Drei Dinge, die bei FC Bayern München gegen Bayer 04 Leverkusen auffielen: Der Patzer von Matej Kovár ändert alles
Der FC Bayern München besiegt Bayer 04 Leverkusen unter Xabi Alonso erstmals - und nutzt beim 3:0 (1:0) im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League sämtliche Gastgeschenke. So ändert ein kapitaler Torwartfehler von Matej Kovár alles. Bayern hatte zuvor bereits einmal mehr Köpfchen bewiesen und hatte in Harry Kane und Joshua Kimmich zwei Sieggaranten auf dem Platz. Drei Dinge, die uns auffielen.
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Vincent Kompany ließ sich keine Jubelarien entlocken. "Es gibt keine Zeit für Eigenlob, wir haben erst Halbzeit", sagte der Bayern-Trainer nach dem überzeugenden 3:0 seiner Bayern im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Bayer 04 Leverkusen.
Im Duell mit der Werkself gingen die Münchner nach Toren von Harry Kane (9., 75./Foulelfmeter) und Jamal Musiala (54.) erstmals seit September 2022 wieder als Sieger hervor und verbuchten bereits mehr als die halbe Miete fürs Viertelfinale.
Leverkusen steht dagegen vor dem Rückspiel in sechs Tagen (Di., 21:00 Uhr im Liveticker) mit dem Rücken zur Wand. Vor allem die zwei Gegentore nach der Pause seien "bitter und unnötig" gewesen, haderte Mittelfeldmotor Granit Xhaka.
Drei Dinge, die uns bei Bayern gegen Bayer auffielen.
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Jamal Musiala trifft zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Bayer Leverkusen
Fotocredit: Getty Images
1. Ein Abend zum Vergessen für Leverkusen
Bis zur 54. Minute war die Welt bei Bayer 04 Leverkusen noch halbwegs in Ordnung - dann fiel sie in 21 Minuten komplett auseinander. Zunächst ließ Torwart Matej Kovár, der einmal mehr in der Champions League den Vorzug vor Kapitän (!) Lukás Hradécky erhielt, eine harmlose Flanke von Joshua Kimmich durch die Finger gleiten, Jamal Musiala staubte ab - und es stand 2:0.
Ein Nackenschlag für Leverkusen, das bis dahin nicht brilliert, aber die Bayern auch recht gut vom eigenen Tor weggehalten hatte. Und davon erholte sich die Bayer-Elf auch nicht.
Spätestens als Nordi Mukiele acht Minuten später gelbvorbelastet Kingsley Coman unglücklich, aber auch völlig ungestüm in die Wade trat und folgerichtig mit der Gelb-Roten Karte vom Platz musste, war der Abend gelaufen.
Dass der eingewechselte Edmond Tapsoba dann auch noch Harry Kane elfmeterreif bei einer Ecke fernab vom Ball umriss (73.), rundete den Katastrophen-Abend für die Gäste ab. Der Engländer ließ sich nicht zweimal bitten und traf vom Punkt - zum 30. Mal in Folge - zum Endstand (75.).
Sicher: Bayern war am Mittwochabend griffig, spielte gut und siegte verdient. Leverkusen half dabei aber auch gnädigst mit. "Wir haben alles dafür getan, dass Bayern gewinnt", meinte Xabi Alonso: "Das ist ein bitterer Abend für uns."
2. FC Bayern spielt mit Köpfchen
Der Plan der Bayern war von Beginn an klar: Leverkusen von außen knacken. So schlugen die Münchner insgesamt 19 Flanken und waren auch immer wieder nach Ecken gefährlich. In der Anfangsphase verhinderte Mario Hermoso nach einer Kopfballablage von Leon Goretzka kurz vor der Torlinie noch Schlimmeres (6.), doch nur drei Minuten später klingelte es das erste Mal.
Michael Olise überraschte seinen Gegenspieler Piero Hincapié, indem er mit seinem schwächeren rechten Fuß flankte und in der Mitte nutzte Harry Kane den Tiefschlaf seines Gegenspielers Mukiele, um zur Führung einzuköpfen. Die Bayern trafen damit zum siebten Mal in dieser Champions-League-Saison per Kopf - Höchstwert.
Beinahe wäre die Statistik noch ausgebaut worden, hätte Musiala nach einer Kimmich-Ecke aufs kurze Eck nicht nur die Latte getroffen (22.). Vor allem Bayerns rechte Angriffsseite war so immer wieder gefährlich; Leverkusen schaffte es dort über die gesamte Spielzeit nicht besonders gut, die Reihen zu schließen - auch weil Álex Grimaldo selten doppelte.
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Alonso zur Mukiele-Auswechslung: "Hatte diesen Gedanken"
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3. Kane und Kimmich auf den Punkt da
1980 sagte der Tennisspieler Vitas Gerulaitis, nachdem er endlich seine Nemesis Jimmy Connors schlagen konnte: "Niemand schlägt einen Vitas Gerulaitis 17-mal in Folge!" Ganz so weit war's zwischen Bayern und Bayer zwar nicht; sechs Spiele jedoch war der deutsche Branchenprimus gegen die Alonso-Emporkömmlinge ohne Sieg geblieben - da kam der Mittwochabend den Bayern fürs Geraderücken der Verhältnisse in Deutschland gerade recht.
Vor allem Harry Kane und Joshua Kimmich merkte man bei den Hausherren den unbedingten Willen an, Leverkusen endlich zu besiegen. Ausgerechnet die beiden Bayern, die in den letzten Wochen angeschlagen waren und den Münchnern Sorgen bereitet hatten.
Kimmich stand wegen seiner Stop-and-Go-Vertragsverhandlungen unter besonderer Beobachtung und lieferte eine klasse Partie. So schlug er messerscharfe Standards, ordnete das Spiel in der Mitte, wirkte auch defensiv enorm spritzig und tat sich insgesamt auch als "emotional leader" hervor.
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Alonso hadert nach Bayer-Pleite: "Heute viel gegen uns"
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Kane ging da eher geregelt seinem Job nach: Tore schießen. Beim 1:0 präsentierte der Engländer eine Güte im Kopfballspiel, die nicht viele Angreifer besitzen. Zudem stellte er mit dem 30. verwandelten Elfmeter in Folge erneut seine Kaltschnäuzigkeit vom Punkt unter Beweis.
"Das war ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung", sagte der 31-Jährige, der zuvor vier Spiele in Folge torlos geblieben war: "Noch ein Tor wäre schön gewesen, aber wir nehmen das 3:0 auch gerne."
So blieb als einziger Wehrmutstropfen aus Bayern-Sicht die Verletzung von Manuel Neuer, der sich beim Jubel zum 2:0 verletzte. Der Torhüter wollte nach Musialas Abstaubertor lossprinten, zerrte sich dabei aber die Wade - und musste runter (58.).
So kam der erst im Winter vom 1. FC Köln verpflichtete Jonas Urbig unverhofft auf großer Bühne zu seinem Bayern-Debüt. Der 21-Jährige aus Euskirchen-Kleinbüllesheim hatte in der letzten halben Stunde wenig zu tun (null parierte Torschüsse), wurde aber zumindest bei jeder seiner acht Ballkontakte vom Publikum freudig beklatscht.
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Kompany zufrieden: "Nächsten Dienstag genau das Gleiche"
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