Drei Dinge, die bei Celtic Glasgow gegen den FC Bayern München auffielen: Dayot Upamecano löst das Celtic-Rätsel

Der FC Bayern München hat sich mit dem 2:1 im Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen Celtic Glasgow eine ordentliche Ausgangssituation verschafft, verlor aber in der Schlussphase die Stabilität. Zuvor fand Innenverteidiger Dayot Upamecano gegen das Defensiv-Bollwerk von Glasgow die Lösung und schickte den starken Michael Olise auf die Reise. Drei Dinge, die bei Celtic gegen Bayern auffielen.

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Quelle: Perform

Der FC Bayern München hat mit dem 2:1 (1:0) gegen Celtic Glasgow die erste Pflichtaufgabe im Playoff der Champions League erfüllt und vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag (21:00 Uhr im Liveticker) gute Aussichten auf den Einzug ins Achtelfinale.
Nach einem Schreckmoment zu Beginn fanden die Münchner besser in die Partie, dennoch dauerte es bis zur 45. Minute ehe der von Dayot Upamecano sehenswert in Szene gesetzte Michael Olise etwas Zählbares auf die Anzeigetafel brachte.
Nach der Halbzeit legte Harry Kane nach, woraufhin die Bayern aber sukzessive abbauten und den Schotten im heimischen Celtic Park mehr Spielanteile überließen, was letztlich zum Anschlusstreffer in der 79. Minute führte.
Drei Dinge, die bei Celtic Glasgow gegen den FC Bayern München in der Champions League auffielen.

1.) Upamecano löst das Celtic-Rätsel

Celtic-Trainer Brendan Rodgers hatte das Ziel vorgegeben, mit einem Unentschieden ins Rückspiel zu gehen. Dementsprechend defensiv trat seine Mannschaft auf.
Die Schotten verteidigten in einer 4-4-2-Formation gegen den Ball, ließen sich aber bei längeren Ballbesitzphasen des FC Bayern noch tiefer in das eigene Drittel drücken, sodass teilweise sechs bis sieben Spieler auf der hintersten Linie standen.
Der deutsche Rekordmeister fand gegen das Defensiv-Bollwerk lange keine effektiven Mittel und spielte sich den Ball hin und her. Alleine 405 Pässe und eine Passquote von 94 Prozent standen nach den ersten 45 Minuten zu Buche.
Für die Erlösung aus Münchner Sicht sorgte erst ein hoher und langer Ball durch Innenverteidiger Upamecano von der Mittellinie.
Glasgows Defensive war zu diesem Zeitpunkt noch nicht weit genug zurückgelaufen, sodass Olise sich im Eins-gegen-Eins gegen Linksverteidiger Greg Taylor durchsetzen konnte. Der Gewaltschuss des Franzosen unter die Latte war für Celtic-Keeper Kasper Schmeichel nicht zu halten.
Nicht zuletzt sein Traumpass auf den Torschützen brachte Upamecano schlussendlich den Titel des "Man of the Match" ein. "Der Sieg ist verdient, wir haben alles gegeben. Das war ein schwieriges Spiel in einem super Stadion und gegen einen super Gegner. Aber wir haben gewonnen und sind zufrieden", freute der Abwehrspieler über die Auszeichnung bei "DAZN".

2.) Olise zeigt, was er kann

Neben Upamecano stach auch Flügelflitzer Olise heraus. Mit dem Führungstreffer, seinem fünften Tor in seiner ersten Champions-League-Saison, unterstrich der Franzose erneut, wieso Sportvorstand Max Eberl ihn im vergangenen Sommer für 53 Millionen Euro von Crystal Palace loseiste.
Überhaupt war der 23-Jährige einer der auffälligsten Spieler auf Münchner Seite. Er setzte immer wieder Impulse im Offensivspiel, schaltete bei den wenigen Gegenangriffen von Celtic schnell auf Defensivarbeit um und gewann wichtige Zweikämpfe. Dabei agierte er zuverlässiger als Leroy Sané auf der Gegenseite, der auch den einen oder anderen Ball verlor.  
"DAZN"-Experte Michael Ballack lobte die Entwicklung von Olise: "Er macht das gut, hat schnell beim FC Bayern Fuß gefasst und das Vertrauen bekommen. Er hat eine große Konkurrenz auf seiner Position, aber ist am stabilsten."
In der 65. Minute nahm Kompany auf den Flügeln einen Doppelwechsel vor. Anstelle von Sané und Olise kamen Gnabry und Coman in die Partie. Ob nun Zufall oder nicht: Danach nahm die Dominanz des FC Bayern langsam ab. Gnabry bekam lediglich einen Torschuss zustande, Coman schloss gar nicht mehr auf den Celtic-Kasten ab.

3.) Bayern verliert nach Gegentreffer die Stabilität

Celtic wurde in der Schlussphase mutiger und hatte plötzlich mehr Spielanteile. "Nach einer Stunde haben wir ein bisschen die Kontrolle verloren. Dann hat man gemerkt, dass auch die Fans da sind", sagte Kimmich bei "DAZN". 
Glasgow belohnte sich durch den Anschlusstreffer. Dies hinterließ beim FC Bayern Spuren. Plötzlich schlich sich eine gewisse Unsicherheit ins Spiel ein.
Manuel Neuer irrte durch den Strafraum und verfehlte eine Flanke. Leon Goretzka musste einen Ball abblocken. Kurz darauf tat Gnabry selbiges. Mit etwas Pech hätte der FC Bayern in dieser Phase den Sieg hergeschenkt. In der Nachspielzeit vereitelte Neuer mit einer Top-Reaktion einen Schuss aus kurzer Distanz von Alistair Johnston.
Warum der FC Bayern plötzlich die Stabilität verlor? "Generell ist es schwierig, jedes Spiel über 95 Minuten zu kontrollieren", erklärte Kimmich. "Natürlich ist das unser Anspruch. Trotzdem wissen wir, dass das nicht so einfach ist. Vor allem, wenn der Gegner ein bisschen das Momentum hat. Das 2:1 war unnötig. Dadurch haben wir sie ins Spiel geholt. Danach hatten sie ihre Möglichkeiten. Wichtig war, dass wir bis zum Schluss gut verteidigen. Das haben wir gemacht, auch Manu hat noch ein, zwei Bälle gut gehalten."
Somit bleibt für Kimmich insgesamt ein gutes Gefühl zurück: "Es war ein gutes Spiel für den Spirit."
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Quelle: Perform


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