Drei Dinge, die beim Sieg des FC Bayern gegen Benfica Lissabon auffielen: Leroy Sané punktet kräftig bei Kompany
Publiziert 07/11/2024 um 17:39 GMT+1 Uhr
Es war kein schönes Spiel - aber ein erfolgreiches. Der FC Bayern München gewann 1:0 (0:0) gegen Benfica Lissabon, weil der eingewechselte Leroy Sané für frische Impulse sorgte und Jamal Musiala sich plötzlich zum "Kopfballungeheuer" entwickelt. Doch auch die Verteidigung, die in der Champions League zuletzt Probleme hatte, funktionierte. Drei Dinge, die am Mittwochabend in München auffielen.
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Der FC Bayern München hat dem Druck standgehalten. Nachdem die vergangenen beiden Spiele in der Champions League verloren wurden, gelang am Mittwochabend ein 1:0 (0:0) gegen Benfica Lissabon.
"Wir wussten, dass wir das Spiel gewinnen mussten", sagte Siegtorschütze Jamal Musiala bei "DAZN". "Wir sind ein bisschen schwer ins Spiel reingekommen, aber wir mussten weiter Geduld haben. Wir werden nicht jedes Spiel mit 4:0, 5:0 gewinnen - manchmal reicht ein 1:0."
Nach einem lange Zeit zähen Anrennen erlöste Musiala den FC Bayern in der 67. Minute mit seinem Kopfballtreffer. "Gegen jeden Gegner, der tief steht und gut verteidigen kann, ist es schwer. Wir haben uns aber nicht aus dem Konzept bringen lassen, haben es immer weiter probiert und wurden belohnt", sagte Rechtsverteidiger Konrad Laimer.
Drei Dinge, die in der Allianz Arena auffielen.
1. Leroy Sané leitete die Wende ein
Die erste Halbzeit war ein fußballerischer Langweiler, die zweite Halbzeit begann nicht anders. Nach zehn Minuten hatten beide Trainer offenbar genug gesehen und wechselten neue Kreativspieler ein. Der FC Bayern brachte in der 55. Minute Leroy Sané für Michael Olise in die Partie, Benfica den 145-maligen argentinischen Nationalspieler Angel Di Maria.
Lediglich einer von den beiden erwies sich als Glücksgriff - nämlich Sané. Er nahm direkt Einfluss, suchte den schnellen Abschluss und forderte in der 59. Minute mit einem Schlenzer den Benfica-Torwart Trubin heraus.
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Auffällig: Durch seine offensiven Impulse sorgte Sané dafür, dass es in der Allianz Arena etwas lauter wurde. Eingeleitet wurde der Treffer zum 1:0 folgerichtig durch den 28-Jährigen. Seine Flanke landete über Harry Kane bei Musiala, der den Ball ins Tor köpfte. "Heute hat Leroy das Spiel gedreht, das kann man so sagen", erklärte Trainer Vincent Kompany nach Spielende.
Auch "DAZN"-Experte Michael Ballack lobte den Einfluss von Sané: "Seit seiner Einwechslung war er sicherlich ein positiver Effekt, auch mit der direkten Flanke zum Tor. Er hat den Ball nicht noch einmal angenommen und ist ins Dribbling gegangen, sondern war klar in seinem Spiel. Manchmal braucht es eben solche Veränderungen."
Dies hätte gar nichts mit einer guten oder schlechten Leistung von Olise zu tun: "Es ist einfach die Veränderung, nachdem es 60 Minuten nicht richtig vorwärts ging und man nicht die richtigen Lösungen fand. Dann kommt ein Spieler und macht etwas anders. Er hatte schon vorher die eine oder andere gute Aktion, die mit dafür gesorgt haben, dass der Knoten geplatzt ist.“
2. Defensivverhalten in der Champions League? Es funktioniert doch
Die Defensive des FC Bayern hinterließ in der Champions League zuvor keinen sicheren Eindruck. Sieben Gegentore wurden in den ersten drei Spielen kassiert - genauso viele wie in den bisherigen neun Bundesligaspielen. Ließen die Münchner in der Bundesliga nur durchschnittlich 2,1 Großchancen pro Spiel zu, waren es in der Champions League 3,7.
Das Spiel gegen Benfica bewies allerdings, dass Bayern auch in der Königsklasse verteidigen kann. Alleine das Torschussverhältnis spricht für sich, wie Kompany feststellte: "Wir haben 23 Mal auf das Tor geschossen und der Gegner nur einmal. Auch wenn nicht jeder Abschluss von uns gefährlich war, haben wir das Spiel kontrolliert."
Grund für das Ungleichgewicht war nicht zuletzt das gute Abwehrverhalten des deutschen Rekordmeisters. Die Restverteidigung, die bei schnellen Gegenangriffen parat stehen muss, wurde nie aufgegeben. Dadurch befand sich der FC Bayern defensiv immer in Überzahl.
Besonders auffällig war Innenverteidiger Min-Jae Kim, der 78 Prozent seiner Zweikämpfe gewann und mit einem guten Positionsspiel glänzte. Auch Nebenmann Dayot Upamecano ließ sich nichts zu Schulden kommen.
3. Musiala kann es auch mit Köpfchen
Er tippte sich auf den Kopf, als er seinen Treffer zum 1:0 bejubelte. Wollte Musiala noch einmal daran erinnern, dass er nun auch Kopfalltreffer kann? Eine Woche zuvor, als er im DFB-Pokalspiel beim 1. FSV Mainz 05 (4:0) einen Hattrick erzielte, traf er ebenfalls einmal per Kopf.
"Ich weiß nicht, was los ist mit meinem Kopfball gerade", sagte Musiala lachend nach Spielende. "Aber ich versuche einfach, in gute Positionen zu kommen, immer rein in die Box - auch für solche Momente." Der Ball sei "ein paar Mal gut zu mir gefallen. Ich versuche immer weiter, in gute Positionen zu kommen und hoffentlich einfache Tore zu machen."
Musiala fand etwas beschwerlich in die Partie. Er bot sich im Zentrum zwar immer an, hatte allerdings meist mehrere Gegenspieler um sich herum, wenn er in Strafraumnähe den Ball zugespielt bekam. Die eine oder andere unschöne Ballannahme passte ins Gesamtbild, teilweise lief er sich auch einfach fest.
Doch er steigerte sich, kam dadurch zu insgesamt vier Torschüssen und zwei Torschussvorlagen. Seine Passquote betrug 90 Prozent. Schlussendlich wurde er zum "Man of the Match" gekürt. Nicht zuletzt wegen seiner neuen Qualität mit Köpfchen!
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