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BVB gegen Real Madrid - Borussia Dortmund vor Kracher in der Champions League kämpferisch: "Müssen die Stimmung killen"
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Update 22/10/2024 um 08:30 GMT+2 Uhr
Die Neuauflage des Champions-League-Finals zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund elektrisiert Europa. Für den BVB ist das Topspiel in der Königsklasse eine willkommene Abwechslung zum Bundesliga-Alltag, der Nuri Sahin zuletzt Sorgenfalten bereitete. Obwohl keiner in Dortmund etwas von einer "Revanche" wissen wollte, zeigten sich die Akteuere dennoch kämpferisch - aller Kritik zum Trotz.
Schwache Bilanz: BVB gegen den Mythos Real - und Mbappé
Quelle: Perform
Nuri Sahin wollte vor der Reise in seine Vergangenheit nichts dem Zufall überlassen. Das Abschlusstraining vor dem Champions-League-Kracher bei Real Madrid hielt der Coach von Borussia Dortmund auf der heimischen Anlage in Brackel ab, aber nicht, um möglichen Spionen des spanischen Titelverteidigers in Madrid keinen Einblick zu gewähren, wie einige Medien zunächst spekuliert hatten.
"Das hat nichts mit Spionen zu tun. Es ist heutzutage sehr, sehr leicht, eine Analyse zu machen", sagte er nach der Ankunft mit dem Flug EW1909 in Spaniens Hauptstadt: "Wir wollten den Jungs mehr Zeit in ihrer gewohnten Umgebung geben, weil wir viele Auswärtsspiele haben und sie viel reisen werden."
In Champions-League-Stimmung wollte der BVB bei einer Begehung des Platzes dennoch kommen. "Wir wollen mutig sein und haben in diesem Wettbewerb allen Grund dazu", sagte Sahin und ergänzte mit Blick auf die souveränen Auftaktsiege in Brügge und gegen Glasgow: "Wir wollen hoffentlich dort anknüpfen, wo wir aufgehört haben."
Auch Innenverteidiger Waldemar Anton kündigte an, dass es der BVB "genießen" werde, in Madrid zu spielen. Es ist die Neuauflage des Finales, dessen bitterer Ausgang Dortmund noch immer schmerzt. "Natürlich", betonte der Nationalspieler vor dem Duell am Dienstag (21:00 Uhr live im Ticker), "fahren wir dahin, um zu gewinnen."
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Sahin vor Real-Gipfel: BVB braucht "game luck"
Quelle: Perform
BVB meistert Generalprobe nur mit Mühe
Um in Madrid zu bestehen, benötigt Dortmund sein Champions-League-Gesicht, Konstanz und Durchsetzungsvermögen. Mit dem prominenten Gegner aber beschäftigt sich Sahin nicht primär, sein Fokus liegt vor allem auf seiner Mannschaft, deren Generalprobe fürs Madrid-Spiel beim 2:1 gegen den FC St. Pauli zwar gelang, aber nicht problemlos verlief.
Defensive Nachlässigkeiten wie jene, die gegen den Aufsteiger aus Hamburg kurz vor Schluss zu einer riesigen Ausgleichschance führten, darf sich Dortmund in Madrid nicht leisten.
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Julian Brandt im BVB-Trikot
Fotocredit: Imago
Derlei Fehler "nerven mich", sagte Sahin, sie "regen mich extrem auf". Und Kylian Mbappé, Vinícius Júnior oder der ehemalige Dortmunder Jude Bellingham nehmen solche Einladungen nur allzu gerne an.
Sahin blockt Mentalitäsdebatte ab
"Wir müssen klar sein", forderte Sahin: "Wir müssen alle drei Tage Ergebnisse liefern, um eine Topmannschaft zu sein." Diesen Nachweis hat sein Team in dieser Saison noch nicht erbracht. Die Erinnerungen an das 1:5 beim VfB Stuttgart oder das 1:2 bei Union Berlin sind noch immer präsent.
Und trotz wiederkehrender Fehler und Nachlässigkeiten will der Coach nichts von der altbekannten Mentalitätsdebatte wissen.
"Mentalität? Da gehe ich nicht mit", sagte Sahin: "Diese Mannschaft hat kein Mentalitätsproblem, ich lasse nicht zu, dass so über meine Mannschaft geredet wird." Wer auf diesem Niveau bei Borussia Dortmund spiele, der könne "keine schlechte Mentalität haben."
BVB: Anton fordert "vollen Fokus"
Bei der großen Herausforderung in Madrid wird diese These auf den Prüfstand gestellt. "Die Fanmasse von Real ist riesig, sie haben aber auch einen Anspruch. In Phasen, in denen es nicht so läuft, müssen wir zuschlagen", forderte Julian Brandt und betonte: "Wir müssen die Stimmung killen, auch wenn das keine einfache Aufgabe ist."
In eine ähnliche Kerbe schlug auch Anton. "Wir müssen es auswärts hinbekommen, dass wir direkt einen vollen Fokus haben", sagte der Innenverteidiger, in der Vorsaison noch beim VfB Stuttgart und somit nicht bei der schmerzhaften Finalniederlage von Wembley am 1. Juni auf dem Rasen: "Auch wenn es nicht gut läuft, müssen wir unseren Plan behalten."
Darüber habe das Team schon vor dem Pauli-Spiel gesprochen, und "das werden wir gegen Real umsetzen müssen."
Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:
So könnte Real Madrid spielen: Courtois - Vazquez, Militao, Rüdiger, Mendy - Tchouameni - Valverde, Bellingham - Rodrygo, Mbappe, Vinicius Junior. - Trainer: Ancelotti
So könnte der BVB spielen: Kobel - Ryerson, Anton, Schlotterbeck, Bensebaini - Can, Groß - Sabitzer, Brandt, Gittens - Guirassy. - Trainer: Sahin
Schiedsrichter: Istvan Kovacs (Rumänien)
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(SID)
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