achtelfinal-Hinspiel am Mittwoch (21:00 Uhr live im Ticker) in München dienen.
Die Königsklasse sei "total anders, Champions League ist immer ein bisschen emotionaler", sagte Alonso. Es sei wichtig, "die emotionale Kontrolle zu haben", fügte er an: "Fünf schlechte Minuten, und du bist weg."

Bayer will Bayerns Traum vom "Finale dahoam" zerstören

Fünf schlechte Minuten, darauf kann Alonso stolz sein, leistete sich seine Mannschaft in Frankfurt nicht. Im Gegenteil: Sieben überragende Minuten reichten, um die Partie zu entscheiden. Nathan Tella (26.), Mukiele (29.) und Patrik Schick (33.) schockten die kurzzeitig überforderte Eintracht, die zwar dank Hugo Ekitiké (37.) noch einmal Hoffnung schöpfte. Mitten in ihrer größten Drangphase kassierten die Hessen aber den finalen K.o. durch Aleix Garcia (62.).
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Schonen für Bayern? Alonso: "Spielen immer Vollgas"

Quelle: Perform

"Es war ein starkes Spiel von uns, vor allem in der ersten Halbzeit", lobte Mukiele: "Jetzt wollen wir in der Champions League so weitermachen." In München wird sich Alonso auch im vierten Duell in dieser Saison etwas Besonderes einfallen lassen müssen, um die Bayern zu knacken. Der Rekordmeister wird durch die Aussicht auf das "Finale dahoam" alles daran setzen, Alonso erstmals als Trainer zu besiegen. Bislang behielt der ehemalige Bayern-Profi (2014 bis 2017) in all seinen sechs Duellen die Oberhand.
Damit das so bleibt, legt der fleißige Fußballfachmann eine Extraschicht ein. "Morgen ist frei für die Spieler - nicht für mich", kündigte Alonso an und gab sich entschlossen: "Wir wollen wieder zeigen, dass wir gegen den FC Bayern kämpfen können."

Neuer mit breiter Brust vor Showdown mit Bayer

Mit den jüngsten Ergebnissen wollte sich FCB-Schlussmann Manuel Neuer indes nicht allzu lange aufhalten, erwähnt haben wollte er sie aber schon nochmal. Der FC Bayern, betonte der zuversichtlich gestimmte Mannschaftskapitän, habe erst "Frankfurt 4:0 geschlagen und jetzt auch 3:1 in Stuttgart gewonnen". Und das bedeute: "Etwas Besseres kann uns nicht passieren. Wir gehen gut ins Spiel gegen Leverkusen." Sogar die hauseigene Homepage der Münchner verkündete: "Bayern erkämpft sich Selbstvertrauen für Leverkusen-Kracher."
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Alphonso Davies und Manuel Neuer vom FC bayern München jubeln in der Champions League

Fotocredit: Getty Images

Wie viel Schub diese beiden Siege den Bayern tatsächlich geben, wird freilich erst am Mittwoch zu sehen sein, wenn besagtes Bayer Leverkusen zum Hinspiel des Achtelfinales der Champions League in München antritt. Auch Neuer weiß das. "Was in der Champions League auf uns wartet, ist nochmal ein anderes Kaliber mit Leverkusen", räumte er ein, versicherte aber zugleich, dass er und seine Mitspieler sich bereit fühlen für Bayer: "Wir freuen uns auf die Spiele und werden es positiv angehen."

Kompany staunt über sich selbst: "Das war wie ein Glitch"

Wie viel Druck bei den Münchnern herrscht, verdeutlichten die Reaktionen während und nach dem 3:1 (1:1) in Stuttgart. Auffällig vor allem: der Jubellauf des sonst so gelassenen Trainers nach dem dritten Treffer durch Kingsley Coman (90.). Vincent Kompany stürmte auf den Platz, an allen Spielern vorbei und in die Arme des Torschützen. "Das war wie ein Glitch", wie ein Aussetzer, sagte Kompany lächelnd. "Ich stand an der Seitenlinie und auf einmal war ich da."
Es sei, ergänzte Kompany, noch "ein schöner Moment" gewesen - und einer, der verdeutlichte, wie viel Last von ihm und der Mannschaft abfiel. Es wirkte, als würden die Münchner in dieser 90. Minute schon das entscheidende Tor zu ihrer 34. Meisterschaft feiern. Und tatsächlich stellt sich mit Blick auf den unverändert komfortablen Vorsprung von acht Punkten vor Bayer Leverkusen und der optimalen Ausbeute aus einem zweifelsohne schweren Februar die Frage: Was soll da noch schiefgehen?

Geschenke vom VfB - wie stark ist Bayern wirklich?

Erleichtert stellten die Münchner zunächst mal fest, dass sie Resilienz besitzen. Es sei "bemerkenswert", sagte Sportvorstand Max Eberl zufrieden, "wie wir in so einem Spiel wachsen". Auch eine schwierige erste Halbzeit samt Rückstand hatte die Münchner in Stuttgart nicht aus der Fassung gebracht. Seine Mannschaft, lobte Kompany, habe "viel Charakter gezeigt". Zur Wahrheit gehörte aber auch: Es waren nicht zuletzt Geschenke des zu oft nachlässigen VfB, die den Bayern zum Sieg verhalfen.
Nicht verborgen blieb Beobachtern außerdem, wie sehr die Bayern mitunter auf die ordnende Hand von Joshua Kimmich oder des erkrankten Aleksandar Pavlovic angewiesen sind. Das umformierte defensive Mittelfeld um Torschütze Leon Goretzka und João Palhinha, der erstmals seit November in der Startelf stand, hatte gerade in der ersten Hälfte seine Probleme mit aggressiven und zielstrebigen Schwaben. Am Mittwoch soll Kimmich (Sehnenreizung) wieder dabei sein. "Es sieht nicht schlecht aus", sagte Eberl.
Das gilt aber natürlich auch für Bayer Leverkusen.
(SID)
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Bayern-Coach Kompany: "VfB erste halbe Stunde klar besser"

Quelle: Perform


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